Pfingstfreizeit Borkum
Sonntag
Um kurz vor sieben klingelte Franziska´s Wecker. Meine Tochter war hochmotiviert, um 7.15 Uhr bei der Jogginggruppe zu sein.
Ihr „und du??“ konnte ich so natürlich nicht stehen lassen und so stand ich um 7.30 Uhr im Sportdress unten, um mich der Gruppe „Strandgymnastik“ anzuschließen. Die klare Luft und der blaue Himmel machte richtig Laune und so ging es hüpfend und lachend Richtung Strand, wo wir von Claudia ein erstklassiges Dehn- und Gymnastikprogramm geboten Bekamen. Der Blick aufs endlose Meer, die Weite lassen sich nicht in Worte fassen. Zurück schmeckte das Frühstück in der Gemeinschaft so richtig klasse.
Nach einer kurzen Erholungs- und Duschpause stand auch schon das Gruppenfoto an der Strandpromenade an. Und nicht nur das – es gab auch noch für jede(n) Mama und Papa ein Bild mit Anhang im Strandkorb. – Das bekommt bei uns einen Ehrenplatz in der Küche –
Wer wollte, konnte danach eine Einführung ins Nordic Walking bekommen. Da ich „walkerfahren“ bin, konnte ich die Zeit für einen Bummel durch die vielen kleinen Borkumer Geschäfte nutzen.
Nach dem Mittagessen gings bei strahlendem Sonnenschein ca. 8 km am Strand entlang zum Ostland-Café. Jeder in seinem Tempo und trotzdem hat sich die Gruppe nicht aus den Augen verloren. Claudia und Joachim hatten es einfach drauf. Die Halbstreckenpause mit Fasanenbrause wird uns allen im Gedächtnis bleiben. Das Ostland-Café war durch vorausschauende Reservierung für uns alle gut gerüstet und die Karte, egal ob Sanddornschorle oder Milchquark, Eisbecher oder – torte war einfach gigantisch – der Blick auf die Dünen nicht minder toll.
Fast alle waren so motiviert, dass sie den Weg wieder zurückwalkten – nur ein kleiner Teil zog den Bus vor. Die Teens waren mit den Rädern da und die gemeinsame Kaffeepause war echt lustig.
Nach dem Abendessen war Zeit zum Bummeln, Duschen, Schlafen – jeder wie er wollte – aber so gegen halb zehn – die magische Zeit – der Aufenthaltsraum füllte sich – der Tisch auch – mit Knabbereien und der einen oder anderen Flasche Wein. Und erstaunlicherweise hatten die Mamas und Papas mehr Durchhaltevermögen als die Kidis. Selbst die Teens sind freiwillig in ihre Betten – etwas, was ich von meiner halbwüchsigen Tochter absolut nicht gewohnt bin – auch mal schön!!!
Die Aussage einer total verliebten fast Siebzehnjährigen: „Mama, fahren wir nächstes Jahr wieder mit?“ (und sie hatte nur abends Zeit zum Telefonieren) ist glaube ich das höchste Lob, das Anette und Team bekommen können
Moni
Montag
Auch der zweite Tag unserer Freizeit stand unter dem Motto,, Sport-Spaß-und viel Erlebnis“.
Heute durften wir erst Frühstücken, bevor die Erwachsenen von Claudia und Joachim im Gezeitenland (Erlebnisschwimmbad) erwartet wurden . Die Sonne meinte es besonders gut, sodass wir bei flotter Musik mit dem ApuaJogging im freien beginnen konnten. Claudia wachte streng über ihre Teilnehmer ,dass nicht geschummelt und das Tempo beibehalten wurde. Es machte enormen Spaß, kleine Wettkämpfe rundeten das ganze ab.
Auch die Kids konnten bei ihrem Vormittagsprogramm viel neues und interessantes über Wale- und Walfang erfahren. Besonders sehenswert war das 15 m lange Skelett eines 35 Tonnen schweren Pottwals . Staunend folgten sie den Erzählungen und durften dann noch eine Kachel mit Motiven aus der Nordseewelt gestalten.
Beim gemeinsamen Mittagessen, konnte das Erlebte ausgetauscht werden.
Schon wartete das nächste Erlebnis auf uns, die Wattwanderung. Da auf der Insel alles mit Bus und Bahn toll zu erreichen ist, konnten wir zum vereinbarten Zeitpunkt, einen doch urigen naturverbundenen Wattführer begrüßen. Nach kurzen Erklärungen der Verhaltensregeln im Watt, übernahm Andrea das Wort und erklärte mit ernster Mine, keines der Kinder gehe heute heim, bevor er nicht zwei Wattwürmer gegessen hat, aber mit geschlossenen Augen, schluck, schluck.(für alle zur Info, sie schmeckten trotz schwarzer Finger auch noch süßlich.) Platsch, platsch, folgten wir dem Wattführer und lauschten seinen Erzählungen über das Watt, sie gilt als“ Kinderstube“ vieler Nordseefische.
Beim abendlichen schlendern entlang der Promenade und Strandstasse, verweilten wir eine Weile bei den letzten Stücken der Oldtime-Jazzern die eine heitere Atmosphäre verbreiteten. Der Leuchtturm 60 Meter hoch, 308 Stufen war an diesem herrlichen Abend für unsere Sportliche Freizeit nur noch ein kleines Event, ( schnauf, schnauf )der aber mit einem einmaligen Rundblick über Borkum und die nahe gelegenen Inseln, belohnt wurde.
Bei einer gemütlichen Runde fand dieser Abend einen herrlichen Abschluss mit einem großen Dank, an Anette für die tolle Programmzusammenstellung.
Regina
Pfingstfreizeit von "verwitwet.de" auf Borkum – aus der Sicht der Kinder
Diese Freizeit war einfach toll! Pfingstsamstag sind wir angekommen. Anette und Andrea haben sich ein tolles Programm für uns Kinder und Teenies ausgedacht, es war echt für jeden etwas dabei.
Sie waren mit uns in einem Aquarium. Hier konnte man die Tiere sehen, die in der Nordsee schwimmen: kleine Fische, große Fische, Aale, Krebse, Hummer, usw. Das war total interessant. Einmal stand Museum auf dem Plan – langweilig? Nein! Hier ging es um Wale. Wir wissen jetzt, dass ein kleiner Wal ca. 4 m lang ist, ausgewachsener ca. 15 m – ganz schön groß. Wir durften echte Walknochen und einen Walzahn anfassen – wow! Und noch etwas haben wir gesehen: einen Gartenzaun aus echten Walknochen.
Interessant fanden wir die Geschichten über die Walfänger. Und wisst ihr, woher der Name „Schlitzohr“ kommt? Wir wissen es jetzt: Walfänger hatten meist einen Ohrring aus Gold, mit dem irgendwann mal ihre Beerdigung bezahlt werden sollte. Wenn sie aber „böse“ waren, hat ihnen der Kapitän den Ohrring einfach aus dem Ohr gerissen – zurück blieb ein Schlitz im Ohr. Wenn man also jemanden sah, der einen Schlitz im Ohr hatte, wusste man sofort, dass er etwas Böses angestellt hat.
Beeindruckt hat uns der Leuchtturm – 60,2 m hoch. Wir sind rauf gelaufen – 306 Stufen – das war vielleicht anstrengend. Er wurde im Jahre 1879 gebaut und man hat eine supertolle Aussicht von oben.
Jeden Tag waren wir am Strand – wir waren schließlich an der Nordsee! Man konnte bis zur Seehundbank raus laufen. Von so nah hatten wir noch keine Seehunde gesehen.
Und außerdem: Sandburgen bauen, Wikingerschach, Drachen steigen lassen, Fußball oder einfach nur herumalbern… es war keine Sekunde langweilig und abends sind wir sogar freiwillig ins Bett gegangen, so müde waren wir.
Danke an Anette und Andrea, dass sie so gute Ideen hatten und sich so viel Zeit für uns genommen haben.
Schade, dass diese Freizeit soooooooooo schnell vorbei war – aber wir kommen nächstes Jahr wieder!!! Und vielleicht sehen wir dann auch die Kinder wieder, die wir heuer kennen gelernt haben – wir freuen uns schon!!!
Bericht von Bianca – unterstützt von Jonas
 weitere Fotos in der Fotogalerie
|