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Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren

Einleitung


Durch den plötzlichen Verlust des Partners oder auch die lange Phase der Pflege eines kranken Partners kann es zu psychosomatischen /körperlichen Störungen bei dem hinterbliebenen Partner kommen, z. B. Schlaflosigkeit, allgemeine Erschöpfungszustände, Rückenschmerzen etc. Wenn hier durch andere Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge oder Medizin keine Erfolge erzielt werden können, sollte man vielleicht daran denken, eine Kur zu beantragen, bei der man die Kinder mitnehmen kann. Möglich ist auch, dass die Kinder krank sind und eine Begleitperson für einen Kuraufenthalt benötigen. Es gibt auch Kind-Mutter bzw. Kind-Vater-Kuren, bei denen vorrangig die Gesundheit des oder der Kinder im Vordergrund stehen.

Es gibt sowohl Vorsorge- als auch Rehabilitationskuren.

Die Notwendigkeit einer Mutter-Kind-Kur muss stets vom Arzt bescheinigt werden. Das heißt, wenn bestimmte gesundheitliche Störungen vorliegen (z. B. eher psychische Probleme oder auch körperliche Störungen) wird entscheiden, welches Kurheim am besten geeignet ist.

Was sicher nur wenige wissen, auch Väter können zur Kur! Obwohl die Bezeichnung 'Muttergenesungskur' dies nicht aussagt, Kuren für Väter werden nach denselben Grundsätzen wie Kuren für Mütter gewährt!

Im folgenden werden allgemeine Informationen dargestellt, die auch auf den untenstehenden Webseiten zu finden sind. Es besteht kein Anspruch auf die Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der Informationen, sondern es soll – so gut wie möglich – ein erster Überblick verschafft werden.

Wer kann eine solche Kur machen bzw. beantragen?


Zur Zielgruppe gehören Frauen/Männer, die Kinder erziehen oder erzogen haben, wobei Anzahl der Kinder, Herkunft, Religion oder soziale Stellung keine Rolle spielen.

Es gibt sehr unterschiedliche Situationen, die belastend sind und die Gesundheit von Müttern/Vätern und/oder der Kinder negativ beeinflussen.

Meist sollte ein Mindestalter der Kinder von 2 Jahren erreicht sein.

Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit eine Kurmaßnahme gewährt wird?


Eine Mutter-/Vater-Kind-Kur kann aus
  • medizinischen
  • sozialen und/oder
  • psychischen Gründen

beantragt werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, warum eine Kur nötig sein kann:
  • Mutter (bzw. Vater) und Kind sind kurbedürftig, wobei das Kind in der in frage kommenden Klinik ebenfalls behandelt werden kann,
  • Mutter/Vater ist kurbedürftig und eine Trennung wäre unzumutbar, da daraus psychische Schäden entstehen würden oder das/die Kind/er können während des Kuraufenthalts nicht versorgt werden,
  • Kind ist kurbedürftig und aufgrund des Alters des Kindes ist eine Durchführung der Kurmaßnahme ohne Begleitperson nicht möglich.

Nach rechtlichen Gesichtspunkten (Sozialgesetzbuch) unterscheidet man:

Vorsorgekuren (§ 24 SGB V):

Diese sollen entweder:
  • Schwächungen der Gesundheit , die in absehbarer Zeit zu einer Erkrankung führen würden, beseitigen,
  • der Gefährdung der Gesundheit eines Kindes entgegenwirken,
  • Pflegebedürftigkeit vermeiden.

Im Vorsorgebereich ist vor allem die psychosoziale Situation der Mutter/des Vaters ein Grund für eine solche Maßname, da dadurch eine gesundheitliche Gefährdung entstehen bzw. vorhanden sein kann, die sich in Befindlichkeitsstörungen äußert. Bei Kindern geht es meist um eine Vermeidung der vorhandenen Schwächung der Gesundheit .

Rehabilitationskuren (§ 41 SGB V):

Diese sollen
  • eine bereits eingetretene Erkrankung heilen,
  • eine solche bessern
  • oder deren Verschlechterung verhindern.

Bei Müttern/Vätern hat hier eine psychosoziale Problemsituation bereits zu manifesten Krankheitserscheinungen geführt, die sich in körperlicher Schädigung, Fähigkeitsstörungen und/oder sozialer Beeinträchtigung zeigen.

Bei Kindern ist eine Erkrankung vorhanden bzw. ergeben sich Folgen aus einem Krankheitsbild.

Bei Mutter-Kind- Bzw. Vater-Kind-Kuren handelt es sich in der Regel um Vorsorgekuren.

Wie wird ein Kurantrag auf eine Mutter-Kind bzw. Vater-Kind-Kur gestellt?


Bei der Vorgehensweise sind zwei Varianten möglich:

Variante I:

Man beantragt bei der Krankenkasse oder den Wohlfahrtsverbänden Vordrucke für ärztliche Atteste. Vor Beantragung der Kurmaßnahme sucht man den Hausarzt oder Kinderarzt auf und schildert die gegebene Situation. Dies ist zwingend notwendig. Diese/r führt die erforderlichen ärztlichen Untersuchungen durch und füllt die Atteste aus, wobei er/sie präzise begründet, weshalb eine Kur notwendig ist. Diese ausgefüllten Atteste schickt man an einen Wohlfahrtsverband, der sich dann darum kümmert, dass ein Kurantrag gestellt wird (über den zuletzt die Krankenkasse entscheidet) . Oder man wendet sich mit den ausgefüllten Attesten direkt an die Krankenkasse, um eine Kur zu beantragen, wobei einem ein/e zuständige/r Sachbearbeiter/in helfen kann.

Variante II:

Man wendet sich zuerst an einen Wohlfahrtsverband bzw. Kurberatungs- und Vermittlungsstelle, um sich allgemein über die Möglichkeiten einer Kur zu informieren.

Im Falle einer Ablehnung des Kurantrags durch die Krankenkasse kann man dagegen Widerspruch einlegen, damit der Antrag erneut geprüft wird. Ggf. ist dann eine persönliche Vorstellung beim medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) erforderlich, der dann die Notwendigkeit der Kur in einem Gespräch beurteilt.

Wie lange wird eine solche Kur durchgeführt?


In der Regel dauert eine Mutter-Kind bzw. Vater-Kind-Kur 3 Wochen. Bei Bedarf kann aber – in der Kur (und nicht vorher) - bei der zuständigen Krankenkasse eine Verlängerungswoche beantragt werden.

Meist bieten die Wohlfahrtsverbände auch ergänzende Maßnahmen nach der Kur an, z. B. kreative Angebote, Gesprächsrunden etc.

Wie sieht es mit den Kosten einer Kur aus?


Das Sozialgesetzbuch (SGB) regelt die Kostenübernahme durch die Krankenkasse, d. h. in der Regel übernehmen die Kassen die vollständigen Kurkosten abzüglich der gesetzlichen Eigenbeteiligung oder zahlen einen in der Satzung vorhergesehenen Zuschuss zu den Kurkosten. Seit dem 01.07.1997 besteht ein neues Gesetz, nachdem die Eigenbeteiligung geregelt wird:
Bei allen Kuren nach dem Sozialversicherungsrecht verlangt der Gesetzgeber von den Patienten eine finanzielle Selbstbeteiligung.
Bei stationären Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen (Reha) ist eine tägliche Zuzahlung von 10 Euro zu leisten. Dafür sind die übrigen Leistungen frei.
Bei ambulanten Vorsorgemaßnahmen in Kurorten (früher: "Offene Badekur") sind folgende Zahlungen fällig:

* 10 Euro für die vorgeschriebene Konsultation des Kur- oder Badearztes
* 10 Prozent der Kosten der verordneten Kurmittel plus 10 Euro pro Rezept.
Um Rezeptgebühren zu sparen, ist es daher günstig, sich alle Anwendungen vom Arzt auf einem Rezept verordnen zu lassen.

Für die insgesamt von Ihnen zu tragende Zuzahlung gibt es eine Obergrenze. Sie liegt grundsätzlich bei zwei Prozent des Brutto-Familieneinkommens, bei schweren chronischen Krankheiten bei einem Prozent. Zum Brutto-Familieneinkommen gehören alle Einkünfte des Versicherten und der in seinem Haushalt lebenden Angehörigen. Lassen Sie sich deshalb von Ihrer Krankenkasse ausrechnen, welche Kosten maximal auf Sie zukommen.

Urlaubstage dürfen auf Müttergenesungskuren nicht angerechnet werden (siehe auch unten : "Berufstätige").

Einkommenschwache und die Zuzahlung


Einkommensschwache Mütter, die eine Mütter- oder Mutter-Kind-Kurmaßnahme benötigen, gibt es die Möglichkeit der Reduzierung des gesetzlichen Eigenanteils. Für eine dreiwöchigen Vorsorge- oder Rehamaßnahme für Mütter oder Mutter-Kind einheitlich beträgt der Eigenanteil 220 Euro.

Hartz IV-Bezieherinnen und Sozialhilfeempfängerinnen mit einem oder mehreren Kindern können zu Jahresbeginn ca. 86 Euro vorab an die Krankenkasse zahlen und wären damit von sämtlichen Zuzahlungen für Gesundheitskosten im Jahresverlauf befreit also auch vom Eigenanteil bei Kurmaßnahmen, von den gesetzlich vorgeschrieben 220,- Euro.
Sollte keine Vorabzahlung geleistet worden sein können die zuviel gezahlten Beträge erst im darauf folgendem Jahr erstattet werdern.


Was muss ich als Berufstätige/r beachten?


Vom Arbeitgeber dürfen für eine Kur keine Urlaubstage angerechnet werden. Die Kur hat den Zweck, die Gesundheit des Arbeitnehmers zu erhalten bzw. wiederherzustellen und ist deshalb kein Urlaub.

Wichtig ist eine Information (beim Betriebsrat oder Arbeitgeber) darüber, ob im Krankheitsfall die Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber gekürzt wird. Dann trifft dies auch für die Kurzeit zu, d. h. im Falle einer tariflichen Kürzung der Lohnfortzahlung um 20% erhalten auch berufstätige Mütter/Väter während der Kur nur 80% ihres Lohnes oder Gehaltes (Bundesurlaubsgesetz § 10, Abs. 3).

Welches Kurhaus ist das richtige?


Die Auswahl der Kurklinik hängt davon ab, welche gesundheitlichen Gefährdungen/Beeinträchtigungen der Arzt attestiert hat, da bestimmte Kurhäuser sich auf bestimmte Krankheitsbilder spezialisiert haben. Man kann den/die Sachbearbeiter/in der Krankenkasse danach befragen oder sich bei den Wohlfahrtsverbänden Broschüren über verschiedene Kurhäuser beschaffen.

Freie Wahl der Kurklink



Sie können selbständig auswählen, in welcher Mutter-Vater-Kind- Kureinrichtung Sie Ihren Kuraufenthalt durchführen möchten, sofern diese Fachklinik die medizinischen Voraussetzungen zur Behandlung der vorliegenden Erkrankungen erfüllt und die von Ihnen gewählte Klinik über die Anerkennung nach §§ 24 und 41 SGB V verfügt.

Sozialgesetzbuch Fünftes Buch Gesetzliche Krankenversicherung
§ 41 Medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter
http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/05/index.php?norm_ID=0504100

§ 24 Medizinische Vorsorge für Mütter und Väter
http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/05/index.php?norm_ID=0502400


Wie oft kann ich eine Kur beantragen?



Der Anspruch auf eine Kur besteht alle 4 Jahre.


Widerspruch Musterbrief


Und weitere Musterbriefe unter
http://muvakiku.lobbo2007.bplaced.net/index.php?option=com_content&view=article&id=20&Itemid=17

Wo bekomme ich weitere Informationen bzw. Attestvordrucke etc.?


Allgemein gilt. Wenn man eine Mutter-Kind oder Vater-Kind-Kur beantragen will, kann man sich an folgende Verbände wenden:

Caritas
Bundesverband Katholischer Vorsorge- und
Rehabilitationseinrichtungen für Kinder und Jugendliche e.V.
Karlstraße 40
79104 Freiburg
Geschäftsführerin Brunhilde Mayer
Tel. (0761) 200 - 0
Fax (0761) 200 - 671
eMail:

Diakonisches Werk
Hauptgeschäftsstelle Stuttgart Stafflenbergstraße 76,
70184 Stuttgart
Telefon: 0711 / 2159 0
Telefax: 0711 / 2159 288
e-mail

allg. Emailadresse des Diakonischen Werkes

Arbeiterwohlfahrt (AWO):
Oppelner Str. 130
53119 Bonn
Tel. 0228 6685 0
Postfach 41 01 63
53023 Bonn
Fax 0228 6685 209
AWO Bundesverband e.V. –

Deutsches Rotes Kreuz
DRK-Generalsekretariat -
Friedrich-Ebert-Allee 71
53113 Bonn

Paritätischer Wohlfahrtsverband:
Der PARITÄTISCHE Gesamtverband e.V.
Heinrich-Hoffmann-Str. 3
60528 Frankfurt am Main
Telefon 069 / 6706-0
Telefax 069 / 6706-204

Jeweilige Krankenkasse

Allgemeine Informationen /Auskünfte gibt es bei:

Elly-Heuss-Knapp-Stiftung
Deutsches Müttergenesungswerk
Postfach 12 60
90544 Stein / Mittelfranken
Tel.: 0911/6 88 70 17
http://www.muettergenesungswerk.de

NRW-Heilbäderverband
Kaiserstr. 14
59505 Bad Sassendorf
Tel. 0130/72 62 92.

Mutter-Kind-Hilfswerk e.V.
Millberger Weg 1
D-94152 Neuhaus am Inn
Tel.: 08503-91 49 -0
Fax : 08503-91 49 20
Infotelefon: 0800-8 50 33 44 (kostenloses Infotelefon)

Wo sind im Internet Informationen zum Thema Mutter-Kind bzw. Vater-Kind-Kur zu finden?


Unter folgenden Webadressen findet man weiterführende Informationen zu diesem Thema:

Müttergenesungswerk - http://www.muettergenesungswerk.de/
Mutter-Kind-Hilfswerk - http://www.mutter-kind-hilfswerk.de/
Mutter bzw. Vater-Kindkuren an der Ostsee (AWO) - http://www.awosano.de/Neu/MkkAll.html
Kur und Reha GmbH des Paritätischen Wohlfahrtverbandes BW - http://www.kur.org/
Kurberatung - http://www.kurberatung.de/
Kurklinik für Mutter-/Vater-Kind-Kuren - http://www.haenslehof.de/
Deutscher Arbeitskreis für Familienhilfe e.V. - http://www.ak-familienhilfe.de/kur/wege_zur_kur.html
Muvakiku das Kurinfoportal - http://www.muvakiku.de

Letzte Änderung am 29.8.2012, 11:32 von lobbo
Autoren: Oliver, lobbo




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