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Beitrag von maks2708 (332 Beiträge) am Samstag, 11.August.2018, 21:18.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Ihr Lieben,

    zuerst war es nur eine spinnerte Idee aber langsam denke ich ernsthaft darüber nach.
    Ich kann Vieles sehr gut alleine: ich wandere alleine bin alleine mit dem Rad unterwegs, reise auch alleine. Allerdings nur innerhalb von Europa. Und ich möchte gerne noch ein paar Länder in anderen Kontinenten bereisen. Sei es Südafrika oder Costa Rica oder... Und sehr gerne noch in diesem Jahr im Dezember.
    Darum frage ich jetzt ganz ernsthaft nach möglichen Reisepartner. Eine kleine Gruppe von ca. 6 Personen stelle ich mir ideal vor. Man findet ein gemeinsames Ziel, fliegt z.B. von Frankfurt aus los, mietet zwei Autos... und hat genügend Zeit (also mindestens 3 Wochen) um die unterschiedlichen Pläne unter einen Hut zu bringen. Natürlich muss jede(r) Mitreisende kompromissfähig sein. Es wäre also ein Abenteuer.
    Sicherlich ist ein vorab-Kennenlernen dafür hilfreich. Könnte man ggfs kurzfristig organsisieren.
    Liebe Marie, bei einem Treffen rund um Frankfurt bin ich gerne dabei. Bei mir vor Ort (Bergstraße/Odenwald) kann ich auch jederzeit bei der Orga mithelfen.
    freundliche Grüße

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Beitrag von everest (571 Beiträge) am Dienstag, 7.August.2018, 10:33.

  Trauer im Alter = Ü70

    Um nicht immer wieder in irgendwelche Fettnäpfchen zu treten, i.B. für jemanden, der diese Altersklasse noch nicht erreicht hat, sind natürlich die unterschiedlichen Erfahrungs- und Gedankenwelten dieser Altersgruppe in Bezug auf Trauer interessant im Vergleich (oder im Gegensatz?) zu jüngeren und jungen Trauernden.

    Korrekt müsste die Überschrift natürlich lauten: „Trauer im Alter – Ü70 ("Lebensalter zum Zeitpunkt des Todes des Lebensmenschen)"

    Beste Grüße
    everest

Beitrag von conny2 (1270 Beiträge) am Dienstag, 7.August.2018, 16:05.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Die Trauer als solche hängt nicht vom Alter ab. Jedenfalls nicht in der Tiefe des Schmerzes. Aber man weiß, dass man sein Leben gehabt hat.

    Im Übrigen ist es im Herbst des Lebens wie in Rilkes berühmtem Gedicht:

    Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr
    Wer jetzt allein ist wird es lange bleiben
    Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
    Und in den Alleen hin und her
    unruhig wandern, wenn die Blätter treiben


Beitrag von Su (302 Beiträge) am Dienstag, 7.August.2018, 22:41.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Das kann man alles so machen, lieber Conny.

    Oder sich, wie Isabel Allende ehrenamtlich engagieren, sich mit 76 Jahren noch einmal verlieben und ein Buch schreiben ("Ein unvergänglicher Sommer", erscheint erst noch und ich bekomme keine Provision ;-)...).

    Was ich damit schreiben/sagen möchte, bei gleichzeitig tiefem Respekt vor Verlust und Trauer und Schmerz:

    Den Gedanken folgen die Taten.
    Wenn ich z.B. in meinem Kopf davon ausgehe nun nur noch zu wachen, zu lesen, lange Briefe zu schreiben, unruhig zu wandern und im Herbst zu sein....wird mein Leben dann auch wirklich so ablaufen... und das wäre schade, finde ich.

    Alles Gute dir :-),

    Su



Beitrag von conny2 (1270 Beiträge) am Mittwoch, 8.August.2018, 09:50.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Das verstehe ich, liebe Su. Aber es ist auch Ideologie dabei, jedenfalls ein Stück weit, und zwar eine Ideologie, die mir nicht gefallen will, nach der Devise: Was sollen deine trüben Gedanken bringen? Du kannst - und sollst deshalb auch - fit bleiben bis ins hohe Alter, körperlich und geistig. Viele können das, nimm dir an denen ein Beispiel. Außerdem wollen wir dich nicht im Pflegeheim dahin dämmern sehen. Kopf hoch, alte Frau/alter Mann, wir zeigen dir, dass und wie es geht. Und wenn du Geld hast, umso besser. Schließlich hat das letzte Hemd keine Taschen. Also bitte, genieße dein Leben, solange es noch geht.

    Nichts dagegen. Allerdings gibt es einen Punkt, an dem es lächerlich wird. Niemand kann aus einem Herbst einen Frühling machen. Gewiss, man kann auch im Herbst so tun, als ob Frühling wäre. Das scheidet für mich aus, denn ich werde nicht den Ritter von der traurigen Gestalt geben. Aber ich könnte den Herbst natürlich gestalten, das ist wahr. Hier muss ich freilich aufpassen, dass ich nicht zynisch werde, denn der Tod meiner Frau hat meinen Gestaltungswillen ja nicht eben beflügelt. Alt werden, hat mir mal ein kluger Mann ganz schlicht gesagt, Altwerden ist nicht schön. Ich ahne, dass er wusste, wovon er sprach. Und wenn die Trauer um die/den LebenspartnerIn noch dazu kommt, ist Altwerden sogar richtig schwer zu ertragen. Sich da noch einmal zu gesteigerter Aktivität aufzuraffen, geht bedenklich in die Richtung des Ritters von der traurigen Gestalt.

    Wenn ich aus meinem Fenster sehe, auf die gegenüberliegende Straßenseite, sehe ich einen Balkon, auf dem oft ein altes Paar sitzt. Sie werden mir verzeihen, dass ich sie beobachte und sehe, wie liebevoll sie miteinander umgehen. Manchmal sehe ich auch, dass er einkaufen geht und sie die Pflanzen gießt. Danach sitzen sie zusammen da, essen und trinken etwas und sprechen lange miteinander. Und ich, der Voyeur, beobachte sie dabei und der Schmerz bringt mich fast um. Nicht, dass ich neidisch wäre, diese Gefühlsregung war mir zeitlebens fremd. Aber das ist Herbst von seiner schönen Seite, Herbst, nach dem sich meine Frau und ich sehnten, und der uns nicht vergönnt war. Alleine kann man das nicht erleben und mit jemandem anderen als der/dem Liebsten auch nicht. Aber ich hadere nicht. Nur abends, wenn ich nach Hause gehe, habe ich auch ein Stück weit durch eine Allee zu gehen, in der jetzt schon, mitten im Sommer, die Blätter fallen. Bald werden sie alle am Boden liegen und ich werde mich auf eine Bank setzen und zusehen, wie der Wind mit ihnen spielt.

    LG, conny2

Beitrag von Vivian (485 Beiträge) am Mittwoch, 8.August.2018, 10:36.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Lieber conny2,

    das ist sehr schön und einfühlsam geschrieben. Ich verstehe sehr wohl, was Du meinst und finde es gut, dass Du Dir selbst nichts vormachst. Ich für meinen Teil lebe sehr stark aus der Anbindung an das Größere - das Dahinter, das Verborgene, das man spüren kann. Für Dich als sensibler Mensch sollte es möglich sein, Dich darauf einzulassen. Dabei ist man auch seinen Liebsten sehr nahe. Wäre das vielleicht ein Weg?

    Liebe Grüße, Vivian

Beitrag von Su (302 Beiträge) am Mittwoch, 8.August.2018, 13:27.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Lieber Conny,

    das hast du sehr berührend geschrieben und es treibt mir Tränen in die Augen.

    Ich habe Respekt und Achtung vor deinen Gedanken und Gefühlen.
    Gedanken wie "Kopf hoch, alter Mann, wir zeigen dir wie´s geht" oder "Was sollen deine trüben Gedanken bringen?" liegen mir fern.

    Du hast ja in der letzten Zeit oft vom Herbst oder vom Alter geschrieben. Was ich deutlich machen wollte ist, dass es irgendwo auch wieder einen Sommer geben kann. Ich bin seit über 18 Jahren bei verw.de (vor Dieters Tod unter einem anderen Nick). Ich habe unzählige, trauernde Menschen kennengelernt und Beiträge gelesen und geschrieben. Da waren zum Bespiel Alina und Jorin. Sie haben immer auf ähnliche Art geschrieben. Zum Bespiel wie du und blackeyes. Das ist doch wertvoll. Das ist doch etwas Schönes, auch im Alter. Du schreibst hier ja auch immer noch. Also ist dir der Austauch ein wichtiges Anliegen. Wenn du dich aufgegeben hättest, wärst du hier nicht so aktiv.
    Und ja, es gibt auch einen Herbst im Sommer, mit fallenden Blättern.

    Ich wünsche dir einen Sommer, auch mit Sonnenstrahlen.

    Liebe Grüße

    Su





Beitrag von Mause (1137 Beiträge) am Mittwoch, 8.August.2018, 15:41.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Lieber Conny,

    ja, Rilkes Gedicht vom Herbst. Es passt so sehr in diesen Tag. Heute früh gab es nach endlosen Wochen der sengenden Hitze hier bei uns( gestern 39°), den ersten leichten Regenschauer und es ist etwas kühler geworden.
    Der August wurde zu unserem Schicksalsmonat, es war ähnlich lange heiß und als wir zum ersten Mal aufatmen konnten, passierte der Alptraum.
    Rilkes Gedicht hat mich durch den einen oder anderen Herbst danach regelrecht begleitet, und ähnlich wie Du hab ich gedacht und gefühlt.
    Die Briefe, die ich schrieb und die Antworten, die ich bekam, waren mein "Strohhalm, an den ich mich klammerte.
    Neben der Lebensfreude war auch meine Kraft auf dem Nullpunkt und ich war ja noch jünger als Du. Ich kann erahnen, welch großer Kraftaufwand
    Dir täglich abverlangt wird, um durch die Sommertage zu kommen. Physisch wie psychisch.
    Das finde ich, darf man nicht vergessen, dass die körperliche Kraft mit dem Alter weniger wird und dass es zusätzlich mit hineinspielt.
    Ich bin übrigens der Meinung, dass Alt - Werden "nichts für Feiglinge" ist, aber aus Gründen, die ich nicht beeinflussen kann wie z.B Krankheit, mangelnde medizinische Versorgung , Pflege... Da sorge ich mich sehr.
    Das alte Ehepaar kommt bei mir auch vor: allabendlich, direkt neben der Autobahnabfahrt standen Sie: Sie im Rollstuhl und er neben ihr, ihre Hand haltend, schauten sie den Heimkehrenden Autofahrern zu.
    Kein schöner Platz, kein idealer Zustand und doch sah man das Glück in Ihren Augen.
    Das hat mich jedesmal zutiefst berührt.
    Seit einiger Zeit sehe ich sie nicht mehr dort.

    Zurück zu Dir: manchmal hatte ich den Eindruck, bei Dir in Deinen Gedanken zumindest etwas Hoffnung zu verspüren.
    Gestern habe ich gelesen, dass große Hitze und die Trockenheit auch Auswirkungen auf unser psychisches Befinden haben. Es bestätigte nur, was ich ohnehin vermutete.
    Vielleicht musst Du gar nicht solch große Angst vor dem nahenden Herbst haben.
    Vielleicht macht der Wind Dir den Kopf etwas frei und die milde Herbstsonne und die warmen Farben tun Deiner Seele richtig gut.
    Es ist schwer, einen neuen Sinn für die verbleibende Lebenszeit zu finden und ich glaube, es wird mit jedem Tag, den wir älter werden, schwerer. Möglich ist es aber doch, wenn man die Erwartungen nicht überstrapaziert und Geduld mit sich hat.
    So gesehen finde ich, hast Du viel an Deiner Trauer gearbeitet und bist gut voran gekommen.
    Daher verkneife ich mir gute Ratschläge an dieser Stelle mit dem Hinweis, dass erst drei Jahre vergangen sind, was angesichts Eurer gemeinsam verbrachten Jahre, nicht viel ist.
    Ich wünsche Dir den Mut, ggf. mal kleine Abweichungen von Deinem gewählten Weg zuzulassen und auszuprobieren oder die Bestätigung, dass Du auf dem richtigen Weg unterwegs bist.
    Ich ergänze noch kurz den Anfang von Rilkes Gedicht, dann ist es nicht mehr ganz so traurig:

    "Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
    Leg deine Schatten auf die Sonnenuhren,
    und auf den Fluren laß die Winde los.

    Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
    gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
    dränge sie zur Vollendung hin und jage
    die letzte Süße in den schweren Wein."

    Gedichte und Briefe kann man übrigens ganz wunderbar auf einer Bank in den Alleen oder auf dem Friedhof lesen.


    Liebe Grüße - Marie




















Beitrag von Holzkopf (582 Beiträge) am Mittwoch, 8.August.2018, 11:37.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Lieber conny2,
    solange Du glaubst, diese ganzen Ideen, wie man auch Ü70 sich, neben der Trauer wohlgemerkt, ein paar Nischen einrichten kann, in denen man noch an einem anderen Leben teilnimmt als dem, das man mit seiner Partnerin/seinem Partner im Herzen führt, wirst du natürlich Dein Leben so führen wie bisher.
    Der Wunsch, es "irgendwie", zumindest in Teilen, mit Inhalten zu füllen, die Dir noch in gewisser Weise Freude bereiten können, muss natürlich ganz von Dir alleine kommen.
    Ich erlebe das bei Dir, nimm es mir bitte nicht übel, ein wenig als gewissen Trotz gegen einen von Dir so interpretierten "mainstream" im Sinne von "man hat gefälligst wieder fröhlich zu sein".
    Meiner Ansicht geht es dabei darum gerade nicht, und bei einem gestandenen Mann wie Dir schon gar nicht.
    Ich weiß sehr gut, auch aus eigener Erfahrung, dass gut gemeint oft nicht gut getan ist. Also will ich gar nicht damit anfangen, dass es die Menschen aus Deiner Umgebung, und auch hier im Forum vielleicht, gut meinen und Dir nichts Böses wollen.
    Es sind, so sehe ich das, Ideen und Vorschläge, und keine Angriffe auf Dich.
    Vielleicht trägst Du ja auch eine gewisse Schwermut in Dir, die erst jetzt durch den tragischen Verlust Deiner Frau zum Tragen kommt.
    Nur Du weißt, wie Du Dein Leben jetzt führen willst. Das wollte ich gerade schreiben, aber nun denke ich, dass es vielleicht auch damit zusammenhängt, dass Du eben nicht recht weißt, wie Du es jetzt führen sollst - und da befindest Du Dich sicherlich in einiger Gesellschaft hier, mich eingeschlossen.
    Herzlichen Gruß
    Anke

    *** editiert von Holzkopf am Mittwoch, 08.08.2018, 11:38 ***

Beitrag von Nafets (483 Beiträge) am Mittwoch, 8.August.2018, 13:01.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Liebe Anke,

    nach Lektüre Deiner Zeilen bewegen mich sehr spontan zwei Gedanken:

    1. Wir spiegeln uns mit unserer Lebenseinstellung oft auch in unserer Umgebung und den uns gegenüberstehenden Menschen. "Trotz" kann dann sehr einsam machen, weil uns auch die anderen "so" nicht ständig begegnen möchten und sich eher von uns zurückziehen. Das kann sogar in der engsten Familie geschehen, wenn man nicht aufpasst.

    2. Du hast geschrieben: "Nur Du weißt, wie Du Dein Leben jetzt führen willst. ..., aber nun denke ich, dass es vielleicht auch damit zusammenhängt, dass Du eben nicht recht weißt, wie Du es jetzt führen sollst."

    Ja, so wie im letzten Halbsatz geht es mir auch. Dabei fehlt es mir nicht einmal an einer "Idee" und dahingehenden Vorstellungen/Wünschen/Träumen. Aber als alter Fahrensmann, der schon viel im Leben mitgemacht hat, weiß ich sehr wohl (zumindest so einigermaßen), was jetzt noch wirklich geht und was nicht; was man noch versuchen oder doch besser lassen sollte.

    Meine vorhandene "Idee" will aber zu Letzterem einfach nicht so recht passen; ihr fehlt die realistische Basis. Aber wie sollte ich mein Leben "stattdessen" führen? Dafür bräuchte es eigentl. einer anderen, realistischeren "Idee" - die fehlt mir aber leider noch ... Dafür werde ich gerade auch an anderen Stellen des Lebens zu arg gebeutelt; und ich habe wohl auch nie gelernt, kleinere Schritte und notfalls sogar "rückwärts" zu gehen, d.h. ganz anders zu leben.

    Und so plätschert alles iwie noch sehr problembeladen vor sich hin ... ohne wirklich stringente Verfolgung neuer Ziele.

    In meinen Gedanken hänge ich auf einmal an dem (mir spontan gerade in den Sinn kommenden) Satz: Dem Leben neue Ziele "abtrotzen". War es nicht früher (bei mir zumindest) doch auch immer so? Was hat diesen "Willen" so gebrochen? Der "Tod" allein war es nicht - mag sein Anteil daran auch sehr sehr groß sein.

    Aber viell. darf man eben nicht länger "trotzig" sein (wollen) ... weil einen der Trotz sonst erstickt (?).

    Herzl. Gruß
    Stephan






    *** editiert von Nafets am Mittwoch, 08.08.2018, 13:04 ***

Beitrag von conny2 (1270 Beiträge) am Mittwoch, 8.August.2018, 19:43.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Ihr Lieben,

    danke für Eure freundlichen Antworten.

    Es ist vermutlich so, dass einen die Trauer um die Partnerin/den Partner noch mehr betrübt, wenn man alt ist oder an der Schwelle des Alters steht; nicht einmal allein deshalb, weil man seinen Lebensabend mit der/dem geliebten PartnerIn entbehren muss, und was der härteste von allen Lebensrufen ist, sondern auch, weil es noch andere Abschiede zu verkraften gibt, vom Beruf, der eigenen Vitalität, von den Menschen, mit denen man unterwegs war, von den Überzeugungen, die man hatte, und die durch so ein A#loch wie z.B. Mr. Trump in den Dreck getreten werden, erst recht, weil der selbst nicht mehr der Jüngste ist, uswusf. Man ahnt stärker als ein junger Mensch, dass man am Ende seines Lebens mit fast leeren Händen dastehen wird und sieht den gehabten Wunsch, den Kindern die Welt besser zu hinterlassen als man sie vorgefunden hat, zerplatzen, wie eine Seifenblase.

    Sich im zunehmend schärferen Bewusstsein seiner eigenen Endlichkeit Nischen suchen, liebe Anke, das ist vollkommen in Ordnung. Das mache ich auch, auch wenn ich dabei meistens umherirre. Diese Plattform hier ist so eine Nische, für die ich dankbar bin. Es gibt auch Lichtblicke.

    Das Spirituelle, liebe Vivian, dazu muss man einen Zugang haben, den ich bei und in mir nicht finden kann.

    Nicht länger trotzig sein wollen, lieber Stephan, weil einen der Trotz sonst erstickt? Hm. Soll man sich im Alter und als gebeutelter Mensch noch brav anpassen oder sich treu bleiben, das ist hier die Frage. Mein alter Freund, Albert Camus, riet zur Revolte, auch gegen die schon zu seiner Zeit grassierende Scheinheiligkeit. Doch im Alter taugt man allenfalls noch zum Revoluzzer. Immerhin: Noch MUSS ich mich nicht anpassen und werde hoffentlich auch nicht ersticken. Aber an dem Tag, an dem mir eine fürsorgliche Pflegerin erklärt, wie schön es wäre, wenn ich zum Ballspielen in die Gruppe käme, suche ich mir ein für mich erreichbares Fenster im obersten Stockwerk.

    Liebe Su, ich wollte Dir nichts vorhalten. Ich weiß, wie gut Du es meinst. Du hast recht: Sich auszutauschen ist etwas Schönes, eine von den bereits erwähnten Nischen, die ich nicht gering achte.

    Das Bild von dem alten Ehepaar, liebe Mause, hat sich in mir festgesetzt. Muss dabei an Philemon und Baucis denken. Auf den goldenen Tempel und die Priesterschaft würde ich verzichten, aber wenn ich einen Wunsch frei gehabt hätte, wäre es eine heiße Option gewesen, gleichzeitig zu sterben und in zwei Bäume verwandelt zu werden. Doch leider ist es nur eine schöne Geschichte.

    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    conny2



Beitrag von Su (302 Beiträge) am Mittwoch, 8.August.2018, 20:41.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Lieber Conny,

    wenn eine Pflegerin dich fragt, ob du zum Ballspielen in die Gruppe kommst, wünsche ich mir, dass du die Gruppe mit deiner Kraft und deinem Trotz richtig aufmischst und ihr dann gemeinsam andere Dinge macht, die euch entsprechen oder du für dich dann andere Dinge unternimmst. Vielleicht lädst du ja einfach jemanden ein, den du magst oder du gehst erst gar nicht in ein Altenheim.

    Bitte suche dir kein Fenster im obersten Stockwerk. Das habe ich, auf dem Heimweg von der Schule, als Kind erleben müssen (7.Stock, Hochhaus, depressiver, älterer Architekt des Hauses). Das war noch zwei Jahre sehr präsent.

    50 Jahre später habe ich Freunde und gute Bekannte eines ehemaligen Klienten einer Kollegin von mir nachbetreut, der aufgrund von Depressionen von einem Parkhaus gesprungen ist.

    So kommt nur neues Leid in die Welt.

    Alina und Jorin, die mich an dich und Blackeyes erinnern, haben sich übrigens damals, nachdem sie immer viel in den Foren geschrieben haben, getroffen....;-)...

    Dir auch einen schönen Abend und liebe Grüße

    Su



Beitrag von Fabiane (114 Beiträge) am Samstag, 11.August.2018, 11:32.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Ich bin vor einigen Wochen siebzig geworden und muss mein Leben nun schon seit über fünf Jahren ohne meinen geliebten Mann weiterleben. Im Großen und Ganzen bewältige ich das glaube ich recht gut, nicht zuletzt, weil ich noch etliche Aufgaben habe – meine alte Mutter und drei Enkelkinder, um die ich mich kümmern kann, aber nicht unbedingt muss. Außerdem fällt es mir zum Glück nicht sehr schwer , alleine zu sein, im Gegenteil, oft brauche und nehme ich mir das auch.

    Aber ich stimme in vielen Punkten mit conny2 überein: Altwerden ist nicht schön - wenn man sich nichts vormacht, weiß man, dass der größte und schönste Teil unseres Lebens unwiederbringlich vorbei ist. Zusammen mit dem geliebten Partner kann man das vielleicht auch sogar gut und erfüllt leben. Aber wenn man diesen Teil des Lebens alleine vor sich hat mit der Trauer um den geliebten Menschen immer im Hintergrund (und oft eben auch im Vordergrund), dann ist es einfach schwer. Wenn die Aufgaben, die mich jetzt noch im Alltag ablenken, wegfallen – und das werden sie ja – dann werde ich wohl auch häufiger als jetzt schon solche trüben Gedanken haben und ich finde, das darf man sich auch zugestehen.

    Ich hoffe, lieber conny2, dass dann aber auch wieder andere Tage kommen, an denen die „innige Fernbeziehung“ (Deine Worte) zu unseren Liebsten es uns möglich macht, in Dankbarkeit auf die vielen schönen Jahre zurückzuschauen und die trüben Gedanken zeitweise zu verscheuchen.

    Liebe Grüße
    Fabiane


Beitrag von conny2 (1270 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 12:13.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Liebe Fabiane,

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, nachträglich.

    Deine Gedanken sind auch meine Gedanken. Voll und ganz.

    Liebe Grüße
    conny2


Beitrag von everest (571 Beiträge) am Freitag, 10.August.2018, 10:49.

  Re: Trauer im Alter = Ü70


Beitrag von maks2708 (332 Beiträge) am Freitag, 10.August.2018, 20:49.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    "mit 80 Jahren um die Welt" ist ein klasse Beitrag.
    Wir könnten zur Realisierung ähnlicher Träume auch dieses Forum nutzen. Nach dem Motto "Ich wollte schon immer mal nach Südafrika, wer kommt mit?" Manche Lebensträume sind geplatzt, andere lassen sich vielleicht doch noch verwirklichen, wenn auch anders. Und wir müssen nicht warten, bis wir 80 sind.
    Also: wer kommt mit nach Südafrika? Alternativ auch gerne nach Costa Rica oder Kuba...
    Und fürs erste reicht vielleicht auch der Schwarzwald ;)
    freundliche Grüße






Beitrag von Nafets (483 Beiträge) am Samstag, 11.August.2018, 11:01.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Tolle Idee ! - wir bilden eine Reisegruppe

Beitrag von ascolina (73 Beiträge) am Samstag, 11.August.2018, 15:16.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Hallo,

    Südafrika ist ein tolles Land, ich war mit meinem Mann 4 mal dort und es war auch Bestandteil unserer Hochzeitsreise.

    Südamerika kenne ich nicht und jetzt muss ich ernsthaft mal überlegen ob ich svhon jemals im Schwarzwald war👍

    lg ich liebe Reisen

    ascolina

Beitrag von Mause (1137 Beiträge) am Samstag, 11.August.2018, 17:50.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Ihr Lieben,

    ich finde es grundsätzlich gut, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen, sei es zum Reisen oder für andere Aktivitäten.
    Allerdings halte ich ein vorheriges Kennen-Lernen z.B. an einem WE für wichtig, bevor man gemeinsam eine längere Reise(das kann auch schon eine Woche sein), antritt.
    Seit Anfang diesen Jahres denke ich über ein Begegnungswochende (Fr.-SO) mitten Deutschland (z.B. Umkreis Frankfurt/Main) nach, an dem möglichst viele Interessierte teilnehmen können.
    Falls Interesse besteht, meldet Euch einfach hier. Die Organisation würde ich übernehmen.
    Ob man nun zusammen reisen möchte oder eher nicht, sollte erst einmal keine Rolle spielen.
    Wichtig ist die Bereitschaft, sich persönlich zu treffen und das WE gemeinsam zu verbringen.
    Selbstverständlich mit der Möglichkeit des persönlichen Rückzugs jederzeit, wenn gewünscht.

    Traut Euch!

    Liebe Grüße - Marie





Beitrag von Holzkopf (582 Beiträge) am Samstag, 11.August.2018, 21:07.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Liebe Marie,
    an einem solchen Treffen hätte ich Interesse. Ob mit "Reiseoption" ist mir noch unklar. Aber ist ja auch so möglich, schreibst Du.
    Lieben Gruß
    Anke

Beitrag von maks2708 (332 Beiträge) am Samstag, 11.August.2018, 21:18.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Ihr Lieben,

    zuerst war es nur eine spinnerte Idee aber langsam denke ich ernsthaft darüber nach.
    Ich kann Vieles sehr gut alleine: ich wandere alleine bin alleine mit dem Rad unterwegs, reise auch alleine. Allerdings nur innerhalb von Europa. Und ich möchte gerne noch ein paar Länder in anderen Kontinenten bereisen. Sei es Südafrika oder Costa Rica oder... Und sehr gerne noch in diesem Jahr im Dezember.
    Darum frage ich jetzt ganz ernsthaft nach möglichen Reisepartner. Eine kleine Gruppe von ca. 6 Personen stelle ich mir ideal vor. Man findet ein gemeinsames Ziel, fliegt z.B. von Frankfurt aus los, mietet zwei Autos... und hat genügend Zeit (also mindestens 3 Wochen) um die unterschiedlichen Pläne unter einen Hut zu bringen. Natürlich muss jede(r) Mitreisende kompromissfähig sein. Es wäre also ein Abenteuer.
    Sicherlich ist ein vorab-Kennenlernen dafür hilfreich. Könnte man ggfs kurzfristig organsisieren.
    Liebe Marie, bei einem Treffen rund um Frankfurt bin ich gerne dabei. Bei mir vor Ort (Bergstraße/Odenwald) kann ich auch jederzeit bei der Orga mithelfen.
    freundliche Grüße

Beitrag von Mause (1137 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 02:21.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Eigentlich bin ich ja noch zu "jung", um hier wirklich mit diskutieren zu können.
    Aber die Zeit vergeht schnell und ich finde, es ist für mich nicht zu früh, mich auf die Zeit Ü70 einzustellen.
    Außerdem glaube ich, dass es für Trauernde gut ist, sich irgendwann wieder Träume zuzugestehen, egal wie diese im Einzelnen aussehen mögen.

    Was ich dazu gefunden habe:

    "Meine Seele hat es eilig"

    "Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe. Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst es mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, beginnt es, sie wirklich zu genießen.

    Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.
    Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
    Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
    Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
    Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten. Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
    Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süssigkeiten in der Packung.
    Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind. Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden. Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen. Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten. Es ist das, was das Leben lebenswert macht.
    Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren. Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.
    Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
    Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden. Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.
    Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
    Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eines hast."


    Mario de Andrade (San Paolo 1893-1945) Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler

    Die Gedanken gefallen mir gut, mit dieser Einchränkung:
    Ich bin mir nicht sicher, ob das, was ich noch vor mir habe, besser oder schlechter ist, als das, was ich bisher hatte. Aber es ist mein Ziel, das Beste daraus zu machen.










Beitrag von Vivian (485 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 10:05.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Liebe Marie,

    vielen Dank für den schönen Text. So spricht auch meine Seele zu mir und ich folge ihr gerne.

    Liebe Grüße, Vivian

Beitrag von Holzkopf (582 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 10:20.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Liebe Marie,
    das sind wirklich sehr treffende Gedanken. Schön, dass Du sie gefunden und hier veröffentlicht hast. Danke.
    Lieben Gruß
    Anke

Beitrag von Nafets (483 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 11:43.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Liebe Marie,,

    das sind wirklich sehr sehr schöne Zeilen, die genau das ausdrücken, was ich in mir empfinde.

    Aber gerade deshalb kann die Verzweiflung im Einzelfall auch besonders groß und tief sein, ... weil man z.B. aufgrund bestimmter Umstände gerade keine Chance hat, das tatsächlich so auch zu leben. In einer Welt da draußen, die genau anders herum tickt. Wenn die Geschwindigkeit des Karussells noch viel zu groß ist, um einfach mal so eben abzuspringen. Wenn das, was man sich von alledem so sehnsüchtig wünscht, momentan einfach nicht geht - die Uhr aber gnadenlos immer weiter tickt.

    Ich beneide Menschen, die so leben können, weil sie materiell gut versorgt sind und schon eine stabile Basis um sich haben. Für die Seele sehr gefährlich wird es aber, wenn die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit von Tag zu Tag größer wird ... ... nach den Gesetzen von Kapital, Macht, Wissen und was da sonst noch so alles Bedeutung hat, und man selbst immer noch in diesem Mosaik gefangen ist (auch im Sinne von "pacta sunt servanda").

    Betrachte ich mir Deine Zeilen, laufe ich iwie einem "Traum" hinterher, zu dem der Abstand gegenwärtig eher deutlich größer wird ...

Beitrag von everest (571 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 12:03.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Ja, ja! Die äusseren Bedingungen ... wieder!

    *** editiert von everest am Sonntag, 12.08.2018, 12:05 ***

Beitrag von blackeyes (1193 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 11:29.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Eigentlich ;-) – liebe Marie, ja eigentlich WILL ich hier gar nicht mitdiskutieren, denn eigentlich bin auch ich noch zu jung, weil ich zum Zeitpunkt des Todes meines Mannes diese magischen 70 noch nicht erreicht hatte. Es fehlten nicht ganz zweidreiviertel Jahre. Daher fühle ich mich von dem neuen korrigierten Titel dieses Threads auch nicht wirklich angesprochen ;-), doch ich möchte nicht zum Erbsenzähler mutieren.
    Ja, ganz klar, es folgt Protest: Warum meldest du dich dann überhaupt zu Wort?
    Ich mach's halt.

    Es ist so (glaube ich): ‚Eigentlich’ könnte jeder Trauernde, du, ich, der interessierte Fragesteller und hundert andere hier annähernd ein ganzes Buch über ‚seine eigene’ Trauer schreiben.
    Über den ersten, so großen Verlustschmerz, den man fast nicht zu überleben glaubte, über die Trauer in ihrem weiteren Verlauf, über Hoffnungen und Wünsche, über Rückschau und darüber, wo er jetzt steht, jetzt angekommen ist, über erneutes Hoffen und Bangen u.v.m.
    Hilft ihm das weiter? Manch einem ganz gewiss, denn Schreiben befreit.
    Hilft es anderen weiter? Vielleicht, vielleicht auch nicht ;-) (so würde man hier sagen).
    Was würde er bestenfalls mit seinem gesamten Aufschrieb über seine eigene "Trauer in späten Jahren" ernten? (Ich bleibe bei einer Persönlichkeitsform, weil es sich so leichter schreibt.)
    "Lob und Tadel" will sagen Mitleid auf der einen, Unverständnis auf der anderen und gut gemeinte Belehrung auf der nochmal anderen Seite.
    Und irgendwo dazwischen läge ganz sicher auch Verständnis, das er spüren würde.
    Will und braucht er Verständnis? Ja und nein, denn er weiß nicht so recht, was er eigentlich will.
    Warum nicht? Weil es ja eh keiner versteht...
    Doch, manch einer versteht, weil es ihm ähnlich, aber nicht ganz genau so ergeht.

    Und so dreht er sich im Kreis, unaufhörlich, immerzu, so drehen WIR uns hier im Kreis mit mancher Diskussion, schätze ich.
    Und warum ist das so?
    Weil keiner das Leben des anderen gelebt hat, weil keiner, der rät und be-rät, den Menschen er-lebt hat, weil keiner den Trauernden wirklich kennt und weil sich das Leben dieser ‚beiden’ Menschen und der Tod des ‚einen’ nicht mit ein paar Worten beschreiben und zusammenfassen lässt. Weil es tiefer geht, weil da viel war und noch ist. Ein ganzes gemeinsam gelebtes Leben.

    Ja, ich werde immer trauern, immer, tief im Herzen und so lange ich noch hier auf diesem Planeten bin.
    Ich habe viel geweint, in zwei Jahren mehr als in über 50 Jahren Gemeinsamkeit, bittere Tränen der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit.
    Und wenn es jetzt wieder mal schwer wird, dann weiß ich, dass es auch wieder besser wird, werden muss, später, morgen, irgendwann...

    ABER ich lebe (auch noch) und werde weiter-leben, und ich lache und liebe. Ja, es gibt Menschen, denen ich tatsächlich in Liebe und solche, denen ich in aufrechter Freundschaft verbunden bin. In Liebe, weil sie mithin SEIN Vermächtnis über zwei Generationen sind. Sie haben noch viele Lebensjahre vor sich. Und weil das so ist, sollen diese durch meine Trauer nicht überschattet werden, denn das würden sie im anderen Fall zweifelsohne. Und dann gibt es da ja noch so etwas wie eine Einbildung, eine schwache zwar, aber sie ist da: Ein klein wenig werde ich vielleicht noch gebraucht...

    blackeyes :)

    P.S.
    Die Gedanken des Mario de Andrade gefallen mir auch ganz gut. Ich habe noch nichts von ihm gehört (Lücke) und hab ihn auch noch nicht gegoogelt und wenn er ein anderer Jahrgang wäre, und ich noch im Berufsleben stünde (stände?), könnte ich mir einige Sätze auch gut als einen Coaching-Text vorstellen. ;-)

Beitrag von conny2 (1270 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 13:03.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    …könnte ich mir einige Sätze auch gut als einen Coaching-Text vorstellen. ;-)

    Wohl wahr, liebe blackeyes,

    Sätze wie: „Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eines hast" führen m.E. nicht wirklich weiter. Denn wir haben tatsächlich ja nur ein Leben, welches man allerdings ändern kann oder muss, wenn die Umstände danach sind. Aber das weiß wohl jede/r. Die Frage ist, ob und warum es zu einer Änderung kommt, z.B. weil man seine Partnerin/den Partner verloren hat, und was das für eine Änderung ist. Damit ist jede/r allein, unabhängig davon, wer mehr oder weniger empathisch mitredet. Und nicht jede/r findet eine für sie/ihn passende Antwort – was ebenfalls nicht neu ist.

    Und mit solchen Menschen zu leben, mit denen Mario de Andrade zu leben wünschte, das will wohl jeder. Leider kann man sich die Menschen um einen herum nur zum eher geringen Teil aussuchen. Auch das ist eine Binsenweisheit.

    LG, conny2

Beitrag von Holzkopf (582 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 16:26.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Hallo conny2,
    natürlich ist es Dein gutes Recht, Deine Meinung zu diesem Text hier zu äußern.
    Ich weiß von mir sehr gut, dass Dinge, die als eventuelle Plattheiten daherkommen, gerade von jemandem, also von mir, der davon betroffen ist, nicht als weiterführend gesehen werden.
    Tiefgründig, was immer das sein mag, ist nicht immer für jeden hilfreich, und Dinge, die "man eigentlich weiß", aber nicht tut, sind eben ungetan und damit bleibt derjenige im Althergebrachten stecken.
    Wissen hilft eben oft nicht weiter, sondern nur das wirkliche innere Erleben und vor allem das Tun.
    Da spreche ich aus eigener Erfahrung, die ich gerade jetzt als sehr schmerzhaft erlebe.
    Texte zu verreißen geht schnell, sie aber nachzuleben kann unter Umständen hilfreicher, aber eben auch sehr viel mühsamer und schwerer sein.
    Lieben Gruß
    Anke

Beitrag von conny2 (1270 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 17:41.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Texte zu verreißen geht schnell
    *
    Das stimmt, liebe Anke, aber ich hab’s ja ein bisschen begründet und empfinde auch keine Freude am Verriß. Man liest etwas und findet es gut oder weniger gut. Soll man, wenn es jemand gut und man selbst es nicht so gut findet, die Klappe halten? Das geht natürlich, aber so entstehen leicht Missverständnisse, die niemandem nützen.

    Nun ja, ich gelobe Besserung, ungeachtet eines weiteren „Verrisses,“ den ich gerade im Unterforum „Denkmal“ vorgenommen habe. Es ist wohl so, dass ich gerade etwas dünnhäutig gegenüber vermeintlich überzeugenden Erkenntnissen bin. Tut mir Leid.

    LG, conny2


    *** editiert von conny2 am Sonntag, 12.08.2018, 17:46 ***

Beitrag von Mause (1137 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 19:50.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Lieber Conny,

    nur zu, verreiße, wenn Dir danach ist!
    Es gibt Zeiten im Trauerprozess, da ist man dünnhäutig.

    Ich habe in meinem Leben auch schon Gedanken und Meinungen verrissen.
    Für mich sind Gedanken Anderer dann OK, wenn sie mich bestenfalls zum Nachdenken anregen.
    Genau genommen kann ich keinem Text eines anderen Menschen zu 100% zustimmen.
    So ist es auch mit diesem. Mir ist noch nirgends ein Text begegnet, dessen Inhalt für jeden Menschen nachvollziehbar oder bereichernd gewesen wäre.

    Ich habe mich noch nie coachen lassen, daher hab' ich keine Ahnung, wie's dort heutzutage zugeht.
    Über manche Supervision, die uns früher zuteil wurde, haben meine Kolleginnen und ich herzhaft gelacht; es genügte eine Portion gesunden Menschenverstandes, um dies tun zu können.

    Wir alle entwickeln uns ständig weiter und somit weiß ich heute nicht, wie ich in zehn Jahren darüber denken werde.
    Allerdings habe ich niemals in meinem Leben mehr meiner gefestigten Meinungen und Glaubenssätze über Bord geworfen, als in den vergangenen elf Jahren.
    Vielleicht ist es das wichtigste Erbe, das mein Lebensmensch mir hinterlassen hat: Leben ist bleibende Veränderung! Diese Erkenntnis hatten vor ihm auch schon andere, aber deswegen ist sie nicht falsch oder platt.
    Mein Liebster, hätte er mich überlebt, wäre verzweifelt gewesen, er hätte tief getrauert und dann die geschenkte Lebenszeit für sich angenommen, indem er nach neuen Wegen für sich gesucht hätte.

    Indem ich ähnlich weiterlebe und immer wieder versuche, das Beste aus meiner geliehenen Zeit zu machen, kann ich ihm nah sein, wann und wo immer ich will.
    Ich versuche zu leben, als würde ich ewig leben und gleichzeitig so, als müsse ich morgen sterben.
    Übersetzt: Ich habe wieder(bescheidene)Wünsche und Träume und ich erfülle sie mir, wenn ich daran Freude habe, sie zeitlich in den Ablauf passen und ich sie mir leisten kann zeitnah, ohne ihnen nachzujagen oder sie zu vermissen, wenn es nicht möglich ist.
    Ich möchte zufrieden sein, mit dem was ich noch haben kann - daran arbeite ich.
    Ob mir das in jeder Situation gelingen wird: Keine Ahnung. Ich sage auch nicht, dass es leicht ist, dahin zu gelangen.
    Zwei Dinge gestehe ich mir aktuell zu:
    Das Recht auf lebenslange Trauer;
    und
    das Recht mein Leben, dort wo es mir möglich ist, so zu gestalten, wie es mir gefällt.

    Teile uns gerne weiterhin unbesorgt deine Meinung mit.

    Liebe Grüße,

    Marie


















Beitrag von conny2 (1270 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 19:32.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Und so dreht er sich im Kreis, unaufhörlich, immerzu, so drehen WIR uns hier im Kreis mit mancher Diskussion, schätze ich.
    Und warum ist das so?
    Weil keiner das Leben des anderen gelebt hat, weil keiner, der rät und berät, den Menschen erlebt hat, weil keiner den Trauernden wirklich kennt und weil sich das Leben dieser ‚beiden’ Menschen und der Tod des ‚einen’ nicht mit ein paar Worten beschreiben und zusammenfassen lässt. Weil es tiefer geht, weil da viel war und noch ist. Ein ganzes gemeinsam gelebtes Leben.
    *
    Liebe blackeyes,

    das treibt mich auch um. Aber ich denke, dass es auch in der Trauer Fixpunkte gibt, die mehr oder weniger für alle gleich sind, auch wenn sie sich aus den von Dir genannten Gründen bei den einzelnen Trauernden unterscheiden. Ein solcher Fixpunkt ist für mich z.B. die Erkenntnis, dass die Liebe nicht mitstirbt, sondern weiter gelebt werden will. Das gilt wohl für jeden Trauernden gleichermaßen. Wenn man das für sich als richtig erkannt und bestätigt gefunden hat, kann man für sein weiteres Verhalten darauf aufbauen und wobei es auch eine Rolle spielt, ob man schon älter ist oder nicht. Denn dass die Liebe weitergelebt werden will, ist für einen jungen Menschen von anderer Relevanz als für einen älteren, weil sich der junge im Hinblick auf seine vermutlich noch längere Lebenszeit leichter für eine neue Liebe öffnen wird als ältere; vermute ich jedenfalls. Gleichwohl wird das natürlich von anderen Trauernden reflektiert oder angezweifelt, manchmal mit neuen Gedanken, die man mit den eigenen Gedanken abgleichen kann, wenn man will. Insofern hat das Drehen im Kreis auch sein Gutes, denn es bestätigt den eigenen Standpunkt oder stellt ihn infrage. Ich befasse mich z.B. gerade damit, dass es auf der vertrockneten Wiese der Trauer unheimlich viel Oberflächliches aber gleichwohl gern Geglaubtes oder Nachgesprochenes gibt, das sich, bei Licht betrachtet, als falsch erweist und deshalb überhaupt nicht weiterhilft oder sogar kontraproduktiv ist, wie z.B. dass man nur ganz einfach aufhören müsse, unglücklich zu sein um wieder glücklich zu sein. Darüber werden Bücher geschrieben! Es ist nicht zu fassen. Denn die Frage ist doch, wie man das macht, aufzuhören unglücklich zu sein? Sucht man sich einen neuen Partner oder macht man eine schöne Reise? Geht man zum Fußball oder kauft sich etwas Schönes? Oder genießt man es, gut essen zu gehen oder was? Tut mir leid, ich komme da nicht mit. Vielleicht ist das auch so ein Aspekt, mit dem man als Ü70 anders umgeht als Jüngere oder sollte ich vielleicht einfach weniger nachdenken, um wieder glücklich zu werden?

    Mal sehen.

    LG, conny2


Beitrag von Nafets (483 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 20:18.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Lieber conny2,

    ich persönlich glaube in der Tat, dass zu viel "Nachdenken" oft zu einer ganz argen "Glücksbremse" werden und viel zu viel Energie an der falschen Stelle abziehen kann.

    Denn mein "Glück" (und ich hatte in meinem bisherigen Leben davon auch schon reichlich) kam meist im "unerwarteten" Moment an ganz unerahnter Stelle und in jeweils ganz überraschender Art. Die "Liebe" zu einem anderen Menschen, der neue große "Fall" oder was auch immer - es bedeutete für mich und mein Empfinden so oft ein ganz großes Überrumpelungsmoment. Und genau so war es mit "Unglück" und "Pech" - alles kam so häufig nicht wie befürchtet oder erhofft. Die, die man sympathisch fand, interessierten sich nur für andere; den eigentlich avisierten neuen Fall bekam der schärfste und ungeliebte Wettbewerber; es traf im Sterben nicht mich, sondern meine Schwester und meine Frau, unsere Beziehung brach gar auseinander u.v.A.m.

    Es kam eben - wie gesagt - ganz Vieles am langen Ende gar oft gerade nicht wie "gedacht" ...

    Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich bin auch so oft ein "Gefangener meiner Gedanken" - die für andere (denen helfend) doch so oft sehr sehr wichtige Stützpfeiler für deren Leben wurden. Aber man ist andererseits viell. "sich selbst gegenüber" hin und wieder ein besonders schlechter Ratgeber. An anderer Stelle las ich dazu heute Morgen Folgendes:

    "Jeder Mensch hat unbewusste Motive, die ihn innerlich antreiben. Und diese unbewussten Motive spielen eine ganz entscheidende Rolle dafür, wie motiviert wir bei der Sache sind. Wenn ein Ziel mit unseren unbewussten Motiven übereinstimmt, dann spüren wir inneren Antrieb. Wir sind sozusagen von selbst motiviert und wir haben Lust auf das Ziel. Und wenn wir ein Ziel mit Freude verfolgen, dann geht es uns auch viel leichter von der Hand. Das ist von großem Vorteil, wenn wir länger an einem Ziel dranbleiben wollen.

    Es gibt nur einen Haken an der Sache: Leider sind uns diese Motive nicht wirklich bewusst, d.h., wir wissen in der Regel nicht genau, was uns innerlich antreibt."

    Soll nach meiner Vorstellung wohl folgendes bedeuten: Wir setzen uns bei vollem Bewusstsein oft "Ziele" im Leben, die aber bei genauerem Hinsehen eigentlich gar nicht zu uns und unserem (unbewussten) Inneren passen. Was Letzteres angeht, glaube ich, kann man durchaus über sich selbst im Laufe der Zeit einiges herausfinden. Wir können uns in unserem Handeln auch diesen unbewussten Grundlagen sicher mehr annähern. Aber ich glaube, es lässt sich nicht diametral umdrehen - die "unbewussten Motive" haben, seit sie uns von klein auf begleiten und steuern, die eigentlich Macht über uns - das lässt sich nicht so einfach intellektuell "umdenken".

    Also ist es wohl wichtig, das, was auf der Basis dieser unbewussten Grundlagen unser jeweils individuelles "Glücksempfinden" ausmacht (welche Art von "Glück" es dann am langen Ende auch immer sein mag), für uns "zuzulassen", es also nicht verstandesmäßig vorab "wegzudenken", nur weil das Bewusstsein dem Unterbewusstsein gerade einen Streich spielt. Den Horizont also "offener" und nicht "enger" zu halten. Denn am Ende kommt es sowieso immer so, wie es das LEBEN mit uns will, d.h. natürlich nur in der Bandbreite (weit oder eng), die wir - für das "Glücklichsein" - die Tür auch offen lassen.

    "Bewusstsein" und "Unterbewusstsein" - hatten wir schon einmal in der philosophischen Runde, und ist viell. doch ein viel größeres Thema als bisher gedacht(?).

    Liebe blackeyes, ja, wir drehen uns mit unseren jeweiligen Gedanken gar wirklich ganz ganz oft im Kreis ... ;-) - ohne jedoch stets schon unser wirkliches ICH viel tiefer innen drin in vollem Maße zu kennen ...

    Ganz lieber Sonntagsgruß
    Stephan















    *** editiert von Nafets am Sonntag, 12.08.2018, 21:07 ***

Beitrag von blackeyes (1193 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 20:57.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    • ... oder sollte ich vielleicht einfach weniger nachdenken, um wieder glücklich zu werden? •

    Ich weiß es nicht, lieber conny, vielleicht solltest du tatsächlich weniger denken, doch auf den Knopf drücken und das Denken abschalten, das funktioniert wohl nicht immer.
    Glücklich im Sinne wie wir es einst waren - nun ja, es gab in einem ganzen Leben sehr wohl auch überschattete Zeiten - , das werden wir wohl nicht mehr werden, denn dazu fehlt ein einziger Mensch.

    Ich bin schon wirklich glücklich, wenn ich, so wie heute, mit meinen Lieben zusammensitzen kann, weil es ein schöner Tag war und weil sie es ganz einfach so wollten. Man isst, man redet und tauscht sich aus über Gott und die Welt, vorwiegend über letztere ;-), ja, auch mein Mann war im Gespräch, es wurde ein paar Momente etwas wehmütig - aber wir waren ja nicht zusammengekommen, um traurig zu sein - und dann wurde wieder gelacht und alles war gut.
    Und auf der Heimfahrt hatte ich dann ein gutes Gefühl, irgendwie sonnige Gedanken und die Gewissheit, nicht alleine zu sein. Ich bin dann tatsächlich imstand und sage: Danke, Schicksal oder wer immer das bewerkstelligt, Danke, dass es so ist!

    Das Glück hat sich verändert, conny, es hat sich aber nicht gänzlich aus unserem Leben verabschiedet.

    LG
    blackeyes

Beitrag von Sansibar (75 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 21:06.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Nicht mehr nach-denken (zu können), wäre das Schlimmste was mir passieren könnte. Zum Beispiel dachte ich gerade darüber nach, warum Glück oft an Menschen oder Dingen festgemacht wird oder an einem super Auftrag in der Firma? Ich war schon oft wieder glücklich oder hatte Glücksmomente nach dem Tod meines Mannes und es hatte mit alldem nichts zu tun.

    Sansibar




Beitrag von blackeyes (1193 Beiträge) am Montag, 13.August.2018, 08:11.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Hallo Sanisbar,

    ich fürchte, du bringst da etwas durcheinander: Wir sind alle froh, dass wir noch (nach)denken können, alle hier, und es drehte sich lediglich um die Aussage, sich künftig gedanklich nicht 'mehr oder weniger zwanghaft' mit seinem eigenen Leid, mit seiner Sehnsucht, mit seinem Alleinsein auseinanderzusetzen.
    Und dass das Glück viele Gesichter hat, das wissen wir doch alle und haben wir ja auch im Verlauf unseres bisherigen Lebens erfahren.
    Es ging hier lediglich um eine ganz bestimmte Aussage.
    Und so, wie ich es in meinem Beitrag an Marie schon erwähnt habe, nämlich dass ich bei diesem Thread aus den unterschiedlichsten Gründen 'eigentlich' gar nicht mitdiskutieren WILL, werde ich das jetzt auch in die Tat umsetzen. Ich wünsche weiterhin noch einen guten Gedankenaustausch!

    Viele Grüße
    blackeyes

Beitrag von Fabiane (114 Beiträge) am Montag, 13.August.2018, 07:41.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Zitat Marie:
    „Ich habe wieder (bescheidene) Wünsche und Träume und ich erfülle sie mir, wenn ich daran Freude habe, sie zeitlich in den Ablauf passen und ich sie mir leisten kann zeitnah, ohne ihnen nachzujagen oder sie zu vermissen, wenn es nicht möglich ist. 
    Ich möchte zufrieden sein, mit dem was ich noch haben kann - daran arbeite ich.“

    Das ist eine Aussage, in der ich mich wiederfinde. Vielleicht reiben wir uns in dieser Diskussion so, weil wir unter glücklich oder unglücklich sein nicht alle dasselbe verstehen. Vielleicht ist Glück auch manchmal ein zu großes Wort.

    Wir waren in unserer Beziehung sehr glücklich und das war uns auch bewusst. Dieses Glück, das mich getragen hat, ist vorbei und wird es für mich nie wieder geben. Das macht mich sehr traurig und ich habe das sichere Gefühl, dass diese Trauer mich auch nicht wieder verlasssen wird. Das heißt aber nicht, dass ich immer unglücklich bin. Es gibt inzwischen auch für mich - wie blackeyes es beschreibt - durchaus wieder Momente, die ich genieße und punktuell so etwas wie ein kleines „Glücksgefühl“ empfinde . Das war so - trotz aller Trauer, das jetzt alleine erleben zu müssen - , als vor zwei Jahren unser drittes Enkelkind geboren wurde. Das ist manchmal so, wenn ich am Meer bin oder wenn ich nach einem schönen Zusammensein mit Freunden oder Familie empfinde, dass ich auch ohne meinen geliebten Mann nicht allein bin.

    Es sind sehr bescheidene kleine „Glücksmomente“ - in keiner Weise zu vergleichen mit dem, was ich hatte, aber inzwischen bin ich oft wieder in der Lage, sie zu erkennen und zu genießen. Mehr erwarte ich gar nicht und das hat sicher etwas mit dem Alter zu tun, in dem mich der größte Verlust meines bisherigen Lebens getroffen hat.

    Fabiane


Beitrag von Sansibar (75 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 12:10.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Der arme Kerl! So gehetzt habe ich mich auch mal gefühlt. Die Kunst ist es, trotz aller aufgeblasenen Egos, Widersachern, Manipulieren ect..seinen Weg zu finden und zu gehen und zwar nicht am Rande eines Burn Outs. Seele braucht Zeit, würde ich Herrn de Andrade raten.

    Sansibar

Beitrag von Louisa75 (198 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 15:32.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Vielen Dank, liebe Marie, für die Veröffentlichung dieses wundervollen Textes! Meine Seele ist in Eile, auf dem Weg ihrer inneren Gerechtigkeit, unabhängig von den äußeren Umständen.... liest sich für mich wie eine Zusammenfassung der Erkenntnisse aus meiner Trauer. Der Autor ist ja in der "Mitte seines Lebens" gestorben - gibt es irgendwo Infos darüber, wann er diesen Text verfasst hat? Besondere Umstände? Der Text ist seelisch sehr reif.

    Liebe Grüße
    Louisa

    *** editiert von Louisa75 am Sonntag, 12.08.2018, 15:34 ***

Beitrag von maks2708 (332 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 15:58.

  Re: Trauer im Alter = Ü70 - Reisen

    Liebe Marie,

    danke für diesen wunderbaren Text, der sehr treffend viele meiner momentanen Gedanken ausführlich bespricht.
    Auch unter 70 habe ich keine Zeit mehr für all diesen sinnlosen Kram, wie endlose Konferenzen mit Wichtigtuern, deren Themen um Belanglosigkeiten kreisen. Muss ich dabei sein und mitkreisen?
    Ich - 60 Jahre lang gesund - hatte im letzten Jahr mehrere Krankheiten, die mich u.a. auch zum Nachdenken brachten. Vielleicht habe ich noch 10 gute Jahre und anschließend noch ein paar mittelgute Jahre. Und ich möchte auf "keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben" verzichten. Auch wenn die Umstände das eigentlich noch (nicht) hergeben. Auch wenn ich nicht vom Karussell abspringen kann (@nafets), kann ich es entschleunigen und dadurch Freiräume schaffen und nachdenken. Es ist nicht nur für die Seele sehr gefährlich, sondern auch für den Körper, wenn die Kluft von Wunsch und Wirklichkeit von Tag zu Tag größer wird.

    freundliche Grüße

Beitrag von blackeyes (1193 Beiträge) am Sonntag, 12.August.2018, 12:06.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Liebe Marie,

    mit ein paar Einschränkungen meinerseits, die man sicher noch diskutieren könnte, wäre ich einem Treffen nicht abgeneigt.

    Miteinander verreisen wäre dann schon wieder eine andere Hausnummer, aber über Europa hinaus für mich kein Thema (mehr). Ansonsten - schaumermal...

    ;-) blackeyes

Beitrag von Mora (359 Beiträge) am Montag, 13.August.2018, 18:11.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Liebe Marie, ich habe mit Interesse Eure Beiträge hier gelesen, und kurz bevor es jemand aussprach, kam mir der Gedanke: mit denen müsste es doch toll sein zu verreisen! Und das, ohne Euch persönlich zu kennen (außer Dich, Marie, weiß nicht, ob Du Dich erinnerst). Ich habe mich so angesprochen gefühlt, gerade auch von dem Bild dieses alten Ehepaars, das seinen Lebensabend gemeinsam verbringen darf. Das Alleinsein ist ein Zustand, mit dem ich zwar gut zurecht komme - den ich aber nichtsdestotrotz als unnatürlich empfinde. Und zugegeben hadere ich auch in meinem tiefsten Inneren damit.

    Ich bin mittlerweile 67, verwitwet bereits mit 57. Durch unseren Berliner Stammtisch hat sich die eine oder andere Freundschaft mit wesentlich jüngeren Menschen entwickelt, was ich sehr schön finde ... aber manchmal hätte ich schon auch gerne mehr Kontakt zu anderen Verwitweten in meinem Alter.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Bei einer solchen Reise wäre ich ggf gerne dabei, sofern Ihr mich mitnehmt - auch wenn ich bisher nicht mitgemischt habe (und eher durch Zufall in diesem Forum unterwegs bin). Und natürlich muss es auch zeitlich passen.

    Liebe Grüße erstmal, Mora

Beitrag von conny2 (1270 Beiträge) am Montag, 13.August.2018, 09:27.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Ihr Lieben,

    danke für Eure Antworten.

    Es ging mir nicht darum, destruktiven Gefühlen Raum zu geben oder sie gar auszuleben, sondern darum, dass es (bei mir) nichts nützt, Trauer mit etwas zu etikettieren, das sich gut anhört.

    @fabiane und backeyes,

    Ich kann Euch gut folgen. Trauer Ü70 ist = „das sich umgrenzende Ich“ (Benn)

    Liebe Grüße
    conny2



    *** editiert von conny2 am Montag, 13.08.2018, 09:48 ***

Beitrag von Holzkopf (582 Beiträge) am Montag, 13.August.2018, 18:06.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Hallo conny2,
    das klingt schon recht versöhnlich. Diese von Dir selbst so bezeichneten destruktiven Gefühle können meiner Meinung nach bei Menschen, die frisch trauern und die "Alten Hasen" anklicken, eine genauso starke Wirkung haben wie die aufmunternden Worte anderer, nur eben in die falsche Richtung.

    Natürlich sehe ich auch, als ebenfalls frische 70erin, dass die schöne Zeit mit meinem Mann nicht mehr wiederkommt und dass die verbleibende Zeit nicht mehr so schön sein wird wie zuvor.
    Aber, und das ist mir wichtig zu schreiben, auch wenn die verbleibende Zeit nicht mehr so lange sein wird, so ist sie es doch auch wert, gefüllt zu werden.
    Wenn Du schreibst, dass es nichts nützt bei Dir, ist das eine Selbsterkenntnis.
    Manchmal hatte ich den Eindruck bisher, also vor dieser Deiner Erkenntnis, dass Du das Trauern und Leben in der Vergangenheit so erhöhst und denjenigen, die ihrem Leben versuchen, noch einen anderen Sinn zu geben, quasi unterstellst, sie machten sich entweder etwas vor oder sie vergäßen ihre Liebsten zugunsten eines späten Glücks. Vielleicht liege ich bei diesem Eindruck auch falsch.

    Ich sehe es so, dass es eine Anpassungsleistung, mit Betonung auf Leistung, ist, sich auf die Gegebenheiten einzustellen. Diese Leistung ist anstrengend und, wie bei jeder Leistung, mit Arbeit verbunden.
    Wenn man sich dazu nicht in der Lage sieht, weil die Trauer vorherrschend ist, dann kann man, so man es will, sich Hilfe holen.
    Ich wiederhole mich da, es geht mir dabei überhaupt nicht darum, irgendwelchen Erwartungen, die es in meiner Familie auch nicht gibt, zu entsprechen, wieder am Leben teilzunehmen. Und es geht auch überhaupt nicht darum, und das empfinde ich auch als gewisse Unterstellung, sich ein Glück einzureden, was nicht mehr da ist.
    Wenn ich nun z.B. die Entwicklung unserer Söhne beobachte, würde mir das natürlich viel mehr Freude bereiten, wenn ich das mit meinem Mann teilen könnte.
    Nun freue ich mich alleine daran und versuche das, im Bewusstsein, dass es ein Pflaster ist, im Herzen mit meinem Mann.
    Wenn hier manche, weit aus Jüngere als ich, schon geschrieben haben, dass sie wollen, dass sie wieder glücklich sind, so konnte ich da auch nur daneben stehen und mir sagen, dass ich diese Gefühle nicht habe. Habe ich auch immer noch nicht, quasi als Vorsatz, aber ich möchte mich an dem freuen, was mir noch möglich ist.
    Und ich möchte nicht, dass dies als etwas betrachtet wird, "da machst du dir nur etwas vor und übertünchst die Trauer."
    Wie schon an anderer Stelle gesagt: Ich glaube, dass ich beides kann, trauern, und das oft heftig, und auch mich an Vielem erfreuen.
    Lieben Gruß
    Anke

Beitrag von conny2 (1270 Beiträge) am Dienstag, 14.August.2018, 09:22.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Hallo Anke,

    ich habe nicht geschrieben, dass es bei mir nichts nützt, die verbleibende Zeit sinnvoll auszufüllen, sondern dass es (bei mir) nichts nützt, die Trauer mit etwas zu etikettieren, das sich gut anhört.

    Freundliche Grüße
    conny2


Beitrag von Nafets (483 Beiträge) am Dienstag, 14.August.2018, 10:29.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Lieber conny2,

    denkst Du dann gar an die Kategorie "Etikettenschwindel"?

    Und was ist mit "Trost"? Der erfolgt doch auch ganz oft durch "Worte", eben nicht nur allein durch "Gesten" und "Berührung" ...

    Die "Trauer" gehört zum Leben ... aber m.E. ist sie weder dessen absoluter Mittelpunkt noch dessen eigentlicher Sinn. Und doch machst Du sie - so mein Eindruck - ständig zum Mittelpunkt aller Deiner Gedanken, machst sie quasi übermächtig über Dein Leben.

    Du bist ein sehr kluger Mann - versuche es einmal und lenke Deine Gedanken auf einen anderen "Sinn". Viell. brauchst Du dazu auch mehr "Gemeinschaft" draußen im allgemeinen Leben. Geh' raus "zu den Menschen" - und lass Literatur und Bücher hinter Dir zurück. Wäre je bestenfalls auch nur "Etikett" - als lediglich "sprachliche" Umschreibung von Inhalten ;-). "Gemeinschaft" mit anderen in der Gruppe erleben - kann ein sehr guter Weg sein, mag er Dir zunächst auch nur (minderwertig) als "Ablenkung" erscheinen, um aus allen bisherigen Gedankenkreiseln etwas auszubrechen. Probier es einfach aus, zusammen mit anderen Neues zu finden und zu verfolgen. Unter uns sind viele, die sich aus gutem Grund mit anderen in kleinen oder größeren Kreisen treffen und verbünden - zu welchen Zielen und Inhalten auch immer; und seien es auch Urlaubsreisen und der Besuch von Stätten bedeutender Kultur.

    Ich würde es Dir wünschen.

    LG
    Stephan





Beitrag von Sammy2009 (194 Beiträge) am Dienstag, 14.August.2018, 10:42.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Danke Stephan, dass Du das mal so formuliert hast... genau das haben nämlich 4 Mitglieder aus dieser Community gemacht, von denen ich eine bin... wir treffen uns, wir tauschen uns aus und wir helfen uns gegenseitig, wenn bei einem die Kurve nach unten zeigt.
    Sehr hilfreich - weil wir alle ja das gleiche Schicksal (ungefragt) teilen (müssen).

    Und wir lernen auch wieder VERTRAUEN - in sich selbst und in andere (das ist jetzt direkt an Dich gerichtet, lieber Stephan;) )

Beitrag von conny2 (1270 Beiträge) am Dienstag, 14.August.2018, 12:13.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Lieber Stephan,

    nein, ich denke nicht an Etikettenschwindel; das wäre eine Lüge über z.B. den Inhalt einer Ware. Ich denke eher daran, dass etwas so Unschmackhaftes, wie die Trauer, nicht dadurch schmackhaft wird, dass man es mit einer wohlschmeckenden Sauce übergießt.

    Ich weiß, dass es einen Weg aus der Trauer gibt. Er führt durch die Katakomben der Seele und ist länger als gedacht.

    http://t1p.de/uhtc

    Aber er muss gegangen werden. Und ich frage mich, ob u.a. die Wege des Akzeptierens, des Loslassens oder des positiven Denkens zielführende Abkürzungen sind.


    Freundliche Grüße
    conny2
    PS:
    Ich werde mich für eine Weile zurückziehen.

Beitrag von Louisa75 (198 Beiträge) am Dienstag, 14.August.2018, 16:56.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Lieber conny2,

    dass es sie gibt, Abkürzungen in der Trauer, glaube ich nie und nimmer. Deine Trauer ist wie sie ist, wie sie sein will, genau wie dein Weg dein individueller Weg ist, in der Trauer, im Leben. Ich komme immer wieder an den Punkt der, meiner Erkenntnis, dass in der Trauer und im Leben die Gefühle, die da sind, gefühlt werden wollen, einfach nur gefühlt werden wollen, so wie sie eben sind. Und wenn es ein Leben ist, das die Trauer als von allem untrennbar in sich trägt, die symbiotische Beziehung geistig-seelisch weiterlebend, dann ist das so. Ganz einfach. Es ist dein Leben und deine Entscheidung, wie du dein Leben lebst. Wer außer dir selbst könnte beurteilen, wie es gelebt werden möchte.

    Dein Foto vom Sonnenuntergang am Weststrand, wunderschön! Wirst du eines Tages für dich spüren können, ob sie tatsächlich vor Ort ist?

    Liebe Grüße
    Louisa

Beitrag von Holzkopf (582 Beiträge) am Dienstag, 14.August.2018, 18:27.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Auch wenn ich nicht conny2 bin, will ich kurz auf das eingehen, was Du Louisa gerade schreibst:
    Natürlich geht jeder seinen ihm/ihr gemäßen Weg und ist darüber niemandem Rechenschaft schuldig.
    Ich für meinen Teil will aber nicht nur ausschließlich dem nachgehen, was sich in mir selbst entwickelt. Vielleicht sind da andere kreativer oder näher an ihren Intuitionen. Ich nicht.
    So las und lese ich auch hier sehr aufmerksam die Ideen und Wege anderer Trauernder. Alles finde ich interessant, aber das allermeiste davon trifft auf mich nicht zu, aber eben doch die eine oder andere Idee.
    Mir ist die Sicht, dann läuft es eben so, wie es muss, etwas zu fatalistisch.
    Wichtig ist dabei meiner Meinung nach: Will ich so weiter machen, wie das bisher läuft, oder will ich etwas anders machen, weil ich mit dem bisherigen Weg sehr unglücklich, unzufrieden oder wie auch immer, bin.
    Ein Impuls, in eine andere Richtung zu gehen, kann natürlich nur aus mir heraus kommen.
    Lieben Gruß
    Anke

    *** editiert von Holzkopf am Dienstag, 14.08.2018, 18:33 ***

Beitrag von Louisa75 (198 Beiträge) am Mittwoch, 15.August.2018, 18:06.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Es war nicht fatalistisch gemeint, liebe Anke, ich kann aber verstehen, dass es vielleicht so rübergekommen ist. Ich wollte ausdrücken, dass das, was conny2 hier als seinen Weg beschreibt, Akzeptanz und Wertschätzung verdient, ganz einfach, weil es sein ganz eigener Weg ist. Ich empfinde das wie du, der Impuls zu eventueller Veränderung muss von innen kommen. Der Austausch hier ist ja immer auch die Chance zur Veränderung, wenn man das möchte. Manchmal hilft es aber auch schon oder ist es das Ziel, die Dinge, die einen umtreiben, hier geistig-rational zu diskutieren, so habe ich conny2 bisher immer verstanden. Und das würde ich ihm gerne lassen. Hast du auch, ich weiß, mein Beitrag sollte keine Kritik an dir sein, liebe Anke.

    Liebe Grüße
    Louisa

Beitrag von Holzkopf (582 Beiträge) am Dienstag, 14.August.2018, 13:14.

  Re: Trauer im Alter = Ü70

    Hallo conny2,
    ich glaube, das habe ich so verstanden, wie Du es formuliert hast.
    Obwohl ich merke, dass wir anscheinend an einander vorbeireden, will ich doch dazu etwas erklären:
    Ich benenne Trauer als Trauer, nach außen und auch vor mir selbst. Wenn ich trauere, dann trauere ich.
    Ich brauche kein Etikett, mit dem ich die Trauer als etwas anderes bezeichne oder eine Sauce, die ich auf die Trauer gieße.
    Ich lebe die Trauer, habe sie wahrscheinlich immer in mir als Grundstimmung, aber ich versuche, daneben, zwischendurch, darüber oder darunter, wie man es auch darstellen will, das Leben außerhalb dieses Verlustes nicht nur wahrzunehmen, sonder auch bewusst als schön anzusehen, was mich erfreut und sogar ab und zu glücklich macht.
    Mir fällt dazu gerade ein, spreche damit natürlich nur für mich: Ich lese und schreibe seit genau vier Jahren hier im Forum, ein halbes Jahr nach dem Tod meines Liebsten habe ich damit angefangen.
    Ich gucke jeden Tag ins Forum, weil ich mich hier mit Menschen austausche, die ebenso trauern wie ich. Ebenso meint nur die Tatsache als solche, ansonsten kann ich natürlich keine Vergleiche ziehen. Hier kann ich darüber reden und diesen großen Verlust von allen Seiten betrachten und beleuchten.
    Daneben gibt es "die andere Welt", in der ich eben genau diese Möglichkeit nicht habe und auch schon lange nicht mehr möchte. In dieser anderen Welt können eben diese Dinge sich ereignen, die mich freuen oder mich sogar glücklich machen können, wobei ich mich natürlich auch außerhalb meiner Zeit im Forum mit meiner Trauer oder der anderer beschäftige.
    Auch hier im Forum haben mich übrigens Äußerungen anderer schon gefreut, davon abgesehen.
    Um zum Anfang zurückzukommen:
    Meine Trauer leugne ich nicht, verstecke sie nicht und begegne ihr täglich. Aber sie füllt nicht mein gesamtes Leben aus und ich erlebe, weil ich das zum Teil auch bewusst so steuere, auch schöne und zuweilen auch glückliche Zeiten.
    Ich glaube, noch mehr Worte verwirren eher.
    Lieben Gruß
    Anke



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  Re: Weihnachten   Mause 15.12.18, 13:15
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  Re: Weihnachten   blackeyes 17.12.18, 23:12
  Re: Weihnachten   conny2 17.12.18, 21:08
  Re: Weihnachten   Eldarion 17.12.18, 22:32
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  Re: Weihnachten   Karart 20.12.18, 12:19
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  Re: Gedanken zu Weihnachten   conny2 20.12.18, 18:51
  Re: Gedanken zu Weihnachten   RehTse 21.12.18, 13:45
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  Re: Manchmal...   Emmichelle 4.12.18, 16:23
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  Re: Nachdenklich... II   Wendland 29.10.18, 21:28
  Re: Nachdenklich... II   Pumbaline 29.10.18, 22:07
  Re: Nachdenklich... II nachtrag   Wendland 29.10.18, 23:01
  Re: Nachdenklich... II nachtrag   Pumbaline 30.10.18, 17:54
  Re: Nachdenklich... II   Jasmin2 30.10.18, 09:12
  Re: Nachdenklich... II   Wendland 30.10.18, 10:08
  Re: Nachdenklich... II   Pumbaline 30.10.18, 19:14
  Re: Nachdenklich... II   Traene222 30.10.18, 09:42
  Re: Nachdenklich... II   Pumbaline 30.10.18, 19:01
  16 jahre    bear 26.10.18, 22:29
  Re: 16 jahre    cs65 27.10.18, 20:05
  Re: 16 jahre    Traene222 27.10.18, 22:21
  Re: 16 jahre    morbus 31.10.18, 13:31
  Er fehlt mir so   Rose1962 22.10.18, 16:48
  Re: Er fehlt mir so   PatriziaB 26.10.18, 13:18
  er fehlt mir so   PatriziaB 22.10.18, 14:58
  Frage an die „alten Hasen“   adiamo 19.10.18, 18:50
  Frage an die "alten Hasen"   Sammy2009 19.10.18, 14:06
  Re: Frage an die "alten Hasen"   conny2 19.10.18, 18:41
  Re: Frage an die "alten Hasen"   everest 19.10.18, 18:49
  Re: Frage an die "alten Hasen"   Sammy2009 19.10.18, 19:28
  Re: Frage an die "alten Hasen"   conny2 20.10.18, 10:06
  Re: Frage an die "alten Hasen"   everest 20.10.18, 10:40
  Re: Frage an die "alten Hasen"   Jasmin2 20.10.18, 10:54
  Re: Frage an die "alten Hasen"   Sammy2009 21.10.18, 23:23
  Re: Frage an die "alten Hasen"   blackeyes 20.10.18, 11:53
  Re: Frage an die "alten Hasen"   Sammy2009 21.10.18, 23:37
  Meine Trauerreise nach Sylt   conny2 8.10.18, 15:33
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   minigab 8.10.18, 18:25
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   Holzkopf 8.10.18, 18:54
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   hans57 8.10.18, 18:56
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   annaresi 8.10.18, 23:22
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   Ullili 8.10.18, 23:48
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   mudinjuh 9.10.18, 15:02
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   conny2 9.10.18, 19:00
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   Fabiane 10.10.18, 08:53
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   conny2 10.10.18, 20:10
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   blackeyes 10.10.18, 10:41
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   conny2 10.10.18, 11:49
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   blackeyes 10.10.18, 12:09
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   conny2 10.10.18, 12:21
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   blackeyes 10.10.18, 14:35
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   conny2 13.10.18, 18:10
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   annaresi 13.10.18, 20:13
  Re: Meine Trauerreise nach Sylt   conny2 5.11.18, 11:14
  Nachdenklich...    Pumbaline 3.10.18, 20:34
  Re: Nachdenklich...    Sammy2009 3.10.18, 21:31
  Re: Nachdenklich...    Pumbaline 3.10.18, 21:49
  Re: Nachdenklich...    morbus 16.10.18, 13:06
  Re: Nachdenklich...    Pumbaline 16.10.18, 20:48



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