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Beitrag von Nafets (512 Beiträge) am Dienstag, 23.Juli.2019, 16:10.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Im Prozess eigener "innerer Wandlung" oder: Wie viel "Hilfe von außen" habe ich ganz persönlich gebraucht?

    Als ich das Unheil schon kommen sah (da lebte meine Frau noch), aber darüber vereinsamte (wozu ich bereits früher einiges schrieb), bin ich an allem fast zerbrochen. Kein "Ehrgeiz" mehr, ohne "Ziel und "Plan", zurückgezogen im Schneckenhaus, "hadernd" mit dem Schicksal, kaum "Wertschöpfung" im Beruf, aber langes Starren auf den PC und aus dem Fenster ... ...

    Dann zerbrach uns tatsächlich - auch aus anderen zusätzlichen Aspekten - kurz vor dem Tod meiner Frau unsere Beziehung und mit ihr nach und nach mein ganzes "altes" Leben. Vieles, was ich so liebte und worauf ich immer hingearbeitet hatte, war mit einem Mal ganz weg ... Folgerichtig erwischte es mich dann auch selbst: Kein Ehrgeiz mehr, keine wirklichen Ziele, schwindender Lebenswille u. dergl. mehr - ganz große Leere, Traurigkeit und Verzweiflung...

    Was auch immer alles von dem Begriff "Depression" erfasst sein mag - ja, da steckte ich wohl ganz tief drin. Der Akku lud sich nicht mehr auf - zu sehr tiefentladen und deutlich beschädigt. Alles nur noch auf "Notbetrieb" im täglich drückenden Überlebensmodus. Auf einmal auch "Angstgefühle", "Unsicherheit" gegenüber der Zukunft ...

    Eines meiner Probleme: In der "Analyse" der eigenen Lage ganz stark - aber dennoch lange nicht bereit, die Dinge anzunehmen wie sie sind. "Erkenntnisfähigkeit" ja - "Steuerungsfähigkeit" nein. Passiv bleibend - nur noch alltäglich "getrieben" von lästigen Pflichten. Schon auch häufige Wiederkehr eines "Haderns" mit dem Schicksal und Verlust - dabei stets vor Augen, dass ich eigentlich nicht "will", was ich nun doch "muss" (innere Gegenwehr sozusagen). Nicht damit klarkommend, in den Ansprüchen "rückwärts" zu gehen - weil von Kindesbeinen erzogen und getrimmt auf "Leistung", "Steigerung" und Erreichen immer höherer Ziele.

    Das war mir alles klar; es brauchte keinen Therapeuthen, mir das zu sagen.

    ICH musste also etwas an mir tun - und zwar wirklich unter eigener Regie. Mich ganz persönlich hätte dagegen (mit meinen ureigenen charakterlichen Zügen) eher verunsichert, "fremdgesteuert" und von der Hilfe anderer "abhängig" zu werden [wobei ich ausdrückich nicht sage, dass das objektiv bei therapeutischer Hilfe so ist, sondern nur, wie ich es wohl subjektiv für mich empfunden haben würde !].

    "Motivation" braucht Ziele. Solche neu zu finden, war nicht ganz einfach, denn ich musste mich "umpolen" - vom "sehr viel Wollen und Erreichen" zum "bescheidener Werden" und innerlichen Akzeptieren, dass am Ende "weniger" - im richtigen Licht besehen - vielleich sogar deutlich "mehr" sein kann.

    Dieser Wandelungsprozess dauert noch an - und es gibt auch Tage mit Rückschlägen und Tränen.

    ICH werde mich also vernutlich tatsächlich ein Stück weit wandeln zu einem neuen ICH, d.h. auf ganz neue Weise authentisch werden, aber eben schon auch ICH als ICH bleiben (d.h. auch mich in mir selbst wiederfindend).

    Mir hat der Diskurs mit Euch und vielen anderen tollen Menschen sehr geholfen - in diesem Herausfinden, was ich will und was nicht, was nicht mehr erreichbar und/oder erstrebenswert ist und was doch. Ich habe dabei, durch Lesen hier, durch miteinander sprechen, durch sich persönlich treffen, durch Katzwinkel u.v.a.m. ganz tollen, sehr wichtigen und hilfreichen "Input" bekommen. Manch' ein Beitrag hat mich viell. emotional sehr berührt oder gar aufgeregt - gerade weil das so war und ich herausfinden wollte "warum", war er dadurch sogar besonders wertvoll. Manipuliert habe ich mich nie gefühlt. Und ich hatte am Ende auch privat wieder neues Glück.

    Aber hätte mir ganz persönlich eine Therapie geholfen? Hätte ein Therapeut sich überhaupt in meine komplexe Situation (ohne eigenes Erleben) einfühlen können? Was hätte es mich an zusätzlicher Zeit und Energie gekostet? Und wären wir an bestimmten Schlüsselpunkten viell. sogar zu ganz unterschiedlichen, divergierenden Ansichten gelangt? Hätten mich nicht solche Gespräche dadurch nur zusätzlich weiter belastet (iSv. reizüberflutet und überfordert; vgl. die Untersuchungsergebnisse von "Parlow, Zart besaitet")? Brauchte ich nicht eher (wenigstens vorübergehend) mehr "Ruhe" und Zeit für mich selbst? Und hätte ich das alles am Ende wohl auch noch medikamentös abfedern mögen?

    Ich weiß nicht, was in Zukunft alles noch kommt. Aber für mich ganz persönlich - und ich spreche hier wirklich nur für mich - war es wichtig, mich wieder "von allein" aufzuraffen, den Weg in die Zukunft auch a k t i v zu gehen. Es ist immer noch schwer, erst recht, wenn man mit Verantwortung für viele Mitarbeiter beruflich selbständig ist und auch hier ganz große Baustellen beackern muss. "Wollen", "Können", "Müssen" - passt nicht jeden Tag ausreichend zusammen. Manchmal kommen auch "Ablenken lassen" und "Träumen" dazwischen - allerdings glücklicherweise wieder zunehmend mehr vorwärts als rückwärts gewandt.

    Es hat lange gedauert und der Weg ist auch längst nicht zuende gegangen. Gefühlt wird er viell. ewig weit bleiben, denn immer wieder werden neue, auch unbekannte Wegstücke hinzukommen. Aber ich weiß immerhin inzwischen wieder, "was ich gerne wollen würde", und damit ist - glaube ich - schon sehr sehr viel gewonnen ...

    Andere, viell. auch bescheidenere Perspektiven wieder als Ziel zu sehen ... Am Ende wird dann viell. schon das Beschreiten des Weges an sich zum Ziel: durch zunehmende Geduld; im Wunsch nach weniger Stress; im steten, kontinuierlichen Herangehen an Neues; im wieder Glücklich sein; in der Wiederentdeckung von Gelassenheit und Selbstsicherheit u.v.a.m. - in allem begleitet von guter, dankbarer und unvergesslicher Erinnerung!



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Beitrag von Yhona (8 Beiträge) am Samstag, 20.Juli.2019, 13:26.

  Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo zusammen,

    mein Mann ist vor 3 Jahren verstorben und gerade bin ich nach einigen ganz guten und geschäftigen Monaten (Hausverkauf, Umzug) wieder sehr oft sehr traurig.
    Dieses "Überrolltwerden" von Gefühlen passiert einfach. Eigentlich dachte ich noch vor ein paar Wochen "jetzt wird es endlich besser" und dann kommt dieser Gedanke, sieht man dieses Bild, hört man dieses Lied - und dieser unendlich tiefe innere Schmerz ist wieder da. Ich kann keine Bilder von ihm aufhängen, es ist so schmerzhaft, ständig daran erinnert zu werden, dass unsere gemeinsame Zeit vorbei ist. Ich habe immer noch diese Sehnsucht nach meinem Mann und bin verzweifelt darüber, dass unser schönes gemeinsames Leben zuende ist und die geplante Zukunft niemals Wirklichkeit wird. Und immer noch bin ich der halbe Mensch, der zurückgeblieben ist ohne meinen Mann. Eine ganze Hälfte von mir fehlt, nichts kann sie ersetzen. Wie soll ich so weiterleben?

    Ich zweifle dann auch, ob das noch normal ist, aber das, was ich, was wir alle erlebt haben, ist ja auch nicht normal! Wenn ich bedenke, dass ich in den letzten 4 Jahren erst meinen Vater, dann meinen Mann, danach unseren Hund ("nur" ein Tier, aber ein ebenfalls schmerzhafter Verlust) und dann auch noch fast mein eigenes Leben durch einen Herzinfarkt verloren habe, finde ich schon, dass es normal ist, dass ich mehrere Jahre brauche, um das zu verarbeiten und mich selbst ganz neu im Leben zu positionieren. Aber genau das fällt mir extrem schwer. Ich habe eine starke Antriebsschwäche und kann mich kaum überwinden, etwas für mich zu tun, obwohl es mir helfen würde und ich es aus gesundheitlichen Gründen auch tun muss (z.B Sport, Ernährung). Ich tue nur das, was für mich und meinen Sohn (20 J.) zum Überleben notwendig ist: Arbeiten, Einkaufen, die nötigsten Hausarbeiten, organisatorischer Schreibkram. Unser familiärer Zusammenhalt ist recht groß, jede Woche bin ich bei meiner Mutter, meine Schwester wohnt aber 600km weit entfernt. Es gibt hier und da vereinzelt Treffen mit Geschwistern meines Mannes oder gemeinsamen Freunden. Meine beste Freundin wohnt 250km entfernt. Eigentlich läuft alles so, wie zuvor auch, allerdings haben mein Mann und ich die meiste Zeit zu zweit oder mit unserem Sohn verbracht und während dieser Zeit bin ich jetzt meistens allein. Ich bin gerne alleine, aber manchmal fühle ich mich auch einsam. Meine Freizeit verbringe ich fast ausschließlich vor dem Fernseher oder dem PC, irgendwie unfähig, mich mit "schönen" Dingen zu beschäftigen, raus ins neue Leben zu starten. Als wäre ich gefangen in einer Endlosschleife des Nichtstuns, mit Bleigewichten auf den Schultern, die es fast unmöglich machen, mich zu bewegen. Um mich herum bewegt sich die Welt vorwärts, die Zeit vergeht. Mein Kopf weiß, dass es !3 Jahre! sind, aber für mich fühlt es sich an, als sei erst ein Jahr vergangen. So will ich nicht leben.

    Ich bin schon 2 1/2 Jahre in psychologischer Betreuung, habe aber schon einige Monate das Gefühl, da auf der Stelle zu treten und werde das beenden. Es hat mir wirklich geholfen, aber jetzt soll was Neues kommen und dazu muss ich das Alte abschließen.

    Wie habt ihr in euer neues Leben gefunden? Wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr sagen konntet: Jetzt bin ich wieder zufrieden, vielleicht sogar glücklich? Oder geht das überhaupt?

    LG
    Yhona



Beitrag von blackeyes (1229 Beiträge) am Sonntag, 21.Juli.2019, 11:53.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo Yhona,

    es gibt ganz sicher verschiedene Möglichkeiten in ein neues, ein anderes Leben zu finden, denn letztendlich ist das jetzige ja nicht mehr das Leben, das wir vorher hatten. Ich bin davon überzeugt bzw. wünsche dir, dass du noch einige Antworten bekommen wirst, die hilfreich für dich sind. Allerdings glaube ich nicht, dass es ein Patentrezept für dein Anliegen oder das Problem "Neues Leben" gibt, das allgemeingültig und vor allen Dingen auch so anwendbar ist.

    Ich habe von der ersten Stunde an gewusst, dass man es überleben kann, dieses schlimmste aller Ereignisse, die einem widerfahren können. Dazu hatte ich zu viele Beispiele aus meinem nächsten Umfeld, aber für mich selbst wusste ich eben überhaupt nicht WIE sich das vollziehen sollte.
    Das Leben ist seinen Gang mit mir gegangen. Ja, so einfach hört sich das im Nachhinein an. Es ist für mich nicht leichter geworden, nein. Meinen Liebsten kann mir niemand mehr zurückgeben, das hat der Verstand schon lange realisiert, aber "dieses bescheuerte Herz" wollte es nicht so recht wahrhaben ;).
    Nach Zeiten großer Verzweiflung und der inneren Zerrissenheit wusste und weiß ich: Die Trauer um meinen Mann wird immer in meinem Herzen bleiben, immer, bis zu meiner letzten Stunde, aber sie wird mich nicht daran hindern, das Schöne im Leben zu sehen, am Leben der Jugend und an dem von anderen teilzuhaben und meines weiterzuleben.
    Und irgendwann habe (auch) ich dann dieses Gefühl der Dankbarkeit kennengelernt. Warum? Weil ich einen Mann hatte, der sein Leben über Jahrzehnte mit mir geteilt hat und an den in seiner Güte und seinem Verständnis so schnell kein anderer herangereicht hätte. Zudem bin ich weder chronisch krank noch muss ich Not leiden; ich bin nicht ganz alleine, sondern kann auf liebe Menschen und vor allen Dingen auf meine Restfamilie "zurückgreifen". Sind das allein nicht schon unschätzbare Werte?

    Glücklich? Dazu werden dir andere sicher mehr erzählen können, die ein neues Glück welcher Art auch immer gefunden haben. Das muss sich nicht unbedingt auf einen anderen Menschen beziehen, sondern kann auch in anderen Gegebenheiten wurzeln. Ich bin zufrieden (sozusagen im allerweitesten Sinne ;) ).

    LG
    blackeyes

Beitrag von utel55 (91 Beiträge) am Sonntag, 21.Juli.2019, 12:32.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo Yhona,

    wir haben unser neues Leben nicht gefunden, wir sind mittendrin in einem neuen Leben - leider. Es stellt sich meiner Meinung nach die Frage , wie gestalte ich es und wie kann ich meine Trauer in den Griff bekommen.

    Meine große Liebe ist jetzt fast 15 Monate tot. Die Abstände der tiefen Verzweiflung und Trauer werden länger. Zwischendurch ist es in der Tat möglich, die Stunden schön zu gestalten und diese dann auch anzunehmen. Das kann sein, dass man sich etwas Gutes kocht, sich einen Blumenstrauß kauft, in den Urlaub fährt, beim Frisör entspannt oder sich an Epiosoden aus dem alten Leben erinnert und dann unvermittelt schmunzeln muss.

    Vor Jahren war ich einmal bei einer Phsychologin. Ich war so verzweifelt und habe nur noch geheult. Sie hat mir Folgendes geraten. Sie dürfen trauern - von 16:00 Uhr - 17:00 Uhr (bildlich gesprochen), aber die Trauer darf nicht ihren ganzen Tag beherrschen Sie hat recht. Triotzdem ist es sehr schwierig, so etwas umzusetzten. Jeder sollte sich ein "Trauerfenster" setzten, denn unsere Liebsten leben in ihrer Welt und wir in unserer. Auf der Brücke zwischen Himmel und Erde kann man sich jederzeit treffen, aber dann muss jeder irgendwann in seine Welt zurück. So versuche ich es. Das klappt manchmal, manchmal auch nicht. Zur Zeit hänge ich auch in einem unfassbaren Trauerloch und muss viel weinen.

    Dann denke ich oft, was hatte ich für einen schönen, fürsorglichen Mann. Wir haben uns sehr geliebt und ich durfte 21 Jahre hier auf der Erde an seiner Seite sein. Dafür bin ich dankbar, obwohl es mich traurig macht, dass das für immer vorbei ist. Ich weiss, er ist immer bei mir und ich bei ihm, aber so wie es einmal war ist es nicht mehr.

    @blackeyes: Ich sehe es genauso.

    Traurige und liebe Grüße

    Ute

Beitrag von RenisMann (18 Beiträge) am Sonntag, 21.Juli.2019, 13:21.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo Yhona,

    ich habe mehrere Anläufe gemacht, für die vielen unfertigen und unangefangenen Baustellen in deinem Beitrag wenigstens ein paar brauchbare Antworten zu finden und zu formulieren, habe diese dann aber wieder verworfen.
    Floskeln und Plattitüden der Kategorie "Das wird schon wieder" bringen dich im Moment nicht wirklich weiter. Andererseits möchte ich auch nicht das Risiko eingehen, durch eine zu klare und unverblümte Ansage (die du nach meiner Einschätzung allerdings bitter nötig hättest), zu viel Porzellan zu zerschlagen oder unkontrollierbare Kollateralschäden anzurichten.

    Daher möchte ich mich auf eine dringliche Bitte beschränken: Hole dir professionelle Hilfe - und zwar sofort!

    Wenn ich lese, dass du bereits seit 2 1/2 Jahren in psychologischer Betreuung bist, dann kann ich angesichts deiner Schilderungen nur zu dem Schluss kommen, dass da einige Dinge gründlich schiefgelaufen sind - die möglichen Ursachen dafür sind zunächst einmal irrelvant.

    Um diesbezüglich nur ein Beispiel aus deinem Beitrag herauszugreifen:
    [ZITAT]" Ich habe eine starke Antriebsschwäche und kann mich kaum überwinden, etwas für mich zu tun (...)"
    Wurde diese Antriebsschwäche jemals ausdrücklich in den Therapiesitzungen thematisiert? Wenn ja: Was wurde unternommen?

    Worauf ich hinauswill: Wir dürfen in unserer Situation nicht den fatalen Fehler machen, unsere Trauer für alles verantwortlich machen zu wollen, was aus dem Ruder läuft. Es gibt in deinem Beitrag diesbezüglich einige Ansatzpunkte, die den Verdacht aufkommen lassen, dass sich bei dir etliche Problembereiche mit möglicherweise sehr unterschiedlichen Ursachen auf sehr komplexe Weise überlagern. Sowas kann man aber nicht in einem Forum aufdröseln, dass wäre ein unverantwortliches Stochern im Nebel - da müssen richtige Profis ran!

    Es wäre mir lieber, wenn die Dinge anders wären, aber im Moment sehe ich bei dir noch sehr viel Tunnel und wenig Licht - und mehr, als eine kleine Taschenlampe kann ich dir zur Zeit leider nicht anbieten.

    MfG
    Ulrich

Beitrag von conny2 (1312 Beiträge) am Sonntag, 21.Juli.2019, 17:20.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    "Ich habe eine starke Antriebsschwäche und kann mich kaum überwinden, etwas für mich zu tun (...)"
    Wurde diese Antriebsschwäche jemals ausdrücklich in den Therapiesitzungen thematisiert? Wenn ja: Was wurde unternommen?
    *
    Die manche/n von uns auch nach Jahren noch quälende Frage lautet: „Wozu sich noch anstrengen?“ Quälend, weil dazu von allen Seiten ungefähr zu lesen und zu hören ist: „Schau dich doch um! Die Welt ist nicht untergegangen. Es gibt auch jetzt noch - und selbstverständlich auch für dich - mehr als genug Schönes zu erleben. Du musst es nur angehen. Dann wird alles gut.“

    So einfach ist es aber nicht, schon deshalb, weil man tagtäglich an sich selbst erfahren muss, dass es tatsächlich so ist, wie in dem Gedicht von Hilde Domin „Die schwersten Wege“ beschrieben. Darin heißt es u.a.:

    „Die schwersten Wege werden alleine gegangen.

    (…)

    Die Hände der Lebenden die sich ausstrecken
    ohne uns zu erreichen
    sind wie die Äste der Bäume im Winter.
    Alle Vögel schweigen. Man hört nur den eigenen Schritt
    und den Schritt den der Fuß noch nicht gegangen ist aber gehen wird.
    Stehenbleiben und sich Umdrehn hilft nicht.
    Es muss gegangen sein.“

    http://www.boergens.de/sylvia/Dokumente/domin.pdf

    Ich vermute, dass die Psychologie auf dem einsamen Weg durch die Katakomben nicht wirklich helfen kann. Denn was man alleine tun muss, muss man auch alleine als richtig erkennen und alleine wollen. Wohlmeinendes Zuraten und psychotherapeutische Hilfe und Technik können dabei nur unterstützen, aber man darf sich nicht zuviel davon versprechen, glaube ich.

    Immerhin ist es tröstlich, dass man laut Hilde Domin nicht in den Katakomben stecken bleibt, sondern man irgendwann hinaus in die Sonne tritt und unter den blühenden Gärten die Stadt vor sich liegen sieht und einem zuhause der Tisch weiß gedeckt ist.

    So lange müssen wir wohl durchhalten.

    Freundliche Grüße
    conny2


Beitrag von RenisMann (18 Beiträge) am Sonntag, 21.Juli.2019, 18:28.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo conny2,

    [ZITAT]"Ich vermute, dass die Psychologie auf dem einsamen Weg durch die Katakomben nicht wirklich helfen kann. (...) Wohlmeinendes Zuraten und psychotherapeutische Hilfe und Technik können dabei nur unterstützen, aber man darf sich nicht zuviel davon versprechen."

    Da bin ich durchaus deiner Meinung, zumal psychologische Hilfe niemals als Einbahnstraße funktionieren kann, sondern immer das AKTIVE Engagement aller involvierten Parteien erfordert.

    Und mit dem Stichwort AKTIV sind wir bei einem wesentlichen Knackpunkt:
    Wenn Yhona über Antriebsschwäche klagt, dann läuft jede Intervention, die sich nicht ganz gezielt zunächst auf diese Antiebsschwäche konzentriert, Gefahr, wirkungslos zu verpuffen.

    [ZITAT] "Die manche/n von uns auch nach Jahren noch quälende Frage lautet: „Wozu sich noch anstrengen?“ "

    Die Frage "Wozu sich noch anstrengen?" ist eine Frage nach dem Sinn des Lebens und somit im Prinzip philosophischer Natur. Das hat rein gar nichts mit der Feststellung einer "Antriebsschwäche" zu tun.
    Wenn ich Yhona daher gezielt danach gefragt habe, was bisher bezüglich ihrer Antriebsschwäche unternommen wurde, dann tue ich das, weil bei mir alle Alarmglocken losgegangen sind und ich den Eindruck habe, dass die Antriebsschwäche das Symptom einer Ursache ist, der nur bedingt mit psychologischen, keinesfalls aber mit philosophischen Bordmitteln beizukommen ist.

    Es wäre schön, wenn ich mich täusche, aber ich sehe bei Yhona Anzeichen einer schwerwiegenden Krise, die dringlichst einer kompetenten Intervention bedarf.

    MfG
    Ulrich

Beitrag von conny2 (1312 Beiträge) am Sonntag, 21.Juli.2019, 19:43.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Die Frage "Wozu sich noch anstrengen?" ist eine Frage nach dem Sinn des Lebens und somit im Prinzip philosophischer Natur. Das hat rein gar nichts mit der Feststellung einer "Antriebsschwäche" zu tun.
    *
    Das sehe ich anders, lieber Ulrich. Die Frage: „Wozu sich noch anstrengen?“ stellt sich nach dem Tod der Partnerin/des Partners viel schärfer als vorher, jedenfalls dann, wenn die Partner, wie oft, eine symbiotische Beziehung gelebt haben. Denn dann ist nicht nur der eine Teil weg gebrochen, sondern das ganze System zerstört. Daher ist die Frage sehr berechtigt wie ich finde, weil man ja genau weiß, dass das System nicht wieder hergestellt werden kann.

    Ich, für meinen Teil, mache erst nach nunmehr über 4 Jahren langsam, aber wirklich ganz langsam, die - innere - Erfahrung, dass Dinge, die meine Frau und ich gemeinsam getan und gelebt haben, auch nach ihrem Tod noch einen Sinn haben. Dies, obwohl mir etliche Freunde gleich nach ihrem Tod versichert haben, dass das doch selbstverständlich so sei. Tatsächlich ist es das durchaus nicht, sondern es muss auf dem einsamen Weg durch die Katakomben erwandert werden. Das Schöne ist, dass es einen irgendwann wieder hinaus führt. Aber der Antrieb zum Verlassen der Katakomben ist nicht sofort da, sondern entsteht nach und nach, bei dem/der einen früher, bei dem/der anderen später und, meiner Meinung nach, auch ohne psychologische Intervention. Das muss man aber gewiss im Einzelfall beurteilen und wozu ich als Laie in Sachen der Psychologie nicht kompetent bin.

    LG, conny2

Beitrag von Jasmin2 (1381 Beiträge) am Sonntag, 21.Juli.2019, 20:02.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo Yhona,
    ich habe dir ein Nachricht ins Postamt (oben links) geschrieben ;)
    LG Jasmin

Beitrag von Sammy2009 (253 Beiträge) am Montag, 22.Juli.2019, 08:28.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Liebe Yhona,

    zwar gehöre ich noch nicht zu den alten Hasen, da mein Mann gerade mal vor 1 ½ Jahren verstorben ist, aber dennoch möchte ich Dir gerne eine Antwort geben.

    Natürlich bewegt sich die Welt weiter vorwärts – das tun wir auch, nur merken wir es nicht so, weil es sehr viel langsamer geht. Wenn man sich vorstellt, was der Super-GAU angestellt hat – conny2 hat es sehr treffend beschrieben „…wenn die Partner, wie oft, eine symbiotische Beziehung gelebt haben. Denn dann ist nicht nur der eine Teil weggebrochen, sondern das ganze System zerstört…“

    Weißt Du, wir haben ja nicht „nur“ einen Freund verloren – nein, wir mussten unser Allerliebstes hergeben. Insofern mache Dir nicht so viele Gedanken darüber, dass es bei Dir „3 Jahre!“ sind – was ist schon Zeit?
    Du bist auf einem guten Weg – das zeigt mir Dein Satz
    „…aber jetzt soll was Neues kommen und dazu muss ich das Alte abschließen…“

    Höre einfach auf Deine Intuition – sie ist da, vertrau Deiner inneren Stimme. Sie wird Dich leiten und Du wirst Dein neues Leben wahrnehmen und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, erkennen.
    Wie definierst Du denn „Zufriedenheit“? Und an was machst Du „Glücklich sein“ fest?
    Wenn Du das weißt, bist Du wieder einen Schritt weiter – denn dann strebst Du danach, diese Situationen immer wieder erleben zu wollen.

    Ich stelle heute fest, dass ich anfange, mit dieser ungewollten neuen Freiheit, Freude zu empfinden. Ich kann nun ohne Rücksicht tun und lassen, was ich möchte.

    Gestern habe ich einer guten Bekannten geschrieben: „…es wird besser – im Schneckentempo…“ Wir brauchen Geduld mit uns. Und ein sehr guter Trauerbegleiter hat mir letztes Jahr gesagt „bleib in Bewegung – wenn du dich bewegst, ist auch die Trauer in Bewegung“.
    Und dass Du, liebe Yhona, Dich bewegst, hast Du ja schon mitgeteilt…

    Bleib dran und sei geduldig und in liebevollem Umgang mit Dir selbst :)
    Ganz liebe Grüße, Marion


Beitrag von Sansibar (123 Beiträge) am Montag, 22.Juli.2019, 09:26.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo Yhona,

    du bist seit dem Tod deines Mannes schon in deinem neuen Leben angekommen. ;)
    Für mich sind die entscheidenden Sätze in deinem Post: "So will ich nicht leben" und ...jetzt soll Neues kommen".
    Das kann ich so gut verstehen. Ich bin auch irgendwann an den Punkt gekommen. Wenn ich zurückdenke, habe ich mir nach dem Tod meines Mannes das Nötigste aufgebaut, sodass wir erst einmal ausruhen und trauern konnten, mit Kindern und auf einmal allein. So lese ich das auch aus deinem Post.Das war gut und richtig so. Aber irgendwann wurde mir klar, dass das so nicht bleiben soll. Zu dem damaligen Zeitpunkt war das aber genau das Richtige. Wie bei dir, kamen dann auch die Gedanken, so soll es nicht bleiben. Das reicht mir nicht.
    Langsam und stetig geht es weiter auf dem Weg und deinen Post verstehe ich genau so.
    Danke für Deinen Beitrag.


    Sansibar

Beitrag von everest (600 Beiträge) am Montag, 22.Juli.2019, 10:08.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo Yhona!

    Antriebsschwäche kann (ist) ein wesentliches, bedeutsames Symptom einer Depression sein. Du beschreibst es sehr anschaulich: „„Meine Freizeit verbringe ich fast ausschließlich vor dem Fernseher oder dem PC, irgendwie unfähig, mich mit "schönen" Dingen zu beschäftigen, raus ins neue Leben zu starten. Als wäre ich gefangen in einer Endlosschleife des Nichtstuns, mit Bleigewichten auf den Schultern, die es fast unmöglich machen, mich zu bewegen.“

    Depressive Verstimmungen kennen sicherlich fast alle Menschen, nur wenn sie länger anhalten und die Liebesqualität massiv beeinträchtigen, sollten sie behandelt werden.

    Von daher würde ich Dir auch empfehlen, Dir professionelle Hilfe zu suchen, um das abzuklären, um auch organische Ursachen auszuschließen. Du schreibst zwar, dass Du seit 2 ½ Jahren in psychologischer Betreuung bist, die Frage wäre aber, ob es sich um die „richtige“ Form handelt. Vielleicht kannst Du ja etwas dazu schreiben.

    Eine „ausgewachsene“ Depression darf nicht verharmlost werden!
    Andererseits können sich die Symptome der Trauer mitunter mit denen einer Depression überschneiden

    In diesem Sinne wünsche ich Dir alles Gute
    everest

Beitrag von Sansibar (123 Beiträge) am Montag, 22.Juli.2019, 12:51.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Nichts für ungut, everest.
    Ich finde es nicht so toll, Trauernden immer gleich mit der Depressionskeule zu kommen, zumal Yhona gleich zu Beginn schreibt, dass sie gerade gute Monate hinter sich hat.
    Ich finde, conny beschreibt es sehr gut. Aus den Katakomben tritt man nicht so ohne weiteres heraus.
    Ich bin auch immer wieder überrascht, dass nach wirklich guten Monaten, die Trauerarbeit dann doch noch weitergeht und oft noch sehr intensiv. Dazu gehört auch der Neuaufbau, der wieder seine eigenen "Fallstricke" hat und nicht von heute auf morgen stattfindet, sondern Zeit braucht.

    Weiterhin viel Mut und Kraft, Yhona.

    Sansibar

    Ich sehe aber auch wie RenisMann, dass nicht alles der Verlust des Partners ist, den wir betrauern, sondern das sich "andere Baustellen" oder Erkenntnisse damit vermischen (können).
    Mich hat der Verlust meines Mannes auf eine große psychische Reise geschickt und dabei ging es nicht nur um den Verlust. Von daher kann ich Yhonas 2,5 Jahre Therapie nachvollziehen und das Gefühl mit der Therapeutin jetzt auf der Stelle zu treten, ist eigentlich ein sehr gutes Zeichen und der Hinweis, dass es Zeit für weiteren Aufbruch ist. Verena Kast beschreibt es sehr schön. Der Verlust stößt uns mit der Nase darauf. Wir alle leben abschiedlich. Das habe ich begriffen, macht es aber trotzdem nicht leichter deswegen. :)








    *** editiert von Sansibar am Montag, 22.07.2019, 13:00 ***

Beitrag von Nafets (512 Beiträge) am Dienstag, 23.Juli.2019, 16:10.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Im Prozess eigener "innerer Wandlung" oder: Wie viel "Hilfe von außen" habe ich ganz persönlich gebraucht?

    Als ich das Unheil schon kommen sah (da lebte meine Frau noch), aber darüber vereinsamte (wozu ich bereits früher einiges schrieb), bin ich an allem fast zerbrochen. Kein "Ehrgeiz" mehr, ohne "Ziel und "Plan", zurückgezogen im Schneckenhaus, "hadernd" mit dem Schicksal, kaum "Wertschöpfung" im Beruf, aber langes Starren auf den PC und aus dem Fenster ... ...

    Dann zerbrach uns tatsächlich - auch aus anderen zusätzlichen Aspekten - kurz vor dem Tod meiner Frau unsere Beziehung und mit ihr nach und nach mein ganzes "altes" Leben. Vieles, was ich so liebte und worauf ich immer hingearbeitet hatte, war mit einem Mal ganz weg ... Folgerichtig erwischte es mich dann auch selbst: Kein Ehrgeiz mehr, keine wirklichen Ziele, schwindender Lebenswille u. dergl. mehr - ganz große Leere, Traurigkeit und Verzweiflung...

    Was auch immer alles von dem Begriff "Depression" erfasst sein mag - ja, da steckte ich wohl ganz tief drin. Der Akku lud sich nicht mehr auf - zu sehr tiefentladen und deutlich beschädigt. Alles nur noch auf "Notbetrieb" im täglich drückenden Überlebensmodus. Auf einmal auch "Angstgefühle", "Unsicherheit" gegenüber der Zukunft ...

    Eines meiner Probleme: In der "Analyse" der eigenen Lage ganz stark - aber dennoch lange nicht bereit, die Dinge anzunehmen wie sie sind. "Erkenntnisfähigkeit" ja - "Steuerungsfähigkeit" nein. Passiv bleibend - nur noch alltäglich "getrieben" von lästigen Pflichten. Schon auch häufige Wiederkehr eines "Haderns" mit dem Schicksal und Verlust - dabei stets vor Augen, dass ich eigentlich nicht "will", was ich nun doch "muss" (innere Gegenwehr sozusagen). Nicht damit klarkommend, in den Ansprüchen "rückwärts" zu gehen - weil von Kindesbeinen erzogen und getrimmt auf "Leistung", "Steigerung" und Erreichen immer höherer Ziele.

    Das war mir alles klar; es brauchte keinen Therapeuthen, mir das zu sagen.

    ICH musste also etwas an mir tun - und zwar wirklich unter eigener Regie. Mich ganz persönlich hätte dagegen (mit meinen ureigenen charakterlichen Zügen) eher verunsichert, "fremdgesteuert" und von der Hilfe anderer "abhängig" zu werden [wobei ich ausdrückich nicht sage, dass das objektiv bei therapeutischer Hilfe so ist, sondern nur, wie ich es wohl subjektiv für mich empfunden haben würde !].

    "Motivation" braucht Ziele. Solche neu zu finden, war nicht ganz einfach, denn ich musste mich "umpolen" - vom "sehr viel Wollen und Erreichen" zum "bescheidener Werden" und innerlichen Akzeptieren, dass am Ende "weniger" - im richtigen Licht besehen - vielleich sogar deutlich "mehr" sein kann.

    Dieser Wandelungsprozess dauert noch an - und es gibt auch Tage mit Rückschlägen und Tränen.

    ICH werde mich also vernutlich tatsächlich ein Stück weit wandeln zu einem neuen ICH, d.h. auf ganz neue Weise authentisch werden, aber eben schon auch ICH als ICH bleiben (d.h. auch mich in mir selbst wiederfindend).

    Mir hat der Diskurs mit Euch und vielen anderen tollen Menschen sehr geholfen - in diesem Herausfinden, was ich will und was nicht, was nicht mehr erreichbar und/oder erstrebenswert ist und was doch. Ich habe dabei, durch Lesen hier, durch miteinander sprechen, durch sich persönlich treffen, durch Katzwinkel u.v.a.m. ganz tollen, sehr wichtigen und hilfreichen "Input" bekommen. Manch' ein Beitrag hat mich viell. emotional sehr berührt oder gar aufgeregt - gerade weil das so war und ich herausfinden wollte "warum", war er dadurch sogar besonders wertvoll. Manipuliert habe ich mich nie gefühlt. Und ich hatte am Ende auch privat wieder neues Glück.

    Aber hätte mir ganz persönlich eine Therapie geholfen? Hätte ein Therapeut sich überhaupt in meine komplexe Situation (ohne eigenes Erleben) einfühlen können? Was hätte es mich an zusätzlicher Zeit und Energie gekostet? Und wären wir an bestimmten Schlüsselpunkten viell. sogar zu ganz unterschiedlichen, divergierenden Ansichten gelangt? Hätten mich nicht solche Gespräche dadurch nur zusätzlich weiter belastet (iSv. reizüberflutet und überfordert; vgl. die Untersuchungsergebnisse von "Parlow, Zart besaitet")? Brauchte ich nicht eher (wenigstens vorübergehend) mehr "Ruhe" und Zeit für mich selbst? Und hätte ich das alles am Ende wohl auch noch medikamentös abfedern mögen?

    Ich weiß nicht, was in Zukunft alles noch kommt. Aber für mich ganz persönlich - und ich spreche hier wirklich nur für mich - war es wichtig, mich wieder "von allein" aufzuraffen, den Weg in die Zukunft auch a k t i v zu gehen. Es ist immer noch schwer, erst recht, wenn man mit Verantwortung für viele Mitarbeiter beruflich selbständig ist und auch hier ganz große Baustellen beackern muss. "Wollen", "Können", "Müssen" - passt nicht jeden Tag ausreichend zusammen. Manchmal kommen auch "Ablenken lassen" und "Träumen" dazwischen - allerdings glücklicherweise wieder zunehmend mehr vorwärts als rückwärts gewandt.

    Es hat lange gedauert und der Weg ist auch längst nicht zuende gegangen. Gefühlt wird er viell. ewig weit bleiben, denn immer wieder werden neue, auch unbekannte Wegstücke hinzukommen. Aber ich weiß immerhin inzwischen wieder, "was ich gerne wollen würde", und damit ist - glaube ich - schon sehr sehr viel gewonnen ...

    Andere, viell. auch bescheidenere Perspektiven wieder als Ziel zu sehen ... Am Ende wird dann viell. schon das Beschreiten des Weges an sich zum Ziel: durch zunehmende Geduld; im Wunsch nach weniger Stress; im steten, kontinuierlichen Herangehen an Neues; im wieder Glücklich sein; in der Wiederentdeckung von Gelassenheit und Selbstsicherheit u.v.a.m. - in allem begleitet von guter, dankbarer und unvergesslicher Erinnerung!



Beitrag von everest (600 Beiträge) am Dienstag, 23.Juli.2019, 17:44.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Lieber Stephan,

    nur wenige Worte von mir!

    Jeder Mensch besitzt ein enormes Potential an Selbstheilungskräften (z.B. Resilienz). Wenn diese aber nicht ausreichen, sich allein aus dem Sumpf zu ziehen, was wäre die Konsequenz? Untergehen bis zum bitteren Ende? Oder doch sich Hilfe holen? In welcher Form? Gespräche mit einfühlsamen und ehrlichen(!) Freunden – sicherlich!!! - helfen! Nur, und da spreche ich aus eigener Erfahrung, geht es manchmal nicht aus sich selbst heraus, sondern manchmal auch nur mit professioneller Hilfe. Heute und schon zu der Zeit der Krebserkrankung und des Todes meiner Frau bin ich dankbar, dass ich diese mögliche Hilfe angenommen habe und mich darauf eingelassen habe. Da ich selber durch meine berufliche Tätigkeit oft mit therapeutischen Prozessen in Berührung kam, hatte ich das Vertrauen in den(die) Therapeuten, die ich mich ausgesucht hatte.

    Es soll nicht heißen, dass jede Krise nur mit psychotherapeutischer Hilfe gemeistert werden kann (muss). Wie gesagt, es geht darum die eigenen Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Wenn es alleine, aus sich selbst heraus gelingt, ist es doch völlig i.O.

    Liebe Grüße
    everest

    PS: noch ein Satz zu deiner Frage: „Hätte ein Therapeut sich überhaupt in meine komplexe Situation (ohne eigenes Erleben) einfühlen können?“ Ich glaube, nein ich weiß, ein GUTER Therapeut muss das „Problem“ des Klienten nicht selbst erlebt haben und er sollte sein eigenes Erleben außen vorlassen. Und natürlich muss er sich einfühlen können. Aber er muss nicht selbst einen Suizid(versuch) begangen haben, um einen suizidalen Menschen im therapeutischen Prozess hilfreich begleiten zu können. Damit er das kann, hat er seine Ausbildung gemacht!

Beitrag von Jasmin2 (1381 Beiträge) am Dienstag, 23.Juli.2019, 19:26.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo zusammen,
    da stimme ich Everest zu, dass man in einer richtig tiefen Depression eher nicht mehr von allein aus dem tiefen Tal kommt und lt. Studien helfen da am ehesten die Kombination aus Psychotherapie (VT) und Medikamenten (je nach Schweregrad).
    Man muss also unterscheiden, ob Antriebslosigkeit und/oder Energielosigkeit,wie sie im ursprünglichen Post angesprochen wurde, vorübergehend bestehen oder eben auf lange Zeit, so dass man überhaupt nicht mehr arbeiten, sich sportlich betätigen und sich wirklich selbst versorgen kann.
    Und zustimmen kann ich auch, dass zusammen mit dem Trauerfall sich ein paar zuvor verborgene Pakete dazu öffnen können. Dann helfen Gespräche mit Freunden - und seien sie noch so lieb und wertvoll - oft nicht mehr ausreichend, weil es nicht mehr nur um Aussprechen geht, sondern wie man konstruktiv wieder ins Leben zurückfinden kann, wie man Problembereiche strukturiert "abhandeln" kann u.v.m. Und da gibt es, wie in jeder Berufsgruppe, durchaus unterschiedliche Qualitäten unter den professionellen Psychotherapeuten.
    Die heutigen jüngeren Therapeuten haben immerhin eine fast 10-jährige Ausbildung absolviert nach Psychologie-Studium (oder manchmal auch Medizin-Studium) plus mind. 3-4-jähriger Weiterbildung.
    Das war bei den Älteren noch anders, wobei ich natürlich nicht behaupten will, dass allein die lange Dauer einen guten Therapeuten ausmacht.
    Aber: es gibt sie, die Guten. Und wenn man mit dem einen nicht klarkommt bzw. weiterkommt, muss man manchmal weitersuchen.

    Liebe Grüße an alle,
    Jasmin



Beitrag von Sansibar (123 Beiträge) am Dienstag, 23.Juli.2019, 19:40.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Vllt meldet sich Yhona noch einmal selbst dazu.
    Sie hat einen Umzug hinter sich und spielt mit dem Gedanken die Therapie zu beenden, nachdem es ihr die Monate vorher gut ging. Wieder Trennungen. Das man da durchhängt, unter depressiven Verstimmungen leidet, finde ich nicht so ungewöhnlich. Sie schrieb ja nicht, sie läge den ganzen Tag im Bett, kann nicht mehr einkaufen ect..

    Sansibar


Beitrag von Jasmin2 (1381 Beiträge) am Mittwoch, 24.Juli.2019, 09:51.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo Sansibar,
    da wollte ich Yhona auch nichts entsprechendes andichten ;) Ich denke einige von uns sind - zurecht - über die Begriffe "Antriebslosigkeit" und "unfähig, ins neue Leben zu starten" gestolpert. Aus ihrem Beitrag geht ja nicht hervor, wie lange dies schon so ist, doch es ist eine Tatsache, dass aus Trauer eine Depression erwachsen kann - die man dann allerdings auch entsprechend behandeln kann. Ich denke, es macht vielen Angst, diese Diagnose anzunehmen, weil es nicht eine so greifbare Erkrankung wie eine Grippe o.ä. ist, die man zeitlich eher einschätzen kann.
    Und dafür gibt es heutzutage zum Glück durchaus Fachleute.
    Uns hier steht allerdings keine Bewertung aufgrund eines Beitrags hier zu, das finde ich auch wichtig.
    Herzliche Grüße
    Jasmin


Beitrag von Sansibar (123 Beiträge) am Mittwoch, 24.Juli.2019, 10:52.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo Jasmin2,

    ein Post kommt halt bei jedem anders an bzw. liest jeder mit anderen Schwerpunkten, mit seiner eigenen (!) Sichtweise.
    Mein Fokus liegt darauf, die ersten zarten Knospen zu sehen und die gab es ja durchaus in dem Beitrag. Deiner lag auf Antriebsarmut und unfähig, ins neue Leben...
    Durch deine Beiträge weiss ich, dass Therapie und Medikamente dein Weg waren. Wenn ich "durchhänge", dann versuche ich das Positive nicht aus den Augen zu verlieren und auch ganz kleine Schritte nach vorne zu beachten. Bisher bin ich damit gut gefahren und holt mich aus so manchem Tief schnell wieder heraus. Manchmal braucht man nix, außer PC und Glotze und nichts als langweiligen Alltag. Dann tut sich innerlich trotzdem etwas. Zum "brüten" braucht man halt Zeit.

    Sansibar



    *** editiert von Sansibar am Mittwoch, 24.07.2019, 16:13 ***

Beitrag von Nafets (512 Beiträge) am Mittwoch, 24.Juli.2019, 15:12.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Liebe Jasmin, lieber everest,

    ich verstehe sehr gut, was Ihr schreibt, und unterstütze Eure Therapievorschläge auch in vielerlei Hinsicht.

    Und doch kommt es m.E. immer sehr auf den Einzelfall an.

    In einem schon langen Leben hat sicher ein jeder hier und da auch die eine oder andere schwere Krise erlebt. Und viell. haben sich dadurch schon hilfreiche und sehr funktionstaugliche "Rettungsszenarien" entwickelt, die dem Betroffenen jeweils den Eindruck vermittelten, darauf kannst du dich, was auch immer passiert, ganz fest verlassen. Sei ohne Angst, denn wenn etwas Schlimmes geschieht, hast du einen Werkzeugkasten und ganz bestimmte Abläufe und Verhaltensmuster bzw. Helfer von außen, an denen du dich aus- und aufrichten kannst.

    Genauso kann es umgekehrt aber auch aus bestimmten Gründen recht häufig schiefgelaufen sein, und sei es nur, weil man die falschen Ratschläge bekam. "Gebranntes Kind" sozusagen.

    Beides kann sehr prägend wirken.

    Bei mir war es z.B. häufig so, dass ich mir ganz ganz viele Meinungen pro und contra angehört und Hinweise aufgegriffen, es dann aber doch - auf einem dritten, nämlich meinem höchsteigenen Weg - letztlich wiederum anders gemacht habe. Und damit war ich glücklich.

    So eine Vita kann einem ein sehr großes Sicherheitsgefühl und Selbstzutrauen vermitteln. Auch eine gewisse Unabhängigkeit.

    Bei mir war das jedenfalls über Jahrzehnte so. Dieses Gefühl: Mir kann und wird nichts passieren, weil ich mir immer zu helfen weiß. Das hat mich viell. sogar in vielen Dingen in jeweils tragende und führende Rollen gebracht(?) [wobei ich aber sehr wohl sehe, dass der, der andere gut berät, sich viell. selbst gegenüber nicht stets ein guter Ratgeber sein muss].

    Als ich nun zwischendrin den Eindruck hatte, dass mit mir und in mir alles dies überhaupt nicht mehr funktioniert, davon fast nichts mehr vorhanden ist, dass auch die intuitiv so sichere "innere Stimme" versagt und/oder schweigt, hat es mir zeitweise jeglichen Boden unter den Füßen weggezogen. Aus dem Nest gefallen und nicht (mehr) überlebensfähig und -willig - weitgehende Resignation in vielerlei Hinsicht. So der erste subjektive Eindruck von mir selbst.

    Und doch habe ich es ganz dringend gebraucht, als ganz wichtige "Säule" und "Konstante" meines Lebens, dieses Gefühl, ich kann mich in erster Linie auf mich selbst, aber auch auf meine Freunde und Mitarbeiter sowie auf meine nähere Umgebung sehr fest verlassen.

    Dieses Gefühl hat inzwischen auch Schrammen und Beulen bekommen - keine Frage. Einzelne "Mitarbeiter" haben mich am Ende doch enttäuscht; alte "Freunde" blieben zurück. Die "Kraft" ist nicht mehr ständig da wie früher - es gibt auch Schwächeperioden. Und so ziehe ich schon längst nicht mehr - wie früher - in jede Schlacht, die sich alltäglich darbietet. Dieses "schwächer Werden" zu akzepzieren, fällt mir zugegebenermaßen nicht leicht, und es gibt auch weiterhin Phasen eigener Verunsicherung und Angst. Keine Frage. Aber das wäre auch auf anderen Wegen nicht anders. Ich bin beruflich selbständig tätig in einem sehr schwierigen verantwortungsvollen Segment - damit sind stets auch sehr hohe Risiken verbunden - denen ich mich höchstpersönlich (so die gesetzlichen Anforderungen) ebenfalls stellen muss.

    Was ich einzig und ganz bescheiden nur sagen will: Therapieempfehlungen sind ganz wichtig und richtig - in vielen Fällen sogar dringend angezeigt. Und doch müssen wir uns davor hüten, sie zu pauschal und zu schnell auszusprechen. Jeder muss ein Stück weit vor allem für sich selbst herausfinden, was für ihn gut ist - was zu seinem Charakter und Typus passt, wie er vor allem sein Selbstvertrauen wieder findet, ob er sich beispw. mehr als Teamplayer oder autarkes Individuum sieht, wie er mit Hilfsangeboten und Lösungsvorschlägen Dritter umzugehen weiß u.v.a.m..

    Dazu gehört eben auch, welches Vorleben und welche Vorerfahrungen man aus früheren Zeiten mitbringt. Ich z.B. fühle mich seit jeher vor allem in "sehr komplexen" Entscheidungsstrukturen wohl und zuhause - und nötige Entscheidungen habe ich am Ende auch immer selbst getroffen. Dabei war es oft gut und wichtig, dass ich selbst gedanklich tief in die Materie eingedrungen und manch' anderem Rat von außen gerade nicht gefolgt bin.

    Das ist allerdings auch ein sehr schwerer, ein sehr anstrengender Weg. Und mein Akku war zwischendrin wirklich schon verdammt arg leer. Aber für mich persönlich sehe ich - authentisch wie ich wohl immer noch bin - dazu keine wirklich bessere Alternative; ohne mich dabei selbst zu verlieren.

    [! Ich erzähle hier einzig nur meine persönliche Geschichte; die muss auf niemanden sonst passen. Viell. hilft sie aber doch dem einen oder anderen indirekt bzw. im Umkehrschluss, es ganz anders zu machen als ich, und nun bei sich selbst auch den Grund dafür zu erkennen. Insofern bewerte und beurteile ich hier gar nichts !]

    *** editiert von Nafets am Mittwoch, 24.07.2019, 15:16 ***

Beitrag von everest (600 Beiträge) am Mittwoch, 24.Juli.2019, 18:36.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Lieber Stephan,

    ich möchte niemanden weder Dir noch sonstwem hier oder sonstwo eine Psychotherapie oder ähnliches aufdrängen! Es ist immer eine sehr individuelle und persönliche Entscheidung.
    Wenn jemand schlechte Erfahrungen damit gemacht hat, finde ich das sehr schade.
    Es sei, wie es ist.
    Und wenn es ohne geht, ist es doch schön und gut!

    Everest

Beitrag von everest (600 Beiträge) am Dienstag, 23.Juli.2019, 20:02.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?


Beitrag von Sansibar (123 Beiträge) am Dienstag, 23.Juli.2019, 19:17.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Hallo Stephan,

    toller Beitrag und danke Mora, dass du auch aus deinem Empfinden beschreibst, dass es "um mehr geht". Ich denke und fühle ganz genauso.
    Ich habe lange gesucht, um überhaupt mal etwas darüber zu lesen.

    Das habe ich dann irgendwann im www gefunden, nur sehr kurz:

    Der erstrebenswerte Trauerprozess verläuft nicht linear in eine Richtung, sondern eher spiralförmig, in dem der Trauernde Prozesse der Differenzierung und Integration durchlebt, bezogen auf seine Beziehung zum Verstorbenen, auf seinen alten Lebensentwurf, auf seine mit der Trauer einhergehenden Gefühle .
    und das hier:

    Verena Kast: An der Emotion der Trauer, so paradox es klingt, können wir gesunden, denn sie bewirkt Wandlung.

    Sansibar







Beitrag von Sansibar (123 Beiträge) am Mittwoch, 24.Juli.2019, 16:46.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?


Beitrag von everest (600 Beiträge) am Mittwoch, 24.Juli.2019, 18:59.

  Re: Wie finde ich in mein neues Leben?

    Nichts tun ist eine Kunst - wohl war!
    Muße haben, nicht Langeweile. Nichts denken – die hohe Kunst.


  Möchte mich zurückhaben...   Sammy2009 15.9.19, 00:43
  Re: Möchte mich zurückhaben...   Mause 15.9.19, 07:46
  Re: Möchte mich zurückhaben...   Mause 15.9.19, 19:17
  Re: Möchte mich zurückhaben...   Oeht 15.9.19, 19:03
  Re: Möchte mich zurückhaben...   Nafets 15.9.19, 21:46
  Re: Möchte mich zurückhaben...   Oeht 16.9.19, 01:19
  Re: Möchte mich zurückhaben...   rose2 16.9.19, 21:54
  Re: Möchte mich zurückhaben...   Oeht 16.9.19, 00:24
  Re: Möchte mich zurückhaben...   rose2 16.9.19, 22:05
  Frage   Treviris 28.8.19, 11:42
  Re: Frage   Petra28 28.8.19, 12:26
  Re: Frage   rose2 28.8.19, 12:38
  Re: Frage   everest 28.8.19, 13:53
  Re: Frage   Treviris 29.8.19, 13:35
  Erinnerungstage   Nafets 31.7.19, 09:45
  Re: Erinnerungstage   Sansibar 31.7.19, 11:57
  Re: Erinnerungstage   blackeyes 31.7.19, 13:34
  Re: Erinnerungstage   conny2 31.7.19, 14:32
  Re: Erinnerungstage   blackeyes 31.7.19, 14:56
  Re: Erinnerungstage   Nafets 31.7.19, 16:01
  Re: Erinnerungstage   Sansibar 31.7.19, 16:49
  Re: Erinnerungstage   conny2 31.7.19, 21:36
  Re: Erinnerungstage   Nafets 31.7.19, 22:35
  Re: Erinnerungstage   blackeyes 1.8.19, 00:21
  Re: Erinnerungstage   conny2 1.8.19, 12:39
  Re: Erinnerungstage   Sammy2009 1.8.19, 15:19
  Re: Erinnerungstage   Jasmin2 5.8.19, 11:07
  Re: Erinnerungstage   Sammy2009 5.8.19, 11:49
  Re: Erinnerungstage   Molly8 5.8.19, 12:55
  Re: Erinnerungstage   Stippi 6.8.19, 21:39
  Re: Erinnerungstage   goldfisch 9.8.19, 15:28
  Re: Erinnerungstage   Sammy2009 31.7.19, 22:02
  Re: Erinnerungstage   Carlchen65 1.8.19, 12:13
  Re: Erinnerungstage   Holzkopf 31.7.19, 13:50
  Re: Erinnerungstage   RehTse 31.7.19, 13:51
  Re: Erinnerungstage   Mora 4.8.19, 19:38
  Re: Erinnerungstage   Nafets 29.8.19, 10:42
  Angst im Trauerprozess   Sammy2009 28.7.19, 16:21
  Re: Angst im Trauerprozess   Sonne68 28.7.19, 17:13
  Re: Angst im Trauerprozess   Sonne68 28.7.19, 19:47
  Re: Angst im Trauerprozess   conny2 28.7.19, 19:00
  Re: Angst im Trauerprozess   Sammy2009 28.7.19, 19:17
  Re: Angst im Trauerprozess   Nafets 28.7.19, 19:50
  Re: Angst im Trauerprozess   conny2 28.7.19, 20:16
  Re: Angst im Trauerprozess   Sammy2009 30.7.19, 04:58
  Re: Angst im Trauerprozess   Sansibar 30.7.19, 07:36
  Re: Angst im Trauerprozess   conny2 30.7.19, 08:28
  Re: Angst im Trauerprozess   Sansibar 30.7.19, 08:52
  Re: Angst im Trauerprozess   conny2 30.7.19, 09:27
  Re: Angst im Trauerprozess   everest 30.7.19, 09:45
  Re: Angst im Trauerprozess   Sansibar 30.7.19, 09:47
  Re: Angst im Trauerprozess   everest 30.7.19, 09:00
  Re: Angst im Trauerprozess   Sammy2009 30.7.19, 09:08
  Re: Angst im Trauerprozess   everest 30.7.19, 09:21
  Re: Angst im Trauerprozess   conny2 30.7.19, 09:53
  Re: Angst im Trauerprozess   Sammy2009 30.7.19, 10:01
  Re: Angst im Trauerprozess   Louisa75 30.7.19, 11:12
  Re: Angst im Trauerprozess   blackeyes 30.7.19, 13:04
  Re: Angst im Trauerprozess   Louisa75 30.7.19, 22:45
  Re: Angst im Trauerprozess   blackeyes 31.7.19, 01:01
  Re: Angst im Trauerprozess   Sammy2009 31.7.19, 07:31
  Re: Angst im Trauerprozess   Louisa75 30.7.19, 11:07
  Re: Angst im Trauerprozess   conny2 30.7.19, 11:25
  Re: Angst im Trauerprozess   Louisa75 30.7.19, 22:36
  Re: Angst im Trauerprozess   Sammy2009 31.7.19, 07:35
  Re: Angst im Trauerprozess   conny2 31.7.19, 10:20
  Re: Angst im Trauerprozess   Sansibar 28.7.19, 20:25
  Re: Angst im Trauerprozess   Sammy2009 30.7.19, 07:48
  Re: Angst im Trauerprozess   Sansibar 30.7.19, 08:15
  Re: Angst im Trauerprozess   everest 29.7.19, 07:13
  Re: Angst im Trauerprozess   Sansibar 30.7.19, 09:14
  Re: Angst im Trauerprozess   Sammy2009 30.7.19, 09:22
  Re: Angst im Trauerprozess   Sansibar 30.7.19, 13:54
  Re: Angst im Trauerprozess   Molly8 22.8.19, 05:47
  Re: Angst im Trauerprozess   Sammy2009 22.8.19, 14:47
  Re: Angst im Trauerprozess   rose2 22.8.19, 21:19
  Re: Angst im Trauerprozess   Suse79 22.8.19, 21:54
  Re: Angst im Trauerprozess   Sansibar 23.8.19, 09:26
  Zwei an einem Tag   Carlchen65 26.7.19, 21:08
  Sch.... Ferien   Stippi 26.7.19, 20:40
  Re: Sch.... Ferien   Sansibar 28.7.19, 13:08
  Re: Sch.... Ferien   everest 28.7.19, 13:46
  Wie finde ich in mein neues Leben?   Yhona 20.7.19, 13:26
  Leistungsfähigkeit   Sansibar 12.7.19, 22:41
  Re: Leistungsfähigkeit   conny2 13.7.19, 10:47
  Re: Leistungsfähigkeit   everest 13.7.19, 17:35
  Re: Leistungsfähigkeit   Sonne68 13.7.19, 18:13
  Re: Leistungsfähigkeit   mudinjuh 14.7.19, 14:52
  Re: Leistungsfähigkeit   Nafets 14.7.19, 18:06
  Re: Leistungsfähigkeit   Sansibar 14.7.19, 20:31
  Re: Leistungsfähigkeit   Pumbaline 18.7.19, 22:26
  So ist das Leben   Stippi 2.7.19, 22:51
  Re: So ist das Leben   blackeyes 3.7.19, 11:16
  Re: So ist das Leben   Memma 3.7.19, 22:15
  Re: So ist das Leben   Andy58 8.7.19, 15:54
  Hochzeitstag   Ollichka 2.7.19, 10:27
  Re: Hochzeitstag   blackeyes 2.7.19, 10:52
  Re: Hochzeitstag   Mora 2.7.19, 12:18
  Re: Hochzeitstag   cs65 2.7.19, 17:53
  Re: Hochzeitstag   Janneu2806 3.7.19, 07:53
  Re: Hochzeitstag   Holzkopf 3.7.19, 10:03
  Re: Hochzeitstag   Ollichka 16.7.19, 19:20
  Re: Hochzeitstag   Nafets 16.7.19, 20:13
  Re: Hochzeitstag   annaresi 17.7.19, 22:16
  Re: Hochzeitstag   rose13 21.7.19, 13:06
  Re: Hochzeitstag   blackeyes 3.7.19, 12:21
  Re: Hochzeitstag   conny2 4.7.19, 13:56
  Re: Hochzeitstag   blackeyes 5.7.19, 18:12
  Der 6. Liebesbrief   Janneu2806 27.6.19, 23:08
  Re: Der 6. Liebesbrief   Jasmin2 28.6.19, 09:39
  Re: Der 6. Liebesbrief   Heike18 28.6.19, 12:04
  Re: Der 6. Liebesbrief   Tauchmaus 28.6.19, 14:06
  Der sechste Liebesbrief   adiamo 26.6.19, 17:25
  Der sechste Liebesbrief   Andy58 26.6.19, 10:37
  Re: Der sechste Liebesbrief   Jasmin2 27.6.19, 10:28
  1 Jahr Mitgliedschaft   Sammy2009 18.6.19, 14:28
  Re: 1 Jahr Mitgliedschaft   Jasmin2 18.6.19, 20:26
  Das Leben ist schön!   minigab 3.6.19, 14:37
  Re: Das Leben ist schön!   Sammy2009 3.6.19, 14:44
  Re: Das Leben ist schön!   leben71 3.6.19, 20:07
  Re: Das Leben ist schön!   RehTse 4.6.19, 11:39
  Re: Das Leben ist schön!   mudinjuh 4.6.19, 20:59
  Re: Das Leben ist schön!   Memma 6.6.19, 12:18
  Re: Das Leben ist schön!   morbus 7.6.19, 18:22
  Was ist das?   Sammy2009 1.6.19, 17:10
  Re: Was ist das?   IZett 2.6.19, 09:57
  Re: Was ist das?   Jasmin2 2.6.19, 19:11
  Re: Was ist das?   morbus 7.6.19, 18:33
  2. Abschied   Sammy2009 9.5.19, 09:29
  Re: 2. Abschied   IZett 9.5.19, 11:32
  Re: 2. Abschied   Nelly56 9.5.19, 15:52
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  Mein Wochenende   Stippi 5.5.19, 22:16
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  10 Jahre dabei und dankbar   freund95 9.4.19, 11:12
  10 Jahre !   GabiUdo 7.4.19, 19:10
  Re: 10 Jahre !   verysad 9.4.19, 12:51
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  Jeder Mensch ist anders   BBarbara 28.3.19, 19:11
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