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verwitwet.de - Wissenswertes Wiki

Zusammenstellung staatlicher Hilfen

Einleitung


Aus der Broschüre "Staatliche Hilfen für Familien" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend habe ich im Folgenden die m.E. wichtigsten Punkte aufgelistet.

Da sich das politische Klima ständig wandelt, ändern sich auch die Gesetze häufig recht schnell. Wenn also mal etwas überholt sein sollte, kannst du die Korrekturen in dieser Wiki selber vornehmen.

Oliver ;-)

P.S.: Seit März 2005 hat das Bundesministerium eine eigene Zusammenstellung staatlicher Hilfen online gestellt. Du findest die Hilfen für Alleinerziehende hier: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/static/broschueren/staatliche_hilfen/alleinerziehende.htm

Erziehungsgeld


Wurde zum 01.01.2007 vom Elterngeld abgelöst

Für Eltern mit Kindern ab Geburtsjahrgang 2001 gilt:Mütter oder Väter,die ihr Kind selbst betreuen und erziehen und nicht mehr als 30 Wochenstunden arbeiten, erhalten Erziehungsgeld,das einkommensabhängig gezahlt wird.
Die Eltern können wählen zwischen dem Regelbetrag in Höhe von höchstens 307 € monatlich bis zum Ende des 2.Lebensjahres des Kindes und dem Budget-Angebot in Höhe von höchstens 460 € monatlich bis zum Ende des 1.Lebensjahres des Kindes.

In den ersten 6 Lebensmonaten wird das Erziehungsgeld gezahlt bis zu einer Einkommensgrenze von 51.130 € pauschaliertem Jahresnettoeinkommen bei Elternpaaren und 38.350 € bei Alleinerziehenden.
Ab dem 7.Lebensmonat des Kindes gilt:

Wer?VollGemindert
Elternpaare beim 1.Kindvolles Erziehungsgeld bis zu einem Jahresnettoeinkommen von 16.470 €gemindertes Erziehungsgeld bis zu einem Jahresnettoeinkommen von etwa 23.500 €
Alleinerziehende beim 1.Kindvolles Erziehungsgeld bis zu einem Jahresnettoeinkommen von 13.498 €gemindertes Erziehungsgeld bis zu einem Jahresnettoeinkommen von etwa 20.500 €
bei jedem weiteren Kind des Geburtsjahrgangs 2001, 2002 bzw. ab 2003Erhöhung der Einkommensgrenze um 2.454 €, 2.797 € bzw. 3.140 €Erhöhung der Einkommensgrenze um 2.454 €, 2.797 € bzw. 3.140 €


Auf das Erziehungsgeld wird das Mutterschaftsgeld für die Zeit nach der Geburt in der Regel angerechnet.Erziehungsgeld gibt es zusätzlich zu Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe,wenn der Bemessung dieser Leistungen eine Beschäftigung mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von bis zu 30 Stunden zugrunde liegt.
Erziehungsgeld gibt es auch neben Sozialhilfe, Wohngeld und Ausbildungsförderung. Die Elternzeit bis zur Vollendung des 3.Lebensjahres wird nicht in die Rahmenfrist des Anspruchs auf Arbeitslosengeld eingerechnet. Wenn vor der Geburt des Kindes eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung bestand, bleibt diese während des Erziehungsgeldbezugs und der Elternzeit
beitragsfrei bestehen, solange keine versicherungspflichtigen Einkünfte erzielt werden.

Das Erziehungsgeld muss für jedes Lebensjahr des Kindes gesondert beantragt werden.

Im Anschluss an das Erziehungsgeld gewähren einige Bundesländer vergleichbare Leistungen: Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen.
Alleinerziehende können in besonderen Härtefällen auch bei einer Vollzeit-Erwerbstätigkeit Erziehungsgeld erhalten.


Elterngeld


Für Geburten ab 1. Januar 2007 tritt das Elterngeld an die Stelle des bisherigen Erziehungsgeldes. Es ersetzt 67 Prozent des nach der Geburt des Kindes wegfallenden monatlichen Erwerbseinkommens bis maximal 1.800 Euro und beträgt auch für nicht erwerbstätige Elternteile mindestens 300 Euro. Für Geringverdiener, Mehrkindfamilien und Familien mit Zwillingen oder Drillingen wird das Elterngeld erhöht. Bei Kindern, die vor dem 1. Januar 2007 geboren werden, kann wie bisher Erziehungsgeld bezogen werden.

Wer bekommt das Elterngeld?


Das Elterngeld erreicht alle Eltern, die sich Zeit für ihr Neugeborenes nehmen und auf Einkommen verzichten. Teilzeittätigkeit neben dem Elterngeld bis zu 30 Stunden in der Woche ist möglich. Das Elterngeld wird an Vater und Mutter für maximal 14 Monate gezahlt, beide können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann höchstens zwölf Monate allein nehmen, zwei weitere Monate sind als Option für den anderen Partner reserviert. Das heißt: Zwölf Monate Elterngeld gibt es immer, wenn sich Eltern Zeit für die Betreuung ihres Kindes nehmen.

Wie errechnet sich das Elterngeld.


Die Leistung (das Elterngeld) beträgt 67 % des wegfallenden Nettoeinkommens. Mindestens werden jedoch 300,- Euro, höchstens 1800,- Euro (das sind 67 % von maximal 2700 Euro, die berücksichtigungsfähig sind) gezahlt, und zwar für einen Zeitraum, der mindestens die ersten 12 Lebensmonate des Kindes umfasst.Geringverdiener erhalten ein erhöhtes Elterngeld. Wenn das Nettoeinkommen vor der Geburt unter 1000 Euro monatlich lag, wird die Substitutionsrate von 67 % auf bis zu 100 % heraufgesetzt. Im einzelnen: für je 2 Euro, die das Einkommen unter 1.000 Euro liegt, steigt die Substitutionsrate um 0,1 Prozent.Bei einer Teilzeittätigkeit, die 30 Wochenstunden nicht übersteigen darf, erhält die vor der Geburt werden hierbei wiederum maximal 2.700 Euro angerechnet.

Einfache Formel

Elterngeld = Letztes Nettogehalt : 100 * 67
Alleinerziehende Beispiel Rechnung

Alleinerziehende mit einem Erwerbseinkommen von 2.400 Euro brutto vor der Geburt, bisher kinderlos:
Vor der Geburt des Kindes hatte der/die Antragsteller/in die Steuerklasse I.
Das für das Elterngeld maßgebliche Einkommen nach Abzug von Steuern, Sozialabgaben und Werbungskosten liegt bei etwa 1.450 Euro.
Nach der Geburt des Kindes besteht ein Anspruch auf Elterngeld in Höhe von 970 Euro.
Zusätzlich hat die Mutter einen Anspruch auf Wohngeld in Höhe von 120 Euro sowie Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz in Höhe von 125 Euro.
Mit dem Kindergeld beträgt das Familieneinkommen zusammen dann etwa 1.370 Euro im Monat.
Als echte Alleinerziehende erhält sie diese Leistung über 14 Monate.
Alleinerziehend und ALGII

Hat vor der Geburt des Kindes im ALG II mit Unterkunftskosten rund 750 Euro zur Verfügung. Nach der Geburt erhält sie ALG II für sich und ihr Kind mit Unterkunftskosten für einen Erwachsenen und Kind, also 1.090 Euro plus 300 Euro Mindestleistung Elterngeld für 12 Monate. Das sind insgesamt 1.390 Euro.

Das Kindergeld wird zusätzlich zum Elterngeld gezahlt. Beide Leistungen werden nicht gegeneinander aufgerechnet

Elternzeit


Für Eltern mit Kindern ab Geburtsjahrgang 2001 gilt:Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,die ihr Kind selbst betreuen und erziehen,haben bis zum Ende des 3.Lebensjahres des Kindes einen Rechtsanspruch auf Elternzeit (früher: Erziehungsurlaub).

Mutter und Vater können auch gleichzeitig Elternzeit nehmen.Mit Zustimmung des Arbeitgebers können sie bis zu einem Jahr der Elternzeit auf die Zeit zwischen dem 3.und dem 8.Geburtstag des Kindes übertragen. Wer Elternzeit nimmt, kann bis zu 30 Wochenstunden arbeiten (bei der gemeinsamen Elternzeit für Mutter und Vater jeweils bis zu 30 Stunden). In Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten besteht ein Anspruch auf Teilzeitarbeit,wenn im Einzelfall keine dringenden betrieblichen Gründe entgegenstehen. Während der Elternzeit darf der Arbeitgeber grundsätzlich nicht kündigen. Der Kündigungsschutz beginnt mit der Anmeldung der Elternzeit durch die Arbeitnehmerin oder den Arbeitnehmer, frühestens jedoch 8 Wochen vor deren Beginn. Die Anmeldefrist für die Elternzeit beträgt 6 Wochen, wenn sich die Elternzeit unmittelbar an die Geburt oder an die Mutterschutzfrist anschließen soll,und in anderen Fällen 8 Wochen.

Elternzeitanspruch besteht auch für Stiefeltern

Der Stiefelternteil kann die Elternzeit in Anspruch nehmen wenn :
  • er mit dem Kind in einem Haushalt zusammen lebt
  • er mit dem leiblichen Elternteil verheiratet ist
  • er mit dem leiblichen Elternteil in einer Lebenspartnerschaft lebt
  • er dieses Kind selbst betreut oder erzieht

Kindergeld


Das Kindergeld wird einkommensunabhängig entweder in Form einer Steuervergütung nach dem Einkommensteuergesetz oder nach dem Bundeskindergeldgesetz (in Sonderfällen) monatlich gezahlt. Es ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt und beträgt:

Anzahl KinderBetrag 2015Betrag 2016
für erstes und zweites Kindmonatlich 188 €190 €
für drittes Kindmonatlich 194 €196 €
für vierte und weitere Kindermonatlich 219 €221 €


Kindergeld gibt es für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr,für Kinder in Ausbildung bis zum 27. Lebensjahr, für Kinder ohne Arbeitsplatz bis zum 21.Lebensjahr und zeitlich unbegrenzt für Kinder,die wegen einer vor dem 27.Lebensjahr eingetretenen Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten. Das Kindergeld für ein Kind über 18 Jahre entfällt bei eigenem Kindeseinkommen (Einkünften und Bezügen, mit Ausnahmen) ab 7.680 € im Jahr.

Die Auszahlung des Kindergeldes erfolgt durch die Familienkassen der Arbeitsämter bzw. des öffentlichen Dienstes.

Das Kindergeld wird an die Person ausgezahlt, in deren Obhut sich das Kind befindet. Lebt das Kind bei beiden verheirateten oder nicht verheiratet zusammenlebenden Eltern, können diese bestimmen, wer von ihnen das Kindergeld erhalten soll.

Kindergeld (Besonderheiten bei Alleinerziehenden)


Das Kindergeld wird an die Alleinerziehenden ausgezahlt. Bei dem barunterhaltspflichtigen Elternteil mindert sich die Unterhaltspflicht grundsätzlich um den ihm zustehenden Anteil am Kindergeld.

Alternativ zum Kindergeld werden steuerliche Freibeträge für Kinder
berücksichtigt, die sich wie folgt auf die Eltern aufteilen:
  • Jedem Elternteil steht ein Kinderfreibetrag in Höhe von 2.256 € und ein Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung in Höhe von 1.320 € zu.
  • Der volle Kinderfreibetrag von 4.512 € sowie der volle Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung von 2.640 € werden bei einem Elternteil berücksichtigt, wenn der andere Elternteil verstorben oder nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist.
  • Der betreuende Elternteil kann den Antrag stellen,dass der dem anderen Elternteil zustehende Kinderfreibetrag auf ihn übertragen wird, wenn der andere, zur Unterhaltszahlung verpflichtete Elternteil seine Unterhaltsverpflichtung zu weniger als 75 % erfüllt. Es wird dann der volle Kinderfreibetrag von 7.152 € berücksichtigt.

Bei Alleinerziehenden wird auf Antrag der volle Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung von 2.160 € berücksichtigt, wenn das minderjährige Kind bei dem anderen Elternteil nicht gemeldet ist.

Auf Großeltern können der Kinderfreibetrag sowie der Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung übertragen werden, wenn sie das Kind in ihren Haushalt aufgenommen haben. Entsprechendes gilt für die Übertragung auf einen Stiefelternteil.

Weitere Informationen und Tipps zum Thema Kindergeld


Siehe Link >> http://www.klicktipps.de/kindergeld.php

Kinderzuschlag


Alleinerziehende und Elternpaare haben Anspruch auf Kinderzuschlag für ihre unverheirateten, unter 25 Jahre alten Kinder, die in ihrem Haushalt leben, wenn
  • für diese Kinder Kindergeld bezogen wird,
  • die monatlichen Einnahmen der Eltern die Mindesteinkommensgrenze erreichen,
  • das zu berücksichtigende Einkommen und Vermögen die Höchsteinkommensgrenze nicht übersteigt und
  • der Bedarf der Familie durch die Zahlung von Kinderzuschlag gedeckt ist und deshalb kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II/Sozialgeld besteht.

Die Mindesteinkommensgrenze beträgt für Elternpaare 900 Euro, für Alleinerziehende 600 Euro. Den Kinderzuschlag können Eltern nur dann beanspruchen, wenn ihre monatlichen Einnahmen in Geld oder Geldeswert (z. B. Bruttoeinkommen aus Erwerbstätigkeit, Arbeitslosengeld I, Krankengeld etc.) die jeweilige Mindesteinkommensgrenze erreichen.

Gleichzeitig darf das zu berücksichtigende Einkommen und Vermögen (Bruttoeinkommen und –vermögen gemindert um etwaige Abzugsbeträge) die Höchsteinkommensgrenze nicht übersteigen. Die Höchsteinkommensgrenze setzt sich aus dem elterlichen Bedarf im Sinne der Regelungen zum Arbeitslosengeld II und dem prozentualen Anteil an den Wohnkosten (Bemessungsgrenze) sowie dem Gesamtkinderzuschlag zusammen.

Ein gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld II/Sozialgeld beziehungsweise Leistungen der Sozialhilfe und Kinderzuschlag ist nicht möglich.

Die Höhe des Kinderzuschlages bemisst sich nach dem Einkommen und Vermögen der Eltern und der Kinder; er beträgt
  • bis 30.06.2016 höchstens 140 Euro/Monat je Kind
  • ab 01.07.2016 höchstens 160 Euro/Monat je Kind

und wird zusammen mit dem Kindergeld monatlich gezahlt.

Zusätzlich können Bezieher von Kinderzuschlag für ihre Kinder auch Leistungen für Bildung und Teilhabe erhalten.

Im Einzelnen kommen hierbei folgende Leistungen in Betracht:
  • eintägige Ausflüge von Schule oder Kindertagesstätte,
  • mehrtägige Klassenfahrten von Schule oder Kindertagesstätte,
  • Ausstattung mit persönlichem Schulbedarf
  • Beförderung von Schülerinnen und Schülern zur Schule,
  • angemessene Lernförderung,
  • gemeinschaftliche Mittagsverpflegung in der Schule, Kindertagesstätte oder Hort sowie
  • Leistungen für die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft

Die Bildungs- und Teilhabeleistungen sind bei der zuständigen kommunalen Stelle zu beantragen. Dort erhalten Sie auch entsprechende Antragsvordrucke.

Kinderzuschlag ist ausschließlich bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit zu beantragen. Sie ist auch für die Bearbeitung zuständig. Dies gilt gleichermaßen für Angehörige des öffentlichen Dienstes. Über den Antrag auf Kinderzuschlag entscheidet die Familienkasse durch schriftlichen Bescheid.

Bei Fragen zur Antragstellung und zu ihrem konkreten Einzelfall wenden Sie sich am besten persönlich an die für Ihren Wohnort zuständige Familienkasse.

Stand01.02.2016

Steuerliche Freibeträge für Kinder


Der Kinderfreibetrag beträgt 4.512 € . Der Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung beläuft sich auf 2.640 € . Wie beim Kindergeld gilt auch bei den Freibeträgen für Kinder das Monatsprinzip.

Der Kinderfreibetrag und der Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung werden nur in den Fällen wirksam, in denen das gezahlte Kindergeld die steuerliche Freistellung von Einkommen in Höhe des sächlichen Existenzminimums eines Kindes und des berücksichtigten Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarfs nicht vollständig herbeiführt. Dies ist regelmäßig nur bei höheren Einkommen der Fall. Der Kinderfreibetrag und der Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung werden in diesen Fällen nachträglich bei der Veranlagung zur Einkommensteuer vom Finanzamt berücksichtigt. Dabei wird das im Veranlagungszeitraum (i.d.R.Vorjahr)gezahlte Kindergeld verrechnet. Die Freibeträge für Kinder mindern auch die Höhe des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer. Deshalb ist es für Eltern von Kindern über 18 Jahre weiterhin von Bedeutung, die Zahl der Kinderfreibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen. Bei getrennt Lebenden, Geschiedenen sowie Eltern nichtehelicher Kinder bleibt es bei der grundsätzlichen Halbteilung des Kinderfreibetrages und des Freibetrages für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung.

Für Kinder unter 14 Jahren wird ab 2002 außerdem ein Abzug für nachgewiesene erwerbsbedingte Betreuungskosten von 1.500 € zugelassen,soweit diese Betreuungskosten einen Betrag von 1.548 € übersteigen. Bei Alleinerziehenden, die den halben Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung erhalten, setzt der Kinderbetreuungskostenabzug bei nachgewiesenen Kosten von mehr als 774 € ein und ist bis zu einem Höchstbetrag von 750 € möglich.
Erwerbsbedingt bedeutet, dass entweder der allein erziehende Elternteil oder bei zusammenlebenden Elternteilen eines Kindes beide Elternteile erwerbstätig sein müssen.

Für volljährige Kinder,die sich in Ausbildung befinden und auswärtig untergebracht sind, kann zur Abgeltung eines Sonderbedarfs ein Freibetrag von bis zu 924 € je Kalenderjahr abgezogen werden.

Kinderbetreuung und Haushaltshilfe


Es gibt Kinderbetreuungsangebote in Krippen, Kindergärten und Horten sowie durch eine Tagespflegeperson ("Tagesmutter"). Die anfallenden Elternbeiträge sind sozial gestaffelt; sie können im Bedarfsfall vom Jugendamt ganz oder teilweise übernommen werden. Jedes Kind hat ab dem 3.Geburtstag bis zum Schuleintritt einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.

Mütter und Väter in der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten eine Haushaltshilfe, wenn ihnen insbesondere wegen einer Krankenhausbehandlung oder Kur die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist. Voraussetzung ist, dass im Haushalt ein Kind lebt,das das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert oder auf Hilfe angewiesen ist. Kann die Krankenkasse keine Haushaltshilfe stellen, werden den Versicherten die Kosten für eine selbst beschaffte Haushaltshilfe in angemessener Höhe erstattet (nicht für Verwandte und
Verschwägerte bis zum zweiten Grad).

Wenn ein Elternteil aus gesundheitlichen Gründen ausfällt, kann das Jugendamt eine Haushaltshilfe stellen oder andere vorübergehende Hilfen zur Versorgung und Betreuung von Kindern leisten. Hilfen zur Weiterführung des Haushalts bieten auch die Sozialen Dienste (u.a.Sozialstationen, Haus- und Familienpflege, Nachbarschaftshilfekreise) an.

Freistellung von der Arbeit zur Pflege kranker Kinder


Berufstätige Mütter und Väter in der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf Freistellung von der Arbeit zur Pf ege eines kranken Kindes, das das 12.Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist:

BetroffeneTage
Elternpaarepro Jahr, Kind und Elternteil 10 Tage – bei mehreren Kindern maximal 25 Tage je Elternteil
Alleinerziehendepro Jahr und Kind 20 Tage – bei mehreren Kindern maximal 50 Tage


Besteht kein Anspruch auf bezahlte Freistellung, zahlt die gesetzliche Krankenkasse das Krankengeld, wenn auch das Kind in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist und im Haushalt keine andere Person lebt, die die Betreuung des Kindes übernehmen kann.

Unterhaltsvorschuss


Alle Alleinerziehenden,die vom anderen Elternteil keinen Unterhalt oder nicht mindestens Unterhalt in Höhe des Regelbetrags nach der Regelbetrag-Verordnung für ihre Kinder bekommen, erhalten Unterhaltsvorschuss (auch bei ungeklärter Vaterschaft). Ein gerichtliches Unterhaltsurteil ist nicht nötig. Die Unterhaltsvorschussleistung berechnet sich nach der Höhe des Regelbetragssatzes abzüglich der Hälfte des Kindergeldes für erste Kinder. Nach Abzug des halben Erstkindergeldes ergeben sich ab dem 1.7.2017* folgende Unterhaltsvorschussbeträge:

Alter des KindesUnterhaltsvorschuss
bis 6 Jahre150 € monatlich
6-11 Jahre201 € monatlich
12-17 Jahre268 € monatlich


*ab 01.07.2017 entfällt die Höchstbezugsdauer von 72 Monaten und die Altersgrenze von 12 Jahren.


Siehe auch die ausführlichen Informationen im Bereich Gesetze.

Haushaltsfreibetrag


Der Haushaltsfreibetrag für Alleinstehende mit Kindern beträgt 2.340 Euro in den Jahren 2002 und 2003 und 1.188 Euro im den Jahr 2004 und wird ab 2005 völlig aufgehoben.

Ursprünglich sollte nur anspruchsberechtigt sein, wer schon im Jahr 2001 den Haushaltsfreibetrag erhalten hat und die Voraussetzungen auch im Veranlagungszeitraum noch erfüllt.

!!Aber die VAMV-Kampagne 'Ich bin kein Single' gegen die Streichung des Haushaltsfreibetrags (an der sich auch verwitwet.de e.V. beteiligt hat) hat einen politischen Erfolg erzielt. Von der Regierung hat eine Gesetzesänderung zum 1. Juli 2002 vorgenommen: Rückwirkend zum 1. Januar werden alle Alleinerziehenden in die Steuerklasse 2 eingestuft. Es gibt dann keine Fälle mehr, die in Steuerklasse 1 bleiben. Wer schon Steuerklasse 1 auf seiner Lohnsteuerkarte eingetragen hat, kann diese sofort ändern lassen.

Ergänzung für die Steuer 2004: Bei Alleinerziehenden wurde der bisherige Haushaltsfreibetrag durch einen so genannten Entlastungsbetrag für Alleinerziehende ersetzt, der sich auf 1.308 Euro beläuft. Da die Voraussetzungen für die Gewährung des Entlastungsbetrags im vergangen Jahr mehrfach geändert worden sind, müssen Alleinerziehende genau prüfen, ob sie diesen Abzugsbetrag beanspruchen können.

Der Entlastungsbetrag wird Alleinerziehenden gewährt, zu deren Haushaltsgemeinschaft mindestens ein Kind gehört für das ein Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibetrag besteht und das Kind mit Haupt- oder Nebenwohnung beim Alleinerziehenden gemeldet ist. Ist ein Kind mit Haupt- und Nebenwohnsitz bei mehreren Steuerzahlern gemeldet, dann erhält derjenige den Entlastungsbetrag, der das Kindergeld bekommt.

Als alleinstehend gelten dabei Steuerzahler, die nicht die Voraussetzungen für das Splittingverfahren erfüllen oder verwitwet sind. Es darf auch keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person bestehen, es sei denn, es handelt sich um Kinder, für die dem Steuerzahler Kindergeld oder ein Kinderfreibetrag zusteht oder um Kinder, die Wehr- oder Ersatzdienst leisten oder als Entwicklungshelfer tätig sind. Ist die andere Person in der Wohnung des Steuerzahlers gemeldet, dann wird vermutet, dass sie mit dem Steuerzahler eine Haushaltsgemeinschaft bildet. Diese Vermutung ist widerlegbar. Dies ist allerdings ausgeschlossen, wenn eine eheähnliche Gemeinschaft oder eine eingetragene Lebensgemeinschaft vorliegt. Quelle: http://www.steuerzahler.de !!

Sozialhilfe


Alleinerziehende, die wegen Kinderbetreuung nicht berufstätig sein können und denen keine anderen Mittel ausreichend zur Verfügung stehen, haben Anspruch auf Sozialhilfe. Sie erhalten einen Mehrbedarfszuschlag zum Sozialhilfe-Regelsatz:
  • 40 % mit einem Kind unter 7 Jahren oder mit 2 oder 3 Kindern unter 16 Jahren,
  • 60 % mit 4 oder mehr Kindern unter 16 Jahren.

Kinder unter 7 Jahren, die bei Alleinerziehenden wohnen, erhalten 55 % des Regelsatzes für den Haushaltsvorstand (statt 50 %).

Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts


Mütter und Väter,die allein für ein Kind sorgen,haben Anspruch auf Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge. Dies gilt auch für die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen. Eltern, andere Umgangsberechtigte sowie Personen, in deren Obhut sich das Kind befindet, haben Anspruch auf Beratung und Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechts.

Letzte Änderung am 18.5.2017, 13:19 von Oliver
Autoren: Oliver, lobbo




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