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Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 16:34.

  Re: Interessant

    Der Thread endet, wie fast alle langen Threads hier enden und die "üblichen Verdächtigen" mitschreiben - leider!

    Zum Schluß kommt dann häufig, die Ü70er fühlen sich unverstanden, bevormundet, belehrt, nicht gesehen in ihrem Leid...
    Mir macht der Austausch hier auch keinen Spaß, deswegen nehme ich jetzt meinen Mantel.

    Sansibar









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Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Mittwoch, 10.Oktober.2018, 21:08.

  Interessant


Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Donnerstag, 11.Oktober.2018, 15:09.

  Re: Interessant

    Sehenswerter Beitrag
    *
    In der Tat.

    U.a. wird gefragt:

    „Unter Psychologen ist die Arbeit in Trauergruppen nicht unumstritten. Hilft sie den Trauernden wirklich, ihre Gefühle besser zu bewältigen? Oder verlängert sich die Trauerzeit sogar, weil alle Gespräche um den Verlust des geliebten Menschen kreisen?“

    Ich meine, dass Trauergruppen (oder Trauerforen) den Trauernden wirklich helfen. Zwar nicht unbedingt dabei, ihre Gefühle besser zu „bewältigen,“ aber dabei, mit ihren Gefühlen besser umzugehen, sodass diese Gefühle nicht mehr nur erlitten werden müssen. Dass dadurch die Trauerzeit möglicherweise verlängert wird, muss man in Kauf nehmen, was aber auch vertretbar ist, weil die um den Verlust des geliebten Menschen kreisenden Gespräche oder Diskussionsbeiträge ja nicht für die Katze sind.



Beitrag von eletu (19 Beiträge) am Donnerstag, 11.Oktober.2018, 17:42.

  Re: Interessant


    Hallo Sansibar

    vielen Dank für diesen Tipp. Habe mir gestern Abend den Beitrag noch angesehen ,den ich ebenfalls als Sehenswert einstufe und mir persönlich einige Denkansätze gegeben hat.

    Herzlichst Gabi

Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Donnerstag, 11.Oktober.2018, 19:53.

  Re: Interessant

    Durch die strikte Vorgabe, wie ein Trauerprozess durchlaufen wurde, hatten unsere Vorfahren nach einem Jahr abgeschlossen. Die Aussage fand ich höchstinteressant. Spinnen wir alle mit unserem Individualismus bzw. tut uns das gar nicht gut?
    Nur weiss ich nicht, wie der Herr Professor das herausgefunden haben will, dass dem wirklich so war.

    Ich war selbst nicht in einer Trauergruppe, aber ich weiss, dass unsere hiesige sich nur einmal im Monat trifft. Das finde ich jetzt nicht besonders oft. In den anderen drei Wochen hört die Verarbeitung ja nicht auf und ich weiss auch, dass die Leute einfach nicht mehr hingehen, wenn sie sich gut fühlen. Alles recht zwanglos, so wird das zumindest hier gehandhabt.

    Sansibar

Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Donnerstag, 11.Oktober.2018, 21:34.

  Re: Interessant

    Durch die strikte Vorgabe, wie ein Trauerprozess durchlaufen wurde, hatten unsere Vorfahren nach einem Jahr abgeschlossen. Die Aussage fand ich höchstinteressant. Spinnen wir alle mit unserem Individualismus bzw. tut uns das gar nicht gut?

    Liebe Sansibar,

    da wurde ich auch stutzig. Aber Prof. Sörries kommt ja von der Theologie her, da mag das als These angehen. Wörtlich sagte er:

    "Früher boten die Trauerrituale ein festes Geländer, an dem ich entlang gegangen bin. Und in aller Regel hat dieses Geländer dazu geführt, dass die Trauer tatsächlich dann nach einem bestimmten Zeitpunkt, spätestens nach dem Trauerjahr auch abgeschlossen war.

    Aber dieses Geländer haben wir doch weitestgehend aufgegeben, zugunsten dieser Multioptionalität, und das ist wahrscheinlich etwas, was auch heute Trauern schwieriger macht, als es bei unseren Eltern und Großeltern der Fall gewesen ist."

    Das halte ich für kühn. Dass es früher mehr überkommene Rituale gab als heute, an denen man sich festgehalten haben mag, wie an einem Geländer, mag ja sein. Aber dass die Trauer unserer Eltern und Großeltern spätestens nach dem Trauerjahr auch tatsächlich abgeschlossen war, ist m.E. eine Fiktion. Woher will er das denn wissen? Weiß er, wie sich die Menschen damals nach dem Trauerjahr fühlten? Es mag sein, dass es eine gesellschaftlich und/oder kirchlich abverlangte Konvention des Inhalts gab, dass nach einem Jahr mit der Trauer Schluss sein müsse, gerne auch früher. Und es mag auch sein, dass viele Trauernde nach einem Jahr so taten, als wären sie mit ihrer Trauer fertig, schon um nicht als schwach zu gelten und womöglich diskriminiert oder stigmatisiert zu werden. Aber wie sich die Menschen damals nach einem Jahr WIRKLICH fühlten, steht auf einem anderen Blatt. Ich vermute mal, nicht viel anders als wir.

    Was mir allerdings richtig zu sein scheint, ist, dass man früher mehr feste Rituale hatte und vermutlich GLAUBTE, dass sie auch gelebt werden müssten, um die Trauer hinter sich lassen zu können. Insofern hat Sörries schon recht, wenn er im Vergleich dazu von einer "Multioptionalität" spricht, die wir heute im Umgang mit der Trauer haben. Das ist aber keineswegs schlechter als die alten Rituale, sondern sehr im Gegenteil, finde ich. Dadurch, das wir heute offen so trauern können, wie wir es für richtig halten, kommen wir, glaube ich, sogar besser zurecht als unsere Altvorderen. Anderenfalls hätte es ja auch keinen Grund gegeben, sich von den alten Ritualen, wie z.B. soundsoviele Totenmessen lesen zu lassen, zu entfernen.

    LG, conny2

Beitrag von Ullili (83 Beiträge) am Donnerstag, 11.Oktober.2018, 23:28.

  Re: Interessant

    Meine Schwiegermutter hat ihren Mann im Alter von 35 Jahren verloren und hat bis zu ihrem Tod getrauert - nicht laut, aber immer spürbar.
    In meiner direkten Familie gab es in den vergangenen Jahrzehnten viele Verluste und keiner!! der Hinterbliebenen hat die Trauer nach einem Jahr verarbeitet, geschweige abgeschlossen.
    Trauer ist ein langer Prozess und ich bin froh, dass wir unsere Trauer nicht verstecken müssen (das musste ich als Kind).
    Ich weiß nicht, woher Professor Sörries diese Erkenntnisse hat....

Beitrag von everest (599 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 10:45.

  Re: Interessant

    Guten Morgen,

    Die für mich wichtigste Frage in diesem Zusammenhang: Wann ist Trauer abgeschlossen?

    Die meisten Menschen sagen, dass sie ihr Leben lang trauern (werden). Und hier bekommt die Frage nach der Definition von Trauer eine wesentliche Bedeutung. Die Trauer als negative und belastende Empfindung ist meines Erachtens zeitlich begrenzt und geht dann über in das Gedenken und in die positive Erinnerung an den Verstorbenen - sicherlich in einem fliessenden Übergang, was ich nicht mehr als Trauer bezeichnen würde.

    Eine Frage, die mich mir immer wieder stelle, wie auch der Autor: Könnte die zeitlich unbegrenzte mögliche Auseinandersetzung mit Tod und Trauer in Trauerportalen oder Trauergruppen neben den durchaus positiven auch negative Konsequenzen für die Betroffen haben? Manchmal bin ich mir da unsicher (salopp: „Schmoren im eigenen Saft“), zumal auch dort bestimmte Rituale und „Verhaltensregeln“ herrschen bzw. erwartet werden.

    Beste Grüße
    everest



    *** editiert von everest am Freitag, 12.10.2018, 10:48 ***

Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 11:31.

  Re: Interessant

    Meine Eltern und auch meine Großeltern, sind nach meinem Empfinden natürlicher mit dem Tod umgegangen. Ob sie deswegen kürzer getrauert haben, weiss ich nicht. Aber es fühlte sich anders an als heute.
    Für mich war es als Kind völlig normal, dass der Sonntagsspaziergang auch über den Friedhof führte und ich mochte das. Dort wurde sich erinnert an "unsere" Verstorbenen und es war meistens gar nicht traurig, sondern oft amüsant, wegen der vielen Anekdoten.
    Wenn ich meine Großeltern besuchte, war es selbstverständlich, dass wir immer auch die Verstorbenen besuchten. Das waren nicht nur Verwandte, sondern auch Nachbarn und Freunde.

    Wahrscheinlich ist mir deswegen das Grab meines Mannes auch so wichtig und eine einzige von meinen Freundinnen, empfindet die Friedhofsspaziergänge genauso "normal" wie ich. :)
    Wenn wir den Friedhof verlassen, klingt da allerdings nichts nach. Dann sind wieder ganz andere Themen dran.

    Ich würde meinen, dass alles was grenzenlos ist, uns Menschen nicht guttut.

    Sansibar


Beitrag von everest (599 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 12:23.

  Re: Interessant

    Ich glaube auch, dass der Umgang mit dem Sterben, Tod und Trauer früher selbstverständlicher war. Dabei haben die Trauer-Rituale sicher geholfen.

    Seit damals hat sich viel verändert, die Individualisierung, die Auf-sich-Bezogenheit und eine eher „Problemorientierung“. Unsere Vorfahren lebten unter ganz anderen Voraussetzungen wie Kriege, Krisen, es ging viel mehr um das „Überleben“ und Funktionieren, zumal der familiäre und auch gesellschaftliche Zusammenhalt ein anderer war. Nicht zuletzt resultiert aus diesen Veränderungen auch eine Psychologisierung der Gesellschaft als auch des Einzelnen. Ein anderes Stichwort, was mir dazu einfällt wäre: "Spaßgesellschaft".

    Von daher helfen auch viele der alten eher formalisierten und "vorgegebenen" Rituale nicht mehr!



    *** editiert von everest am Freitag, 12.10.2018, 12:46 ***

Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 13:36.

  Re: Interessant

    „Schmoren im eigenen Saft“
    *
    Das ist eine Frage der inneren Einstellung jedes einzelnen Menschen. Der Eine hat es gerne kurz gebraten, der Andere zieht ein gemächliches Garen auf kleiner Flamme vor.


Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 13:51.

  Re: Interessant

    Ja, sehe ich auch so, obwohl mir die Bezeichnung "schmoren im eigenen Saft", in dem Zusammenhang nicht gefällt. :D

    Sansibar

    *** editiert von Sansibar am Freitag, 12.10.2018, 13:53 ***

Beitrag von everest (599 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 14:14.

  Re: Interessant

    Die Phrase ist sicherlich sehr umgangssprachlich und von daher auch platt und überzeichnend, da gebe ich Dir Recht.

    Aber sie macht sehr deutlich, was ich damit gemeint habe:


    Sich permanent nur mit sich selbst (und der Trauer) beschäftigen; nichts wirklich Neues an sich heranlassen; keine Impulse von außen aufnehmen, außer die, die das „Schmoren“ betätigen.

    everest

Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 14:43.

  Re: Interessant

    *Sich permanent nur mit sich selbst (und der Trauer) beschäftigen; nichts wirklich Neues an sich heranlassen; keine Impulse von außen aufnehmen, außer die, die das „Schmoren“ betätigen.*

    Das sehe ich komplett anders. Ich schreibe sehr viel, deswegen kann ich meinen Trauerweg sehr gut rückverfolgen. Bei mir war lange kein Platz für anderes, weder gefühlsmäßig noch gedanklich, aber nicht, weil ich nicht wollte, sondern weil ich nicht konnte. Die Trauer hatte mich fest im Griff. Pauschal zu behaupten, das Trauernde sich zu viel um sich selbst drehen, finde ich sehr gewagt. Wann ich mein "Trauerkleid" ablege, bestimme glücklicherweise nur ich. Ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten Trauernden lieber früher als später , ihr "buntes Kleid" wieder anziehen würden. Trauer ist eine sehr intensive Lebensphase und als ich da gerade angekommen war, wollte ich nichts wie weg. So einen Schmerz hatte ich noch nie erlebt. Hätte mir jemand eine Pille dagegen angeboten, ich hätte sie genommen. Heute sehe ich das ganz anders. Glücklicherweise gab es keine Pille!

    Sansibar



Beitrag von everest (599 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 14:01.

  Re: Interessant

    *
    Das ist eine Frage der inneren Einstellung jedes einzelnen Menschen. Der Eine hat es gerne kurz gebraten, der Andere zieht ein gemächliches Garen auf kleiner Flamme vor.“

    Keine Frage!

    Es kommt aber auch auf das Fleisch an.
    Wenn das Steak zu lange schmort, auch auf einer kleinen Flamme, wird es zäh und trocken. Im Backofen bei 60-70 Grad ist es allerdings was anders! Das ist dann aber auch kein Steak. Ein Schmorbraten braucht allerdings eine andere Zubereitungsart: nämlich lange Schmoren im eigenen Saft.

    Aber jeder nach eigenem Geschmack.

    Und dann gibt es Menschen, die, nachdem sie das eine halbe Stunde gekocht haben, und sich wundern, warum das Ei immer noch hart ist! ;-)

    Aber ich glaube, dass Du mich schon richtig verstanden hast!

    Denn was lange währt, wird nicht immer gut.

Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 15:17.

  Re: Interessant

    Denn was lange währt, wird nicht immer gut.
    *
    Das stimmt. Trotzdem finde ich, dass ALLEIN aus der Dauer der Trauer nicht darauf geschlossen werden kann, dass jemand ein seelisches Problem hat und psychologische Hilfe braucht, die er aber in einer Trauergruppe nicht finden kann, schon deshalb, weil die Beschäftigung mit der Trauer in einer Trauergruppe zur Verlängerung der Trauer führen kann, notabene kann, nicht muss. Ich denke, dass es sehr darauf ankommt, wie man die Trauer erlebt, ob man nur an ihr leidet, oder ob man sie für sich erträglich gestalten kann. Wenn Letzteres gelingt, kann sie auch lange dauern, ohne dass man seelischen Schaden nimmt, sondern ganz im Gegenteil zu einer fortdauernden schönen inneren Verbundenheit mit der/dem Verstorbenen findet.


Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 15:55.

  Re: Interessant

    Ich glaube, es kann problematisch werden, wenn man seine "Traueridentität" überhaupt nicht aufgeben will oder kann, sich selbst nur noch als Trauernden wahrnimmt. Ich denke, wir sind von Natur aus nicht dazu verdammt, unser Leben ausschließlich mit Trauer zu verbringen.
    Manchmal denke ich, wir meinen alles dasselbe, nur anders verpackt . :):)

    Sansibar


Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Sonntag, 14.Oktober.2018, 15:03.

  Re: Interessant

    Ich glaube, es kann problematisch werden, wenn man seine "Traueridentität" überhaupt nicht aufgeben will oder kann, sich selbst nur noch als Trauernden wahrnimmt.
    *
    Ich denke, dass wir es nur zum Teil in der Hand haben, unsere „Traueridentität“ aufzugeben. Gewiss, man kann sich z.B. um Kommunikation bemühen, was ich für sehr wichtig und hilfreich erachte, weil der Verlust bzw. die radikale Einschränkung der partnerschaftlichen Kommunikation sozusagen ein „big point“ in der Trauer ist. Aber letztlich bestimmt allein die Seele, ob sie neue Kommunikation mit Anderen quasi als Kompensation für die verlorene Kommunikation mit dem/der PartnerIn annimmt oder nicht.


Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Sonntag, 14.Oktober.2018, 17:28.

  Re: Interessant

    Seit einigen Monaten stelle ich an mir fest, dass ich nicht mehr die trauernde Witwe bin. Das ist nicht mehr mein Status bzw. meine Identität. Nur noch auf dem Papier, wenn ich meinen Familienstand angeben muss. Das kam schleichend, nicht von heute auf morgen, bis es mir bewusst wurde.
    Das ist keine Kopfsache, das stimmt. Das kommt irgendwann aus dem tiefsten inneren Gefühl.

    Stimmt, ich habe es dezenter ausgedrückt als RM Rilke. Für mich liegt der Schwerpunkt auf intensiv und Phase. Für mich war und ist es eine Phase und nicht der Rest meines Lebens. So fühle ich das. Was mich aber weiter beschäftigen wird, ist das Sterben und der Tod. Allerdings auf einer ganz anderen Ebene.

    Die Verbundenheit zu meinem Mann wird immer bleiben, aber nicht auf Kosten meiner Verbundenheit zu mir. Es wäre mir abträglich, wenn ich nur die Verbundenheit zu meinem Mann leben würde und mich selber vergesse.

    Sansibar






Beitrag von Holzkopf (602 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 09:21.

  Re: Interessant

    Hallo Sansibar,
    vielleicht hast Du Deinen Beitrag nicht so gemeint und wolltest "nur" sagen, dass Du Dir als Person wichtig bist und Dich nicht nur in Verbindung mit Deinem Mann erwähnt sehen willst.
    Für mich ist das aber etwas "Schwarz-Weiß gemalt", es gibt doch so viele Abstufungen in Grau.
    Hast Du Dich vorher, also vor dem Tod, "nur" über Deinen Mann definiert, warst Du "nur" Ehefrau?
    Genauso wie früher bist Du doch Du, aber eben auch Witwe.
    Die Gewichtung macht es wohl.
    Lieben Gruß
    Anke

Beitrag von everest (599 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 09:38.

  Re: Interessant

    Hallo Anke!

    Hättest Du diesen Kommentar auch (so) geschrieben, wenn Sansibar ein Mann wäre?

    everest

Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 10:37.

  Re: Interessant

    Hättest Du diesen Kommentar auch (so) geschrieben, wenn Sansibar ein Mann wäre?
    *
    Eine Gender-Debatte; wie interessant! Allerdings: Ich hätte es in Bezug auf meine Frau genauso sagen können wie Sansibar. Ich definiere mich auch nicht als Witwer, aber bin es laut Gesetz – und was mir egal ist.

    Interessanter ist Sansibars Bemerkung: „Für mich war und ist es - [die Zeit der Trauer, vermutlich] - eine Phase und nicht der Rest meines Lebens. So fühle ich das.“

    Dagegen habe ich nichts einzuwenden. Auch für mich ist die Trauer nicht der Rest meines Lebens, auch wenn man es mir vielleicht nicht glaubt, sondern ein Lebensgefühl unter anderen Gefühlen, das ich freilich in meinem Leben erstmals beim Tod meiner Frau in dieser Intensität erfahren habe – und das ich weiterhin erfahren werde, woran ich jedoch nicht zu verzweifeln gedenke.

    Rilke hat übrigens auch nicht verlangt, dass man lange trauern müsse, um sein Leben als „stark“ zu erfahren. Abgesehen davon, dass man nach ihm sein Leben in tiefer Trauer ebenso stark erfährt wie in großer Liebe, ist damit über die Dauer von Liebe und Trauer nichts gesagt. Allerdings erlebt man ja manchmal, dass sich die Liebe abnutzt. Bei der Trauer ist „abnutzen“ das falsche Wort, glaube ich. Sie wird im Laufe der Zeit als Gefühl weniger dominant, das ja. Aber sie nutzt sich dabei nicht ab, sondern vertieft die Empfindung des Lebens in vielerlei Hinsicht.


Beitrag von blackeyes (1221 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 11:17.

  Re: Interessant

    Liebe Anke, lieber conny,

    bei euch möchte ich mich gerne schnell "reinquetschen", weil ich zum größten Teil mit euch einig bin.
    Es ist ja hier auch oft die Rede von dem Sich-neu-erfinden und / oder jetzt das "eigene" - wahrscheinlich im Innersten schon immer angestrebte, aber nie verwirklichte - Leben zu leben. Es könnte sein, dass manch einer das zu seinem neuen Lebensgefühl macht.
    @Sanisbar - Dir möchte ich das damit jedoch nicht absolut unterstellen, wenn du verstehst...?

    Ich glaube, dass es ganz wenig Menschen gibt, die sich über ihren Partner oder ihre Partnerin, und nur über diese/n definieren.
    Spätestens unsere Jahrgänge haben nicht auf dem Stand unserer Altvorderen Halt gemacht, sondern haben diesbezüglich eine gewisse Entwicklung durchlaufen.
    Ich war immer ich und bin es gelieben bis zur heutigen Stunde. Da gib's kein Dreh'n und Wenden ;)).

    Nichtsdestotrotz habe das Gefühl, dass man, ja auch hier, entweder die - so sorry - alten Jammerlappen endlich auf den richtigen Weg oder aber ihnen noch einmal sämtliche "Stufen" der Trauer vor Augen führen will, um ihnen damit zu veranschaulichen: Leute, ihr seid eurer Zeit hinterher, TUT was - o.ä..
    Bei dem ganzen Thema über Länge und Tiefe der Trauer scheint nicht richtig in den Vordergrund zu treten, WIE sehr sich hier im Kreis bewegt wird. Möglicherweise sind so in etwa in grauen Vorzeiten Missionare ans Werk gegangen. Für den (richtigen???) Glauben oftmals mit Erfolg.

    Trauer ist ein sehr starkes Gefühl, ja, conny, und Liebe ebenso.
    Wer kann schon sagen, wann Trauer sich lediglich in einem schmerzhaften Vermissen und in Sehnsucht erschöpft, weil das endgültige Wissen um den Verlust des Menschen und des bisherigen Lebens irgendwann, schleichend Einzug gehalten hat und die Trauer von ihrer ursprünglichen, erdrückenden Schwere verloren hat? Das ist doch tatsächlich bei jedem unterschiedlich und soll auch so sein. Denn wer läuft schon gern mit einem negativen Lebensgefühl "Reklame", um damit Kritiker und / oder Bemitleider auf den Plan zu rufen? Wohl wenige. Es findet meist im Herzen statt, was mich bewegt.

    LG
    blackeyes

Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 12:45.

  Re: Interessant

    Denn wer läuft schon gern mit einem negativen Lebensgefühl "Reklame", um damit Kritiker und / oder Bemitleider auf den Plan zu rufen? Wohl wenige. Es findet meist im Herzen statt, was mich bewegt.
    *
    Das stimmt, liebe blackeyes. Nur ist es nach meiner Beobachtung so, dass die meisten Mitmenschen kein Sensorium für unsere Herzen haben, wohl aber für unsere „Performance“, wie man das heute nennt. Und wer da Schwäche zeigt, der wird ziemlich gnadenlos abgestempelt, z.B. als alter Mann, der den Tod seiner Frau nicht verwinden kann. Auch das muss man irgendwie managen.

    LG, conny2


Beitrag von blackeyes (1221 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 15:15.

  Re: Interessant

    ...ja, conny, wir managen das und letztendlich schaffen wir, was wir schaffen wollen und was nicht, damit kommen wir über kurz oder lang klar, schätze ich.
    Mir ging dieser Tage ein Liedlein aus My fair Lady - ja, ist nicht Deins, ich weiß - , oder doch zumindest der Anfang davon im Kopf herum, in dem es heißt: "Kann denn die Kinder keiner lehren wie man spricht..." Was ich mir dabei gedacht habe? Ich habe es für mich dahingehend geändert, dass ich gefragt habe: "Kann denn die Menschen keiner (wirklich) lehren, wie verschieden Trauer sein kann und dass sie eben ist wie sie ist...?"

    Mit einem kleinen Schalk ;)
    LG
    blackeyes

Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 16:37.

  Re: Interessant


Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 11:31.

  Re: Interessant

    *Die Verbundenheit zu meinem Mann wird immer bleiben, aber nicht auf Kosten meiner Verbundenheit zu mir. Es wäre mir abträglich, wenn ich nur die Verbundenheit zu meinem Mann leben würde und mich selber vergesse.*

    Hallo Anke,

    ich denke, du beziehst dich auf diesen Satz. Stimmt, das könnte man darunter verstehen, aber so habe ich es nicht gemeint. Die Verbundenheit zu meinem toten Mann....hätte ich schreiben müssen, denn darauf bezieht sich mein Post - auf einen Toten. Dann ist der Satz zu verstehen, wie ich ihn meine. Ich dachte allerdings das es klar ist, wir schreiben ja über unsere Verstorbenen. Ja, nach landläufiger Meinung bin ich Witwe. Das stimmt. Ich verbinde etwas mit dem Wort, was ich aber selber nicht mehr fühle und die Gesellschaft verbindet m.E. genau dasselbe damit.
    Mit Witwe verbinde ich Trauer und schwarz. Das war ja auch so.

    Bis das der Tod uns scheidet, heißt es. Wenn ich geschieden bin, dann bin ich ledig, alleinstehend und so nehme ich mich mittlerweile auch wieder wahr. Was wäre, wenn ich wieder heiraten würde? Bin ich dann immer noch Witwe? In meiner Biografie bin ich verwitwet. In meiner Biografie war ich auch verheiratet.

    Sansibar

Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 12:11.

  Re: Interessant

    Bis das der Tod uns scheidet, heißt es. Wenn ich geschieden bin, dann bin ich ledig, alleinstehend und so nehme ich mich mittlerweile auch wieder wahr. Was wäre, wenn ich wieder heiraten würde? Bin ich dann immer noch Witwe? In meiner Biografie bin ich verwitwet. In meiner Biografie war ich auch verheiratet.
    *
    Aber aber, liebe Sansibar, das heißt es keineswegs. Das „Bis dass der Tod euch scheidet“, ist ganz unbiblisch, abgesehen davon, dass die Bibel heute nicht mehr unbedingt als Leitlinie des Fühlens und Handelns gilt. Tatsächlich heißt es in der Bibel: „Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden“ (Matthäus 19; 5 und 6). Über die Verbundenheit eines hinterbliebenen Partners/Partnerin zu ihrer/seiner verstorbenen Partnerin/Partner, sagt das nichts aus. Das muss man mit sich und seiner/seinem verstorbenen Partnerin/Partner klären.

    Wenn du wieder heiraten würdest, wärst du natürlich keine Witwe mehr. Korrekt könntest du dann z.B. heißen: Sansibar Müller geb. Maier, verwitwete Schmidt. Aber wie wichtig ist das denn? Der Familienstatus ist etwas für das Standesamt, doch nicht für die gelebten Beziehungen zwischen PartnerInnen, egal ob lebend oder tot.


Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 12:30.

  Re: Interessant

    Ich bin nicht bibelfest, aber meinte, so etwas mal gehört zu haben. Google spuckte mir auf die Schnelle dieses aus:

    * „bis dass der Tod euch scheidet". Es ist eine Einrichtung im kirchlichen Bereich, die wohl auf das 16. Jahrhundert zurückgeht, aber in der evangelischen Kirche erst seit Ende des 19. Jahrhunderts nachweisbar ist. Sie gründet sich auf das Wort Gottes: „Denn die verheiratete Frau ist durch Gesetz an den Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes" (Röm 7,2) und kann sich neu verheiraten.*

    Ich habe übrigens alles mit mir geklärt. ;)

    Sansibar

    *** editiert von Sansibar am Montag, 15.10.2018, 12:34 ***

Beitrag von Holzkopf (602 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 14:40.

  Re: Interessant

    Hallo Sansibar,
    ich beziehe mich jetzt auf Deinen Beitrag von heute, 15.10., 11:32.
    Klar, ich hätte den Satz zitieren müssen, auf den ich mich beziehe.
    Also hole ich das nach, denn es ist ein anderer. Ich bezog mich auf Deinen ersten und den folgenden Satz:
    "...., dass ich nicht mehr die trauernde Witwe bin. Das ist nicht mehr mein Status bzw. meine Identität."
    Ich hatte bei meiner Antwort übersehen, dass Du vielleicht das Wort "trauernde" vor der Witwe betonst, weil Du am Freitag, 12.10. um 15:55 von einer "Traueridentität" geschrieben hattest.
    So ist das mit Schreiben und nicht Reden. Also, ich verstehe unter Identität das gesamte Selbst des Menschen, und da gehören viele Aspekte dazu, die sich im Laufe des Lebens gebildet, oder auch verstärkt oder vermindert haben.
    Ich bestehe aus vielen verschiedenen inneren Teilen, die sich in den letzten 40 Jahren auch mit durch das Zusammenleben mit meinem Mann verändert haben.
    Der Aspekt "Witwe" (ohne besonderen Zusatz "trauernde") gehört nun für mich dazu, auch wenn ich ihn, wie blackeyes das ja auch formuliert hat (gucke jetzt nicht nach dem wörtlichen Zitat), nicht mit einem Schild herumtrage oder mich irgendwo vorstelle: Gestatten, Witwe soundso.
    Ich schrieb ja auch in meinem vorherigen Beitrag, dass es wohl eine Frage der Gewichtung ist.
    Anke

    *** editiert von Holzkopf am Montag, 15.10.2018, 14:42 ***

Beitrag von blackeyes (1221 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 14:56.

  Re: Interessant

    ...so schaut's aus, liebe Anka, das Schild ist in meinem Herzen ;-)) und die Witwe bin ich bei Behörden, vorwiegend beim Finanzamt - Haha (said the clown)!

    ;) blackeyes

Beitrag von blackeyes (1221 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 14:07.

  Re: Interessant

    • Eine Frage, die mich mir immer wieder stelle, wie auch der Autor: Könnte die zeitlich unbegrenzte mögliche Auseinandersetzung mit Tod und Trauer in Trauerportalen oder Trauergruppen neben den durchaus positiven auch negative Konsequenzen für die Betroffen haben? Manchmal bin ich mir da unsicher (salopp: „Schmoren im eigenen Saft“), zumal auch dort bestimmte Rituale und „Verhaltensregeln“ herrschen bzw. erwartet werden. •

    Du könntest es selbst ausprobieren, dann wüsstest du es für deine Person. Ich habe mich in meiner Trauergruppe wohlgefühlt. Es war genau das, was ich zu diesem Zeitpunkt gebraucht habe. Ich hatte keine bestimmten Vorstellungen und habe auch nichts Bestimmtes erwartet, allerhöchstns dem Sinn nach einen friedlichen und "normalen" Austausch mit den Betroffenen und den Trauerbegleiterinnen.

    Was für eine unschöne Bemerkung, dieses "Schmoren im eigenen Saft" in diesem Zusammenhang. Ein anderer Vergleich ist dir nicht eingefallen?

Beitrag von everest (599 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 14:25.

  Re: Interessant

    Nur nebenbei. Ich war auch in einer Trauergruppe und in den ersten Jahren hier in der Community aktiv und ich habe mich dort auch wohl gefühlt!

    Dennoch darf ich diese Frage doch mir und auch anderen stellen, oder?

    Nein, mir ist kein anderer Begriff eingefallen. Sorry, wenn ich jemandem damit auf die Füsse getreten bin! Aber die damit verbundene Aussage wirst Du doch verstanden haben, gell!

    Vielleicht machst Du mal einen anderen Vorschlag, der das Gemeinte in Dir angenehmeren Worten ausdrückt!
    Manchmal bin ich leider in meiner sprachlichen Ausdrucksweise ein wenig eingeschränkt. Verzeiht bitte!

Beitrag von blackeyes (1221 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 14:39.

  Re: Interessant

    Man darf alle Fragen stellen, wenn man es in einem angemessenem Ton tut. Das weißt du so gut wie ich. Ich sehe nicht ein, warum ich dieses Thema aufgreifen und noch weiter ausbauen sollte, nur weil es jetzt so deinem "Gusto" entspricht.
    Mich stören Menschen nicht, die lange und / oder länger als die Allgemeinheit (?) trauern.
    Ich bin nach viereinhalb Jahren auch noch hier und du nach über ? Jahren zum ? Mal? Hier sind doch wohl vorwiegend Trauernde - oder?

    Alles hat seine Zeit!
    Ein Spruch, dessen Bedeutung man bei längerem Leben immer mehr anerkennen lernt; diesem nach gibt es eine Zeit zu schweigen, eine andere zu sprechen.
    (Johann Wolfgang von Goethe)


Beitrag von Elli74 (46 Beiträge) am Mittwoch, 17.Oktober.2018, 22:35.

  Re: Interessant

    Ich sage nur kurz und bündig: "Ich bin froh, dass es "verwitwet" gibt. Jeden Tag tummle ich mich hier nicht herum - lässt auch mein Alltag nicht zu - aber immer wenn eine Welle der Trauer, Verzweiflung, Wut über mich hereinbricht, so kann ich nach diesem "Trostpflaster" greifen. Auch habe ich innerhalb der kurzen Zeit schon einige Kontakte schließen können.
    Heute möchte ich mich noch einmal bei Sammy2009 bedanken, die es verstand, in den ersten drei Monaten meine Selbstaufgabe, mich wieder aus dem tiefen Loch zu ziehen. Sie war diejenigen die mich ein Stück weit wieder aufbaute - bedingungslos - obwohl sie drei Monate zuvor ebenso ihren Mann an einem Herzinfark verlor und selbst noch arg in der ersten Trauerphase steckte.

    Und auch ich möchte meine Erfahrunge gern an Trauernde weitergeben. Vielleicht gelingt es mir so wie Sammy jemanden hier damit ein Stück weit zu helfen.

Beitrag von Holzkopf (602 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 16:26.

  Re: Interessant

    Hallo,
    den Aspekt, dass die Teilnahme an einer Trauergruppe die Trauer eventuell verlängern könnte, habe ich nicht nur einmal auch in Bezug auf andere Selbsthilfegruppen gehört, speziell, wenn es um Depressionen geht. Dies von Personen, die nie in einer solchen Gruppe gewesen sind.
    Wie oft ist man in einer solchen Gruppe bezogen auf die übrige Zeit des Lebens? Das ist doch nur ein Bruchteil, alle 2 oder 4 Wochen 2 Stunden!
    Ich komme wieder auf meine "Methode" zurück, dass ich trenne zwischen der Beschäftigung mit der Trauer, z.B. hier im Forum, und meinem anderen Leben, in dem ich sehr wohl engagiert ganz andere Dinge unternehme, lache etc.
    Noch zum Begriff Trauer bei dir everest: Bei mir unterscheide ich Zeiten der Trauer, in der ich vor allem auch darum trauere, dass mein Mann viele Dinge nicht mehr erlebt, und den Erinnerungen, die aber auch nicht alle nur im Lichte glänzen.
    Meiner Ansicht nach kann es einen Unterschied machen, ob ich im Laufe meines Lebens mehrere Beziehungen von ungefähr 54-10 Jahren hatte,, also einen Wechsel schon positiv erlebt habe, oder ob ich nach 40 oder 50 Jahren, oder noch mehr, den Partner oder die Partnerin verliere.
    Ich finde es dann durchaus nachzuvollziehen, dass dann die Verbindung in intensiverer Weise weiterlebt.
    Außerdem, wer sagt denn, dass dieses Weiterleben mit dem verstorbenen Partner in miesepetriger Form geschehen muss?
    Und ein weiteres außerdem: Jede(r) bestimmt doch selbst, wie er oder sie das handhabt.
    Gruß Anke

Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Sonntag, 14.Oktober.2018, 14:32.

  Re: Interessant

    Und ein weiteres außerdem: Jede(r) bestimmt doch selbst, wie er oder sie das handhabt.
    *
    Ja, aber es wäre gut, wenn das allgemein so gesehen würde. Leider wird sowohl auf der gesellschaftlichen Ebene als auch insbesondere in der Arbeitswelt unterschieden, bewertet und kritisiert, wie die/der Einzelne mit seiner Trauer umgeht, oft zu ihrem/seinem Nachteil, was von den Trauernden dann noch zusätzlich zur Trauer be- und verarbeitet werden muss.

    Kritik wird natürlich gut verpackt, denn man möchte sich ungerne Rücksichtslosigkeit gegenüber Trauernden nachsagen lassen. Eine solche „Verpackung“ findet sich z.B. in der Bemerkung des von Sansibar verlinkten Features, wo gesagt wird:

    „Die Trauer gilt als überwunden, wenn der Mensch seinen Verlust annehmen kann.“

    Das hört sich zwar ganz unverfänglich an. Tatsächlich ist es eine Fiktion, verbunden mit der dahinter stehenden Aufforderung, dass Trauernde ihren Verlust annehmen sollten, damit sie ihre Trauer „überwinden.“

    Aber so einfach ist das nicht, wie wir alle wissen.


    *** editiert von conny2 am Sonntag, 14.10.2018, 14:37 ***

Beitrag von everest (599 Beiträge) am Freitag, 12.Oktober.2018, 18:37.

  Re: Interessant

    Noch eine Anmerkung, dann bin ich aus diesem Themenbereich raus:

    - die Frage nach den eventuell negativen Auswirkung neben den durchaus positiven in Bezug auf Trauerportale und/oder Trauergruppen hat sich der Autor in dem verlinkten Beitrag ebenfalls gestellt.

    - einige Forschungs- bzw. Studienergebnisse legen zumindest den Verdacht nahe, dass es solche negative Folgen haben kann, aber nicht muss.

    - ein guter(!) Therapeut wird seinen Patienten immer darauf hinweisen, dass die Therapie in der Regel zeitlich begrenzt ist und ihn darin unterstützen, sie zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beenden bzw. eine längere Pause zu machen.
    Ich kenne einige Menschen, die seit mehreren Jahren in psychotherapeutischer Behandlung sind, da SIE meinen, dass sie ohne diese Unterstützung nicht leben können.

    - das Alter, in dem man den Tod des Partners erlebt, spielt sicherlich eine Rolle. Dennoch – und da komme ich wieder zu der genannten Definition von Trauer – erlebe ich z.B. dass auch ältere Menschen nicht ihr restliches Leben trauern. Sie vermissen ihn zwar und leben mit den (positiven) Erinnerungen, aber sie selbst würden das nicht als Trauer bezeichnen.

    Im Übrigen finde ich es nicht besonders angebracht, Beiträge nicht im Zusammenhang zu kommentieren, sondern sich einzelne Sätze oder auch nur Begriffe herauszusuchen, die die Aussagen des gesamten Beitrags entstellen bzw. ihm nicht gerecht werden! Leider ist das in den letzten Monaten immer mehr geworden, was meines Erachtens eine sinnvolle und stringente Diskussion an den Thema erschwert bzw. unmöglich macht.

    everest


Beitrag von Zypri (15 Beiträge) am Sonntag, 14.Oktober.2018, 10:06.

  Re: Interessant

    Danke für den Beitrag, den finde ich sehr spannend.Seit ich hier und auch in einigen foren auf der Suche nach meinem eigenen Trauerweg bin, bemerke ich schon hin und wieder ein Erschrecken, wenn ich lese, dass einige Menschen von sich sagen, seit etlichen Jahren auf der Stelle zu treten, niemanden mehr aus dem alten Freundeskreis zu haben, sich nur noch mit Menschen zu umgeben, wenn überhaupt, die ähnliches erlebt haben. Ich vermisse meinen Partner sehr, falle auch immer wieder ins Tal der Tränen, was gut ist, es sind erst 4 Monate seit seinem Tode vergangen. Aber es gibt auch gute Tage, ich habe meine Freunde, die ich schon sehr lange kenne, ich konnte den Abschied hier zu Hause ganz persönlich gestalten, und er war noch nach dem Tode den ganzen Tag bei uns, was ich als sehr sehr hilfreich empfinde, um den Tod zu begreifen. Freunde kamen zur Totenwache, wir saßen bei ihm, tranken Tee, hatten Kerzen an.Oft tut es weh, dass er endgültig nicht mehr da ist, dass wir nur noch Erinnerungen haben, sehr schöne Erinnerungen, ich spüre eine große Dankbarkeit, dass Er in unserem Leben war, und wir in seinem...und ich wünsche mir, dass der Schmerz weniger wird mit der Zeit, und dass ich immer weiß, er wollte, dass es uns gut geht und wir nicht "mitsterben".Heute ist ein ganz guter Morgen, sodass ich genau so schreiben kann, gestern abend,hätte ich das vielleicht nicht gekonnt, da fehlte er mir nach der Arbeit, beim Nachhausekommen sehr....aber ich mache mich auf meinen Weg, mit meinen Kindern, Freunden und mit neuen Menschen, die mir auf diesem Wege begegnen.Manchmal gehe ich Schritte zurück, dann wieder nach vorne, aber ich möchte in Bewegung bleiben, auch mit der Trauer um meinen Seelenmenschen.

Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Sonntag, 14.Oktober.2018, 14:49.

  Re: Interessant

    Hallo Zypri,
    vieles kann sich verändern auf dem Trauerweg. Es ist nicht voraussehbar. Langjährige Freunde können verschwinden, neue Menschen kommen vielleicht hinzu. Einer braucht viele Jahre um alles zu verarbeiten, ein Anderer legt sein "Trauerkleid" sehr schnell ab. Manch einer verliert sich gar.
    So verschieden die Menschen, so verschieden die Wege.
    Trauer ist eine sehr intensive Lebensphase. Die Erfahrung zeigt
    aber auch, dass die meisten Menschen dadurch kommen und ein anderes, aber zufriedenes Leben führen können. Das sollte allen Mut machen.

    LG Sansibar



    *** editiert von Sansibar am Sonntag, 14.10.2018, 14:56 ***

Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Sonntag, 14.Oktober.2018, 15:09.

  Re: Interessant

    Trauer ist eine sehr intensive Lebensphase
    *
    Diskret gesagt. R.M. Rilke sagt es so:

    "Nie erfahren wir unser Leben stärker, als in großer Liebe und tiefer Trauer."

Beitrag von Zypri (15 Beiträge) am Sonntag, 14.Oktober.2018, 18:39.

  Re: Interessant

    Das ist schön gesagt Conny2 :-) Dankeschön!

Beitrag von Zypri (15 Beiträge) am Sonntag, 14.Oktober.2018, 18:45.

  Re: Interessant

    Ja, es verändert sich vieles, und viel Leichtigkeit geht erst mal verloren, darunter fallen auch evtl. Kontakte....jeder muss seinen Weg finden, die Schrittlänge, das Tempo......mir ging es vor allem darum, mich zu fragen, wo-- will ich wann -- wie hin, bzw. wo will ich NICHT hin. Einen schönen Abend noch, bin gerade 3 Stunden in der Sonne gewandert, das hilft mir enorm.

Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Sonntag, 14.Oktober.2018, 21:37.

  Re: Interessant

    Das hat mir auch sehr geholfen, Zypri. Bewegung - bei mir war es Radfahren.

    Sansibar




Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 16:34.

  Re: Interessant

    Der Thread endet, wie fast alle langen Threads hier enden und die "üblichen Verdächtigen" mitschreiben - leider!

    Zum Schluß kommt dann häufig, die Ü70er fühlen sich unverstanden, bevormundet, belehrt, nicht gesehen in ihrem Leid...
    Mir macht der Austausch hier auch keinen Spaß, deswegen nehme ich jetzt meinen Mantel.

    Sansibar









Beitrag von blackeyes (1221 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 17:16.

  Re: Interessant

    Ja, liebe Sansibar, so ist das halt, wenn man sich sozusagen "auf dünnes Eis" begibt, nicht wahr? Man muss mit allem rechnen. Und am allerschlimmsten sind natürlich die üblichen Verdächtigen, aber leider (noch) nicht ganz auszuklammern.
    Vielleicht möchtest du das nächste Mal schon am Anfang eines Threads anmerken, wer dir antworten soll und wer besser nicht? Ist nur so eine Idee von einer der üblichen... ;-)) und ich persönlich entschuldige mich bei dir für meine Beiträge an conny und Anke, die allerdings schon ehrlich und aufrichtig gemeint waren - wie immer man das allgemein verstehen mag.

    blackeyes

Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 17:27.

  Re: Interessant

    Ach blackeyes... immer die anderen, gell? :D

Beitrag von blackeyes (1221 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 17:30.

  Re: Interessant

    Nee-nee, ich lade alle Schuld auf mich! Kommt doch auf etwas mehr oder weniger gar nicht an! :D
    Bei mir ist viel Platz. Es ist ein guter, ein schöner Tag, da bin ich großzügig! ;)


Beitrag von conny2 (1304 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 17:38.

  Re: Interessant

    Nee-nee, ich lade alle Schuld auf mich!
    *
    Nicht doch, aber was soll's? Die Software spielt sowieso bald nicht mehr mit. Danke für's Diskutieren.

Beitrag von blackeyes (1221 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 18:16.

  Re: Interessant

    :)) ... the same to you!

Beitrag von mudinjuh (117 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 19:34.

  Re: Interessant.... oder müßig?

    "Ja, liebe Sansibar, so ist das halt, wenn man sich sozusagen "auf dünnes Eis" begibt...
    Vielleicht möchtest du das nächste Mal schon am Anfang eines Threads anmerken, wer dir antworten soll und wer besser nicht?"

    ...müßig, m.E.,wenn derjenige, der einen Beitrag ins Forum stellt später seinen Mantel nimmt und o.g. Tipps erhält, stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, manche Themen hier zu diskutieren bzw. Beiträge ins Forum zu stellen.

    Schade!


    mudinjuh





Beitrag von blackeyes (1221 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 20:50.

  Re: Interessant.... oder müßig?

    Ich weiß zwar nicht wirklich, was du mir und / oder Sansibar mit deiner Antwort sagen willst, mudinjuh, aber da ihr das Thema wichtig war, konnte man davon ausgehen, dass sie auch noch "nach-liest". Das geht ja im 'Allgemeinen' auch ohne Einloggen, wie wir wissen und sie hat sich ja auch noch einmal zu Wort gemeldet, wenn auch sehr kurz und auch wieder mit einer Bemerkung, die ich nur mit der passenden Antwort quittieren konnte. Oder kannst du mit dem Satz: "Ach blackeyes - immer die anderen," etwas anfangen?
    Was nun deine Anmerkung der Sinnhaftigkeit mancher Diskussionen betrifft, so kann ich dir da nur beipflichten. Es muss sich durch mich jedoch niemand genötigt sehen, seine Beiträge einzustellen sprich seinen Mantel zu nehmen. Was soll das?

    blackeyes

Beitrag von annaresi (123 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 22:25.

  Re: Interessant.... oder müßig?

    Worüber streitet Ihr denn???
    Annaresi

Beitrag von Sansibar (115 Beiträge) am Montag, 15.Oktober.2018, 22:30.

  Re: Interessant.... oder müßig?

    Ich werde dir jetzt ganz genau sagen, was mir an deiner Art missfällt und was mir von Anfang an missfallen hat. Innerlich hatte ich dich schon lange auf meine Ignoreliste gesetzt, habe auf deine Beiträge nichts geschrieben, obwohl mir dazu viel, wenn auch nicht immer freundliches, eingefallen wäre.

    Das hier ist ein kleines Beispiel vom heutigen Tag:

    ....Es ist ja hier auch oft die Rede von dem Sich-neu-erfinden und / oder jetzt das "eigene" - wahrscheinlich im Innersten schon immer angestrebte, aber nie verwirklichte - Leben zu leben. Es könnte sein, dass manch einer das zu seinem neuen Lebensgefühl macht.
    @Sanisbar - Dir möchte ich das damit jedoch nicht absolut unterstellen, wenn du verstehst...?

    Wie abfällig!! Der letzte Satz macht es nicht besser, sondern unterstreicht deine Abfälligkeit, wie du über Andersdenkende urteilst. Das war jetzt definitiv mein letzter Beitrag hier.

    Ich heiße übrigens Sansibar. Das gehört auch zur Etikette, denjenigen mit richtigem Namen anzuschreiben.

Beitrag von blackeyes (1221 Beiträge) am Dienstag, 16.Oktober.2018, 00:09.

  Re: Interessant.... oder müßig?

    Wenn ich deinen Nick aus Versehen mit einem winzigen Buchstabendreher falsch geschrieben habe, so tut mir das leid und ich entschuldige mich dafür.
    Im Übrigen habe ICH meinen Beitrag nicht mit Abfälligkeit gespickt. Wenn du das allerdings so siehst bzw. liest, weil das geschriebene Wort eher zu Irritationen führt als das von Angesicht zu Angesicht gesprochene, so bedaure ich das ebenfalls, kann es aber beim besten Willen nicht ändern.

    Es ist nun allerdings auch nicht gerade schmeichelhaft für einen Teil der Foristen hier, sie als "die üblichen Verdächtigen" zu bezeichnen. Wenn du das tust, so musst du auch das feedback ertragen können. Diese Bezeichnung kommt mir allerdings aus der Vergangenheit etwas bekannt vor und es drängen sich mir in diesem Zusammenhang gewisse Fragen auf.

    In dem von mir geschriebenem und von dir zitierten Satz ist keine Unwahrheit, keine Abfälligkeit und auch sonst nichts Negatives enthalten; es ist eine Tatsache, nach der du das gesamte Forum durchkämmen kannst.

    Dass ich mich nun für was auch immer dir gegenüber rechtfertigen soll, das will mir nicht in den Sinn und danach ist mir auch nicht zumute. Also trennen sich hier unsere Forumswege, was Anmerkungen, Fragen und Antworten betrifft.

Beitrag von zeder (83 Beiträge) am Dienstag, 16.Oktober.2018, 00:16.

  Re: Interessant.... oder müßig?

    Was soll denn dieser Kinderkram! Habt Ihr keine anderen Sorgen?

Beitrag von everest (599 Beiträge) am Dienstag, 16.Oktober.2018, 07:59.

  Re: Interessant.... oder müßig?


Beitrag von mudinjuh (117 Beiträge) am Dienstag, 16.Oktober.2018, 22:59.

  Re: Interessant.... oder müßig?

    Schade, nun ist es wieder passiert...

    Foristen und Foristinnen treffen so verbal aneinander, dass es fast einem Angriff gleicht. Worum geht es eigentlich???... wer weiß es noch??... (ich musste auch erst einmal nachlesen !).

    Mein Mann ist mit 53 Jahren gestorben. Ich war 49, Jahre alt, als ich ihn 2012 verlor. Die Kinder beide im Studium. Als ich auf diese Seite aufmerksam wurde, hat sie mir viel geholfen, allein schon zu wissen, dass es vielen anderen auch so geht. Darum bin ich hier!

    Meinen Weg musste ich leider alleine gehen... Anleitungen zum Leben, nein die suche ich hier nicht.

    Es ist wie es ist...

Beitrag von Elli74 (46 Beiträge) am Mittwoch, 17.Oktober.2018, 22:10.

  Re: Interessant.... oder müßig?

    Hallo Mädels!

    Ich sehe das genauso wie Zeder!

    Dieses Community ist doch dafür gedacht, dass man sich gegenseitig austauschen kann und sich nicht nieder macht. Wenn ich einen schlechten Tag habe, mir alles emotional zu viel wird, dann fahre ich zu seinem Baum - reagier mich ab und hüte mich davor, irgend einen Kommentar/Beitrag hier abzugeben.
    Was ich damit sagen möchte ist, dass wir hier alles sehr oft Nah am Wasser gebaut sind - ausflippen, Gott und die Welt verfluchen .... aber bitte macht Euch nicht gegenseitig nieder! Eure Männer schütteln bei so einer "Kinderkacke" wohl nur ihre Köpfe! Und wenn Ihr mit dieser Art von Kommunikation nicht klar kommt, so gibt es ja immer noch das Telefon. Gruß Elli74

Beitrag von mudinjuh (117 Beiträge) am Mittwoch, 17.Oktober.2018, 23:28.

  Re: Interessant.... oder müßig?

    Jo..., so sollte es eigentlich sein!...

    mudinjuh




  Abschied nehmen,heilen,loslassen   Heike18 21.8.19, 09:27
  Mir wird die Zeit zu lange   Molly8 21.8.19, 05:43
  Re: Mir wird die Zeit zu lange   Heike18 21.8.19, 09:14
  Re: Mir wird die Zeit zu lange   RehTse 21.8.19, 10:00
  Entdeckungen   Verlassene 20.8.19, 08:18
  Re: Entdeckungen   Holzkopf 20.8.19, 09:47
  Intensivstation   Zimti 19.8.19, 23:22
  Intensivstation   Zimti 19.8.19, 21:52
  Re: Intensivstation   rose2 19.8.19, 22:11
  Re: Intensivstation   eibe1005 19.8.19, 22:51
  Trauer Tattoo   Petra28 19.8.19, 08:03
  Re: Trauer Tattoo   Heike18 19.8.19, 10:15
  Re: Trauer Tattoo   Petra28 19.8.19, 11:30
  Re: Trauer Tattoo   rose2 19.8.19, 10:19
  Re: Trauer Tattoo   Petra28 19.8.19, 11:26
  Re: Trauer Tattoo   Oliver 19.8.19, 13:24
  Re: Trauer Tattoo   Petra28 19.8.19, 13:58
  Re: Trauer Tattoo   FrauAntje 19.8.19, 21:09
  Re: Trauer Tattoo   Noa7 20.8.19, 10:20
  Re: Trauer Tattoo   Petra28 20.8.19, 13:30
  Re: Trauer Tattoo   Noa7 20.8.19, 13:53
  Krank?   Verlassene 18.8.19, 13:36
  Re: Krank?   rose2 18.8.19, 15:13
  Re: Krank?   Petra28 18.8.19, 15:25
  Re: Krank?   Holzkopf 18.8.19, 16:44
  Re: Krank?   Suse79 18.8.19, 21:20
  Re: Krank?   Noa7 18.8.19, 21:30
  Re: Krank?   eibe1005 19.8.19, 22:31
  Re: Krank?   Verlassene 20.8.19, 08:08
  Re: Krank?   Anja67 24.8.19, 23:52 heute
  Der erste "erste" Tag danach   olmo 17.8.19, 21:33
  Re: Der erste "erste" Tag danach   Noa7 17.8.19, 23:19
  Re: Der erste "erste" Tag danach   Heike18 18.8.19, 00:31
  Wie ein kleines Boot....   Pumbaline 17.8.19, 18:46
  Re: Wie ein kleines Boot....   utel55 17.8.19, 19:12
  Re: Wie ein kleines Boot....   Pumbaline 17.8.19, 19:18
  Re: Wie ein kleines Boot....   Petra28 18.8.19, 16:04
  Re: Wie ein kleines Boot....   Pumbaline 18.8.19, 20:55
  Re: Wie ein kleines Boot....   rose2 18.8.19, 20:24
  Re: Wie ein kleines Boot....   Pumbaline 18.8.19, 20:58
  Es ist wieder passiert   Zimti 12.8.19, 21:10
  Es ist wieder passiert   Ollichka 12.8.19, 16:53
  Re: Es ist wieder passiert   Holzkopf 12.8.19, 17:13
  Re: Es ist wieder passiert   Heike18 12.8.19, 17:48
  Re: Es ist wieder passiert   Mause 12.8.19, 18:36
  Re: Es ist wieder passiert   Ollichka 12.8.19, 19:40
  Re: Es ist wieder passiert   maks2708 12.8.19, 20:06
  Re: Es ist wieder passiert   conny2 12.8.19, 19:28
  Re: Es ist wieder passiert   Pumbaline 12.8.19, 19:31
  Re: Es ist wieder passiert   Stippi 12.8.19, 20:36
  Re: Es ist wieder passiert   Ruf1988 13.8.19, 07:21
  Re: Es ist wieder passiert   RehTse 13.8.19, 09:17
  Re: Es ist wieder passiert   Harmonie64 13.8.19, 10:07
  Re: Es ist wieder passiert   cembalist1 14.8.19, 14:07
  Re: Es ist wieder passiert   chrissy57 23.8.19, 23:37 gestern
  Re: Es ist wieder passiert   Sonne68 24.8.19, 10:31 heute
  Re: Es ist wieder passiert   Ollichka 24.8.19, 13:39 heute
  Re: Es ist wieder passiert   maks2708 24.8.19, 15:34 heute
  Re: Es ist wieder passiert   rose2 24.8.19, 17:08 heute
  Trauerbegleiter-Erfahrung?   Zimti 11.8.19, 19:47
  Umzug   Molly8 11.8.19, 13:13
  Re: Umzug   Molly8 11.8.19, 13:15
  Re: Umzug   Heike18 11.8.19, 14:36
  Re: Umzug   StAhr2010 11.8.19, 21:51
  Trauerbegleiter-Erfahrung?   Zimti 8.8.19, 19:35
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   leben71 9.8.19, 00:07
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Molly8 9.8.19, 05:55
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Zimti 15.8.19, 21:56
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Maria44 17.8.19, 18:30
  Trauerbegleiter-Erfahrung?   Zimti 8.8.19, 11:21
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Jasmin2 8.8.19, 12:01
  Trauerbegleiter-Erfahrung?   Zimti 7.8.19, 20:44
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Zimti 7.8.19, 21:11
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Zimti 8.8.19, 01:00
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   conny2 8.8.19, 12:18
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   conny2 8.8.19, 19:58
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   leben71 9.8.19, 01:09
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Nelly56 9.8.19, 10:35
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   RehTse 9.8.19, 11:50
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   leben71 9.8.19, 12:06
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   zuna069 9.8.19, 22:32
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   49Karin64 10.8.19, 10:58
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Pumbaline 11.8.19, 15:17
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Zimti 7.8.19, 21:18
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Molly8 8.8.19, 06:39
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   everest 8.8.19, 13:53
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Oliver 8.8.19, 15:09
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   Oliver 8.8.19, 20:04
  Re: Trauerbegleiter-Erfahrung?   conny2 8.8.19, 12:34
  Schon gewusst?   Oliver 6.8.19, 14:36
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