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| Forum - Familie & Co. |
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Die gesamte Familienkonstellation ist nach dem Tod unseres Partners durcheinander geraten. Daher geht es in diesem Forum um die Familie. Hast du Probleme mit den Schwiegereltern, Fragen zur Kindererziehung oder was sonst noch mit der Familie und dem Umfeld zu tun hat, dann bist du hier richtig.
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Beitrag von
ASHS (1 Beitrag) am Freitag, 16.September.2011, 00:28.
Re: Alleinerziehend
Hallo Daniela,
ich fühle mit dir!!
L. G. Anke
Dein Beitrag:
Beitrag von
ela72 (21 Beiträge) am Montag, 5.September.2011, 19:19.
Alleinerziehend
Hallo an alle! Ich muß mir mal meinen Frust von der Seele schreiben. Ich habe 2 Kinder(8 und 14 Jahre) und bin seit Okt 2005 verwitwet. Immer wieder gibts zwischen meinem 14-jährigen Sohn und mir Situationen, die mich total überfordern, die aber mit Sicherheit normal(pupertätsbedingt) sind. Nur wird mir dann immer wieder bewußt,wie sehr der Vater fehlt und wie anstrengend es ist, alleinerziehend zu sein!!!
Danke fürs "Zuhören" und viel Kraft allen Alleinerziehenden!
Daniela
Beitrag von
ASHS (1 Beitrag) am Freitag, 16.September.2011, 00:28.
Re: Alleinerziehend
Hallo Daniela,
ich fühle mit dir!!
L. G. Anke
Beitrag von
springrain (31 Beiträge) am Samstag, 17.September.2011, 16:13.
Re: Alleinerziehend
Liebe Ela, und all ihr anderen,
ja, das kenne ich gut! Meine Töchter sind mittlerweile 16 und 14 und ich seit ziemlich genau 6 Jahren alleinerziehend.
Auch wenn es im großen und ganzen ganz gut läuft, finde ich es sehr anstrengend.
Es ist Empathie und Gesprächsbereitschaft gefragt...okay, das hab ich gut drauf. Was mir aber immer wieder Mühe macht, ist das sachlich Grenzen setzen, das Führen und Widerstände aushalten.
Da wünschte ich mir oft die Unterstützung meines verstorbenen Mannes - der hatte genau das drauf.
So bemühe ich mich, all das, in Personalunion zu leisten. Das fällt mir schwer.
Mittlerweile habe ich einen Freund. Aber er ist mein Freund und nicht der Vater meiner Kinder. Er entlastet mich indem er mir zuhört...aber die eigentliche Erziehungsarbeit bleibt bei mir.
Manchmal hätt ich gern Pause....Pause von dieser hohen Verantwortung...
Kennt ihr das auch?
Viele Grüße
springrain
Beitrag von
Wolke1970 (65 Beiträge) am Samstag, 17.September.2011, 20:40.
Re: Alleinerziehend
Hallo Springrain,
meine Kinder sind inzwischen 6 und 3 Jahre und ich bin jetzt 2,5 Jahre alleinerziehend. Ich empfinde es auch oftmals anstrengend und eine Pause von der Verantwortung hätte ich auch mal gern. Wenn ich arbeiten bin, empfinde ich es schon als erholsam ;-)).Die Verantwortung wird immer die unsrige bleiben- egal welche Wendungen unsere Leben noch nehmen werden. Im Anfang hat mich diese (und andere) Verantwortung(en) fast erschlagen. Ich habe gedacht, das schaff ich nicht. Inzwischen bin schon ein bisschen stolz auf uns. Ich wünsch euch alles Gute!! Wolke1970
Beitrag von
rue (23 Beiträge) am Mittwoch, 28.September.2011, 12:39.
Re: Alleinerziehend
Hallo springrain!
UND OB !! Nach der Trauerarbeit war, ist und wird das die größte Herausforderung in meinem Leben sein! Auch in einer funktionierenden Partnerschaft bleibt für mich der "Alleinerziehenden -Status" bestehen. Niemand, der einem Entscheidung, Verantwortung und Freude und Sorgen abnimmt - oder sie zumindest mitträgt. Das tut weh und ist für mich sehr sehr anstrengend. Leider findet man wenig Verständnis für diese Situation, denn irgendwie scheinen alle der Meinung zu sein, dass es doch ein großes Glück ist, wenn man wenigstens die Kinder noch hat....... Ich liebe meine Kinder - ohne Frage! Aber die Bürde ist groß und so manches Mal stelle ich mir die Frage, wann das Leben für mich wieder etwas leichter werden wird. Also bleibt doch irgendwie manchmal nur die bewährte Methode: Augen zu und durch! Gute Zeit - Angelika
Beitrag von
Tinky70 (10 Beiträge) am Samstag, 14.April.2012, 12:55.
Re: Alleinerziehend
Hallo Springrain. Ich habe diese Seite erst Heute entdeckt und bin so happy.Wenn ich Eure Beiträge lese,denke ich nur noch: JA,hier sind Leute die verstehen was wir täglich erleben.Wenn es manchmal so richtig heftig ist schreie ich das Bild von meinem Mann an...und manchmal bin ich wütend,weil er uns allein gelassen hat.Ich wünschte er würde mir manchmal sagen,was ich tun soll.Er war mein bester Freund,mein engster Vertrauter und mein Diskussiospartner.Ab und zu frage ich mich,wie hätte Uli wohl in dieser oder jener Situation gehandelt oder entschieden?Aber egal wie man es dreht oder wendet,die Entscheidungen bleiben an uns .Und wir müssen die Konsequenzen auch alleine tragen.Aber ich freue mich sehr,das einen neuen Partner gefunden hast.Auch wenn er "nur" zuhören kann,aber auch dadurch kannst Du doch bestimmt etwas Kraft tanken. Ich wünsche Dir alles Liebe und vorallem viel Kraft. LG Tinky.
Beitrag von
Wolke1970 (65 Beiträge) am Samstag, 14.April.2012, 22:19.
Re: Alleinerziehend
Liebe Tinky,
schön, dass du diese Seite gefunden hast. Mir hilft es auch sehr von anderen Leuten zu lesen, die ähnliches durchmachen wie ich. In meinem sozialen Umfeld kann es detailliert niemand nachvollziehen.
Alles Gute, Wolke1970
Beitrag von
Singapore (12 Beiträge) am Sonntag, 18.September.2011, 20:06.
Re: Alleinerziehend
Liebe Daniela, ich glaube, jede alleinerziehende Mutter stimmt dir zu, dass dieser Zustand sehr, sehr anstrengend ist. Du kannst stolz sein, auf jeden Tag, den du mit Liebe und Geduld hinkriegst. Wie Wolke finde ich manchmal arbeiten angenehmer als ständig in der Erziehungsverantwortung zu sein. Dazu kommt die Unsicherheit, immer das alleinige Maß der Dinge wissen und umsetzen zu sollen. Da fehlen unsere Männer einfach gewaltig, jeder einzelne in seiner Familie. Bei uns ist die Pubertät der Jungs noch weit entfernt (8+10) und ich wünsche dir viel Austausch und gemeinsames Lachen können mit anderen Müttern oder Vätern in deiner Nachbarschaft, um nicht alleine am Hamsterrad zu drehen. Viele Grüße Singapore
Beitrag von
Kater65 (26 Beiträge) am Mittwoch, 19.Oktober.2011, 22:43.
Re: Alleinerziehend
Hallo,
der Tod meiner Frau ist jetzt ca. 4 Wochen her. Für mich ist das eine vollkommen neue Situation. Meine Tochter ist 6 Jahre jung und erst in die Schule gekommen. Klar kriegt man sehr viel Hilfe von den Ämtern und auch von den Freunden abgenommen, aber für all das, was bisher die Mama getan hat, bin ich jetzt als Papa zuständig. Ich war bisher den ganzen Tag auf Arbeit. Inzwischen ist das alles zerbröckelt. Ich bin den halben Tag beschäftigt durch den Haushalt und Kind. Aber wenn Ruhe reinkommt, ist auch die Einsamkeit da.
lg Uwe
Beitrag von
ardnax (14 Beiträge) am Mittwoch, 23.November.2011, 16:33.
Re: Alleinerziehend
Lieber Uwe, es ist nicht einfach und es wird auch die nächste Zeit nicht einfacher werden für Dich. Aber "Deine neuen Aufgaben" werden Dir von mal zu mal leichter fallen, Du wirst routinierter. Das hat wiederum zur Folge das vieles schneller von der Hand geht und Du Dir somit mehr freie Zeit "erarbeitest". D. h. mehr Zeit zum Nachdenken, mehr Zeit an Sie zu denken, an das wieso warum??? Das haben wir wohl alle hier gemeinsam. Bei mir war es umgekehrt. Mein Mann starb und somit, nicht nur mein Partner in der Ehe, nicht nur der Vater unserer Kinder, sondern auch die Sicherheit, die Kraft, die Souveränität alltägliche Dinge zu meistern. All das fehlt und beschäftigt mich auch heute noch tag für tag. Nur z. B. wenn mein "kleinster" Hilfe in Sachen Schularbeiten braucht, da war er der wesentlich sachlichere Elternteil. Weg, einfach weg, nicht mehr da. Dein Schicksal ist tragisch, aber wie Du hier siehst, bist Du nicht alleine damit, und so beruhige ich mich manchmal: Ich habe meinen lieben Mann an den Tod verloren, er war bei mir bis zum letzten Tag. Wir gehörten zusammen. Bei Paaren die sich "freiwillig trennen", gibt es auch immer mindestens einen Part der leidet, und der hat seinen Partner an das LEBEN verloren! Halte durch, aber lasse auch zu mal schwach zu sein, weine doch ruhig auch mit Deiner Tochter, das ist alles normal. Und das Leben wird auch wieder schön. Du wirst wieder lachen:-) Sei gedrückt L G A.
Beitrag von
HaJott (22 Beiträge) am Freitag, 23.September.2011, 13:24.
Re: Alleinerziehend
Hallo Alleinerziehende, auch für uns Männer ist es nicht leicht beide Seiten der Erziehung wie Offenheit und Strenge unter einem Hut zu bringen. Beide Elternteile haben normalerweise eine Stärke. Der Eine kann besser zuhören und der Andere führen. Dieses alleine ausgewogen hinzubekommen ist m.E. nur schwer möglich. Ich denke manchmal ich bin zu streng und im nächsten Moment glaube ich nicht konsequent genug zu sein. Meine Parnerin unterstützt mich zwar aber sie ist halt nicht die Mutter und für meinen Sohn bin halt ich die entscheidende Instanz.
Wir sollten nicht zu strenge Maßstäbe an unser Handeln legen, den ich denke es ist immer nach besten Wissen und Gewissen.
Mein Sohn hat letztens zu meinen SE gesagt, dass er einen ganz tollen und lieben Papa hat und das erfüllt mich, wie Ihr euch sicher denken könnt, mit Stolz :-)
Hans-Jürgen
Beitrag von
ardnax (14 Beiträge) am Mittwoch, 23.November.2011, 16:48.
Re: Alleinerziehend
Hallo Ihr lieben Alleinerziehenden. Wir sitzen wohl alle im selben Boot. Ich selbst empfinde es oft als besonders schwierig, meine beiden (Sohn 11 und Tochter13) gerecht, gefühlvoll, konsequent und doch offen zu einer gewissen Selbstständigkeit zu erziehen, die es ihnen im späteren Leben erleichtern soll, den Verlust ihres Vaters ein wenig auffangen zu können. Das geht gar nicht, ich weiß. Beim Junior bricht mir mit jedem seiner Fußballspiele dem ich beiwohne, fast das Herz. Sein Papa war Fußballer mit Leib und Seele, und er wäre sicher stolz auf seinen Sohn gewesen, bzw. hätte ihm ein paar Extra-Trainingseinheiten gegeben, die ich ihm leider nicht geben kann.... Wünsche Euch allen auch viel Kraft und Energie das was noch vor uns liegt zu meistern... L G A.
Beitrag von
samtnudel (1 Beitrag) am Dienstag, 6.Dezember.2011, 17:15.
Re: Alleinerziehend
Hallo Daniela,
ich kann dich sehr gut verstehen. Ich bin seit Februar 2008 verwitwet und kämpfe gerade mit den veränderlichen (und das täglich) Bedürfnissen und Befindlichkeiten meines zu-früh-pubertierenden Sohnes. Äääätzend!!!! Da fehlt ganz sicher der Vater, oder zumindest eine männliche Bezugsperson, die erfahren ist und den Zugang zu meinem Sohn hat. Zudem stehe ich gerade vor der Frage, welche der vielen weiterführenden Schulen meine Tochter ab dem nächsten Sommer besuchen soll. Mit dieser Entscheidung fühle ich mich noch mehr überfordert. Schließlich hängt da eine Menge dran (leider!). Was meine Tochter betrifft muß ich noch einmal feststellen, daß ganz klar der Vater fehlt. Der Vater als Vorbild, als derjenige, der einem kleinen Mädchen den Rücken stärkt.Anders als ich als Mutter!
Ich wünsche dir und allen anderen, die in der gleichen Situation sind ganz viel Kraft und vor allem Vertrauen in euch selber!
Und - eine ganz schöne Adventszeit
Isabel
Beitrag von
Anja568 (202 Beiträge) am Samstag, 10.Dezember.2011, 00:13.
Re: Alleinerziehend
...bei einem Essen mit einem Freund und dessem Sohn - sagte mein "Kleiner" (19) ..."..boah Mama , das fühle sich mal wieder richtig wie Familie an - ich glaube ich könnte immernoch einen Papa gebrauchen...." auch nach 14 Jahren verw. sein - ist es doch immernoch present, was so deutlich weggebrochen ist - und sich schwer ersetzen lässt...
Nachdenkliche Grüße Anja
Beitrag von
Ina1967 (5 Beiträge) am Samstag, 3.März.2012, 21:22.
Re: Alleinerziehend
Ich habe sehr nachdenklich alle Beiträge zu dem Thema gelesen und immer wieder mit feuchten Augen genickt. "ja so ist es. und sch... ist es" Mein Sohn und ich geniessen die Stunden, die wir zusammen mit anderen halben Familien das Gefühl geniessen dürfen, mal wie eine richtige Familie sich anzufühlen. Ist wie geliehene kostbare Zeit. Und wenn ich sehe, wie leichtfertig vollständige Familien damit umgehen, wie wenig sie merken, wie glücklich sie für diesen Zustand sein könnten ... Und diese ständige alleinige Last für mein Kind allein und vollständig verantwortlich zu sein. Immer. Ohne Pause. Das erdrückt mich manchmal fast. Aber wie heißt es so schön: Was uns nicht umbringt, macht uns stark. Möge es bei uns und unseren Kindern wirken!
Beitrag von
alli1001 (21 Beiträge) am Freitag, 9.März.2012, 22:20.
Re: Alleinerziehend
Beitrag von
deepdive (14 Beiträge) am Mittwoch, 25.April.2012, 09:28.
Re: Alleinerziehend
Hallo Ina1967,
mir ging/geht es genauso wie dir. Auch ich habe beim Lesen der Beträge Tränen in den Augen gehabt...und trozdem bin ich "froh" das es euch/dir genauso geht wie mir. Endlich hat man mal nicht das Gefühl "anders" zu sein. Mein Mann ist jetzt seid 4 Monaten und 13 Tagen weg...ich frage mich auch manchmal ob ich das alles schaffen kann...und dann weiß ich aber innerlich..ich bin stark...ich schaff das....meine Töchter sind 16 und 7 und die Große könnte gut die Führung meines Mannes gebrauchen....auch wenn wir uns mal wieder anzicken..er war unser Fels in der Brandung...nebenbei denke ich mir das es auch total egal ist, ob wir unsere Männer oder die Männer hier ihre Frauen verloren haben..ein wichtiger Part in der Familie fehlt. Lieben Gruß an alle Anja
Beitrag von
NaLeNiMi (12 Beiträge) am Sonntag, 19.August.2012, 12:11.
Re: Alleinerziehend
Hallo
Ich bin seit dem 31.1.12 alleinerziehend. Am Anfang hat mich die Trauer gelähmt, ich konnte mir nicht ausmalen wie es sein wird. Als mein Mann den Weg wählte und Suizid begang, war ich in der 16. Schwangerschaftswoche und unsere Tochter war 7 und ein totales Papa Kind.
Heute ist meine Tochter 8 und mein kleiner Nick 4 Wochen alt. Es ist schwer den alltag zu meistern, allein mit Baby. Es muss immer wieder gehen. Nun habe ich das Glück das mein Baby Koliken hat :-(
Meine Nerven liegen oft blank und ich würde als gerne in den Himmel schreien und meinen Mann fragen ob er dies für seine Familie wollte.
Ich lieben ihn überalles und wir hatten noch soviel vor aber ich bin auch so unendlich wütend
Lg
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