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Beitrag von Steve (3 Beiträge) am Freitag, 21.Mai.2021, 21:31.

  Re: Kontrollverlust

    Hallo Clelia,

    "dadrunter" erkenne ich mich nicht wieder und fühle mich zunehmend wie eine schlechte Schauspielerin ohne Text. - Ein treffendes Bild.

    Für mich fühlt es sich an wie "Schwimmen mit Wanderstiefeln an den Füßen".

    Vielleich klingt es banal, aber ich finde, eine gute Umschreibung für den eigenene Zustand zu finden ist auch schon ein Schritt nach vorne. Es hilft einem, sich bei der gefürchteten Frage "Wie geht`s denn so inzwischen" nicht in langen Umschreibungen zu verlieren, die unweigerlich dazu führen, einem selbst wieder alle Trauer vor Augen zu führen, sondern die Befindlichkeit kurz, aber ehrlich und überzeugend zu beschreiben. So sind es dann solch kleine Erfolge im Umgang mit der Situation, die einen über der Wasseroberfläche halten. Und, so schwer das zu begreifen ist, alles andere heilt die Zeit. Für mích (meine Eva ist vor drei Monaten an Krebs gestorben) augenblicklich völlig unvorstellbar, dass das wirklich passiert, aber so viele (leider) in meinem Umfeld mußten in den letzten Jahren denselben Weg gehen und berichten letztlich über die gleiche Erfahrung. Wird das Leben nocheinmal so glücklich wie es war? (Wir waren sehr sehr glücklich). Ich weiß es nicht, ich kann es fast nicht glauben, aber ich schaue denen ins Gesicht, die das alles erlebt haben und sehe: Sie haben wieder in die Spur gefunden. Das Leben ist wohl einfach zäher, als wir es uns in unserer aktuellen Situation vorstellen können. Wäre es nicht so, gäbe es wohl kaum die Hälfte der Menschen auf der Welt. Man rufe sich den befreiten KZ Häftling vor Augen, der danach ein erfülltes Leben lebt, mit Narben an Körper und Seele, aber vielen ist es trotzdem gelungen.
    Es ist tatsächlich die Zeit, die so vieles heilt, kaum vorstellbar, aber wohl wahr.

    Vorerst müßen wir wohl eher funktionieren denn genießen, vielleicht sind wir das dem verlorenen Glück einfach erst einmal schuldig.

    Und auf das Funktionieren darfst Du ohne Scham stolz sein. Solange man zu seiner Trauer steht, ist Stärke nichts, dessen man sich schämen sollte.

    Herzlichst

    Stefan



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Beitrag von Clelia (177 Beiträge) am Mittwoch, 19.Mai.2021, 10:21.

  Kontrollverlust

    Mein Mann ist seit nun knapp 10 Monaten tot - und während ich alles tue, die Alltagsdinge und meinen Job im Griff zu behalten, während ich versuche wieder Kontakte zuzulassen,auch neue entstehen zu lassen,während der "Alltagsboden" durchaus fester wird, verliere ich dennoch innerlich auch eher zunehmend echte (!)Zuversicht, Kraft und Freude. Es ist, als ob die Realität seines Todes "sackt und sackt und sackt" und abgesehen von aüßerlich und verstandgeleitet "gut" gemeisterten(Alltags-) Aufgaben bin ich im Grunde zutiefst ratlos, traurig, orientierungslos und habe Mühe gegen das Gefühl, das Lebem sei im Grunde vorbei, anzuleben. Ich lebe durchaus immer wieder dagegen an, ich bin aktiv, ich kann vieles genießen - aber "dadrunter" erkenne ich mich nicht wieder und fühle mich zunehmend wie eine schlechte Schauspielerin ohne Text.
    Könnt Ihr mir sagen,ob ihr das kennt? Ist das noch "normal"? Und: was hat Euch geholfen? Geht es bloß ums "durchhalten"... und es wird sich verändern mit der Zeit? Was kann ich tun? was habt Ihr getan, außer funktionieren? Genießt Ihr Euer Leben wieder? Und wie seid Ihr dahin gekommen? Clelia


Beitrag von Aufbruch (22 Beiträge) am Mittwoch, 19.Mai.2021, 16:07.

  Re: Kontrollverlust

    Liebe Clelia,

    ich kenne das sehr gut. In 10 Monaten kann man äußerlich alles an die neue Situation anpassen, sei es die Arbeit, ein evtl. Umzug usw usf...

    Für innendrin dauert es sehr viel länger, die Seele wandert langsam. Manchmal hält sie inne und im Äußeren läuft alles weiter.

    Mir hat es sehr geholfen mit anderen darüber zu sprechen, ich habe Gottseidank auch nicht trauernde Freunde die das verstehen und es mir dadurch einfacher machten diese Täler zu durchwandern.

    Es braucht Zeit. Und Verständnis dafür, vor allen Dingen wenn so manches Umfeld meint so langsam müsse man doch wieder normaler werden. pft.

    Hab Geduld mir Dir

    Anja

Beitrag von Jasmin2 (1615 Beiträge) am Mittwoch, 19.Mai.2021, 19:05.

  Re: Kontrollverlust

    Hallo Clelia,
    ich kann mich auch noch gut an diese Phase erinnern - 10 Monate sind wirklich nicht viel, wenn man den Lebenspartner verliert. Schließlich stirbt erstmal ein Stück geplante Zukunft mit und es dauert bis im Innersten ankommt, dass der Verstorbene wirklich niiiie mehr wiederkommt. Anfangs hatte ich auch das Gefühl "geht doch", das Leiden mit anzusehen war so schwer, doch mit der Zeit eben die Erkenntnis, das bleibt nun möglicherweise so, das kann schon wirklich ängstigen. Manchmal fühlte ich mich wie in der Wüste ausgesetzt, ohne Wegweiser, wohin, wozu etc... Das ist mega anstrengend.

    Und ja, durchhalten, eine Zeit lang weiter funktionieren, die Trauer mit all ihren Facetten annehmen, annehmen auch, dass man sich oft so schwach und mutlos fühlt -- anders geht es nicht. Wir können nicht selbst einen entscheidenden Schalter umlegen.
    Mir hat geholfen, neugierig zu bleiben, was das Leben noch mit mir vorhat, aufgeben konnte und wollte ich wegen unserer Kinder nicht. Ich habe selbst dann verschiedenes Neues ausprobiert, neue Hobbies, einen neuen Chor, in dem mich die anderen nicht als Frau von... kannten, manches verworfen, mich bei Bedarf weinend in eine gefühlt sichere Ecke verzogen, notfalls die Telefonseelsorge angerufen, wenn sonst keine Freundin erreichbar war...

    Es gab Phasen, da fühlte ich mich wie einer Achterbahn ausgesetzt, hatte irgendwann von selbst den ersten wirklich freudigen Moment nach gut 1 Jahr, ausgerechnet bei einem Wochenende von verwitwet.de - was es sicher in einiger Zeit wieder geben wird übrigens;)

    Also es wird sich verändern, und es bewusst zu wollen, ist nicht zu unterschätzen.
    Vielleicht findest du hier in älteren Beiträgen noch Hinweise oder zumindest die Erkenntnis, dass es völlig "normal" ist, was du erlebst.

    Alles Liebe für dich,
    Jasmin

    *** editiert von Jasmin2 am Mittwoch, 19.05.2021, 19:07 ***

Beitrag von blackeyes (1629 Beiträge) am Mittwoch, 19.Mai.2021, 20:39.

  Re: Kontrollverlust

    • Vorsicht - lang, wie deutlich ersichtlich! •

    Liebe Clelia,

    in der Trauer ist vieles normal, was es zu anderen Zeiten nicht ist und umgekehrt. In der Trauer gelten andere Gesetze. Du bist eine kluge Frau und weißt das. Aber du bist noch tief verwundet und noch lange nicht heil und suchst nach einem Weg, den du gehen kannst, glaube ich.

    Kontrollverlust – das klingt nüchtern, fast beängstigend und nach einer Disziplin, die nicht mehr in der gewohnten Weise gelebt werden kann. Du machst deinen Job und das sehr gut und genügst den Anforderungen vollauf, die an dich gestellt werden, wie du erzählst. Es gibt also rein theoretisch keinen Grund, sich zu sorgen. Aber das allein ist es nicht, nicht wahr?

    Trauernde wähnen sich häufig im Mittelpunkt, fühlen sich beobachtet, setzen sich unter Druck, wohlwissend dass es keinen Grund dafür gibt, denn sie sind wirklich in einer Ausnahmesituation. Das ist die eine Seite des Daseins, das Berufsleben oder der Alltag und die andere Seite ist die, in der wir ganz bei uns selbst sind, verängstigt, sorgenvoll und – allein gelassen. Und wir können diese beiden Persönlichkeiten, die sich irgendwie fremd, aber doch die unseren sind, nicht mehr so recht unter einen Hut bringen – ist es so in etwa? In unserer Brust toben zwei elementare Gegensätze. Wir wollen befreit sein von dieser Düsternis und wieder leben wie vorher, aber wir wollen auch treu sein und irgendwie an diesem Leben, das es ja nicht mehr gibt, festhalten. Aber das funktioniert nicht und deshalb ist auch der Wunsch da, all das, was diesen schlimmen Zwiespalt verursacht hat, möglichst bald hinter sich zu lassen und der Vergangenheit zuzuschreiben, den Schmerz, die Seelenqualen, die Zweifel und Fragen und die nicht enden wollende Gedankenspirale. Aber: „Man muss Geduld haben gegen das Ungelöste im Herzen...“, so sagt es Rilke und ich denke, er hat recht. Es braucht tatsächlich seine Zeit...

    Nun muss man ja auch unterscheiden, wie die einzelnen Menschen (miteinander) davor und danach gelebt haben. Hatten sie Kinder, die noch dringend beide Elternteile gebraucht haben, standen sie noch im Berufsleben, haben oder hatten sie eine Restfamilie oder Freunde, die ihnen wie auch immer Hilfe waren, sind sie möglicherweise durch den Tod des Partners oder der Partnerin finanziell in einen Engpass geraten, waren oder sind sie selbst krank usw. usf.. Ich glaube, diese Randbedingungen sind nicht unwichtig für den Umgang mit diesem Zeitabschnitt. Und was dem einen hilft, muss nicht für den anderen gut sein.

    Was die Welt über uns denkt, darf uns nicht belasten, aber der Welt etwas vorzugaukeln, wäre meiner bescheidenen Meinung nach auch nicht richtig, weil damit niemandem geholfen ist. Natürlich habe ich wie viele gegen mein Schicksal rebelliert, war ruhelos, zornig und ewig hadernd und dennoch habe ich meine Trauer letztendlich zugelassen, in allen Facetten, allerdings ohne sie ständig zu hinterfragen oder sie zu „sezieren“. Wie lange das alles noch dauern würde und wann es besser würde, diese Fragen habe ich mir nicht gestellt. Nein, ich habe den Dingen ihren Lauf gelassen. Es passiert ganz langsam, fast unmerklich – zumindest war es bei mir so – und eines Tages hast du dich eingerichtet in diesem Leben, von dem du nie geglaubt hast, dass es einmal deines sein würde!

    Ich wäre nicht ich, wenn ich an dieser Stelle nicht Heinrich Heine zitieren würde:
    „Anfangs wollt' ich fast verzagen und ich glaubt', ich trüg es nie;
    und ich hab es doch getragen, aber fragt mich nur nicht wie.“
    Allerdings – so ist es in Aphorismen.de zu lesen: „Heine dichtete diese Zeilen auf einem Ball mit Bezug auf seine Schuhe, die ihn fürchterlich drückten.“
    Nun hat dieses Zitat im Lauf der Zeit aber eine ganz andere Bedeutung erfahren und zwar nicht die schlechteste.

    Ich habe heute noch einmal ein paar meiner alten Beiträge, die ich ca. zehn Monate nach dem Tod meines Mannes hier geschrieben habe, gelesen. Und genau dieses Schreiben, dieser Austausch, das war es, was mir neben dem Lesen von ein paar Trauerbüchern und der Trauerbegleitung vom Hospiz über die Maßen geholfen hat. Wobei? Mich nicht ganz zu verlieren, zu wissen, dass es anderen ebenso erbarmungswürdig geht, wie es mir ergangen ist und und und...

    Du fragst, ob wir unser Leben wieder genießen. Nun, ich sehe durchaus das Schöne und auch das Gute in der Welt, habe aber für mich keine nennenswerten Erwartungen. Ich bin froh, wenn ich halbwegs gesund bleibe und mich noch lange selbst versorgen kann. Das ist jedoch eine Generationsfrage, die für andere Jahrgänge (noch) nicht relevant sein muss.

    15.01.2015
    https://verwitwet.de/baseportal/board/forum&forum=0&wcheck=1&Pos=13614.0002-15900,300

    29.01.2015
    https://verwitwet.de/baseportal/board/forum&forum=0&wcheck=1&Pos=13648.1-15600,300

    28.02.2015
    https://verwitwet.de/baseportal/board/forum&forum=0&wcheck=1&Pos=13726.1-15300,300

    29.03.2015
    https://verwitwet.de/baseportal/board/forum&forum=0&wcheck=1&Pos=13815.2-15000,300

    Du schaffst, was du schaffen willst, liebe Clelia - bleib vor allen Dingen ganz bei dir!

    Viele liebe Grüße
    blackeyes

Beitrag von annaresi (197 Beiträge) am Mittwoch, 19.Mai.2021, 22:28.

  Re: Kontrollverlust

    Liebe Clelia, in Deinem Beitrag erkenne ich Einiges wieder, was ich knapp 1Jahr nach dem Tod meines Mannes empfunden habe.
    Ich war resigniert, es sollte doch endlich besser werden!! Ich kam im Alltag zwar zurecht, aber Freude, z.B. über den Sieg eines Fußballteams etc, blieb mir im Hals stecken. Während ich kurz lachte, überfiel mich die Trauer wieder.
    Was mir geholfen hat:
    Vielleicht die Zeit
    Der Austausch hier
    Ein gelungener Urlaub mit meinen 2jüngeren Kindern, ich war stolz, es alleine geschafft zu haben.
    Zeit mit der Familie oder guten Freunden, Hilfe annehmen. Die Gemeinsamkeit mit den Kollegen - was wegen Corona natürlich alles schwieriger ist..
    Gib´ nicht auf, es kann bald besser werden!!
    Liebe Grüße, Annaresi

Beitrag von conny2 (1634 Beiträge) am Mittwoch, 19.Mai.2021, 22:31.

  Re: Kontrollverlust

    Liebe Clelia,

    ich tue mich schwer mit Antworten auf Beiträge wie Deinen. Grund: Ich würde gerne etwas Tröstliches sagen und weiß doch gut, dass es keinen Trost gibt. Doch Du hältst es aus, glaube (hoffe) ich. Die harte Wahrheit ist, dass zehn Monate in der Trauer nicht viel sind. Tatsächlich ist Dein gegenwärtiges Erleben nichts Außergewöhnliches. Leider hast Du aber vermutlich noch einen langen Weg durch die Trauer vor Dir. Meine Faustformel in dieser Zeit war, mich an allem festzuhalten, was es leichter machte und alles zu meiden, was es schwerer machte. Letzteres findet man leicht heraus. Ersteres ist schwierig. Ich habe dabei besonders nach guten Momenten Ausschau gehalten; die ich manchmal fand, aber auch oft nicht. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich verstand, dass genau dies in der Trauer „normal“ ist. Oft haben mir Gedichte geholfen, denn was die Dichter schon gefühlt und gedacht haben, müssen wir nicht neu herausfinden. Hier nur die Wichtigsten:

    Nicht alle Schmerzen sind heilbar von Ricarda Huch:

    Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen
    Sich tiefer und tiefer ins Herz hinein,
    Und während Tage und Jahre verstreichen,
    Werden sie Stein.

    Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
    Sie scheinen zerronnen wie Schaum.
    Doch du spürst ihre lastende Schwere
    Bis in den Traum.

    Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
    Die Welt wird ein Blütenmeer.
    Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
    Da blüht nichts mehr.

    Danach habe ich lange über das Gedicht „Die schwersten Wege“ von Hilde Domin nachgedacht:

    http://www.boergens.de/sylvia/Dokumente/domin.pdf

    Was mich aufrichtete, war das Wort von Stefan Zweig:

    "Niemand ist fort den man liebt. Liebe ist ewige Gegenwart."

    Und von Dietrich Bonhoeffer der Satz:

    Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

    Jetzt denke ich oft an Rose Ausländer und ihr Gedicht:

    Noch bist du da
    Wirf deine Angst
    in die Luft
    Bald ist deine Zeit um
    bald wächst der Himmel
    unter dem Gras
    fallen deine Träume
    ins Nirgends

    Noch duftet die Nelke
    singt die Drossel
    noch darfst du lieben
    Worte verschenken
    noch bist du da

    Sei was du bist
    Gib was du hast

    Das ist es, glaub’ ich, woran man irgendwann arbeiten muss, denn es zahlt sich aus:

    Sei was du bist. Gib was du hast.

    Liebe Grüße


Beitrag von RehTse (199 Beiträge) am Donnerstag, 20.Mai.2021, 09:50.

  Re: Kontrollverlust

    Liebe Clelia,

    Ich befürchte, ich bewege mich mit meiner Antwort auf einem schmalen Grat: Ich möchte auf deine Situation eingehen, aber auch nicht „übergriffig“ werden, wenn ich versuche, deine Situation aus der Ferne einzuschätzen – ohne dich wirklich zu kennen. Denn vielleicht liege ich ja auch komplett daneben…

    Deswegen hoffe ich, dass ich dir nicht zu nahe trete wenn ich vermute, dass du normalerweise eher jemand bist, die das Leben „im Griff“ hat. Eine Macherin, die zupackt, die Dinge in die Hand nimmt, die weiß, was sie will und meist einen klaren Plan vor Augen hat. Diesen Eindruck hatte ich zumindest aus dem, was ich bisher hier von dir gelesen habe. Und genau für solche Menschen ist dieser gefühlte „Kontrollverlust“, den du beschreibst, extrem schwer zu ertragen. Er widerspricht komplett dem, was du von dir kennst, gewohnt bist und vielleicht auch von dir selbst erwartest.

    So war es auch bei mir. Ich bin eher auch ein Mensch, der irgendwie immer weiß, wie es weiter geht (bzw. den Anspruch hat, es zu wissen). Nach dem Tod meines Partners habe ich folgendes Bild für meine Lage gebraucht: Ich fühlte mich wie ein Schiff ohne Steuer, Kompass und Anker. Hin und her getrieben auf dem Meer, kein sicherer Hafen in Sicht. Es geht nicht unter, aber es ist komplett orientierungslos.
    Es fiel mir sehr schwer, diese Situation anzunehmen und erst einmal „nur“ Tag für Tag mein Leben zu leben. So kannte ich mich nicht und so wollte ich eigentlich nicht leben.

    Aber weißt du was: Es ist kurz nach dem Tod des Lebensmenschen schon verdammt viel, wenn man es schafft, den Alltag zu bewältigen. Unser Leben liegt in Trümmern. Wie sollen wir in diesem Trümmerfeld den Überblick haben und einen klaren Plan für den Wiederaufbau haben? Oder gar das Bild des neuen Hauses vor Augen?
    Ich wusste für mich immer nur eins: Ich wollte wieder glücklich werden. Wie das aussehen sollte und vor allem, wie das gelingen könnte, waren mir schleierhaft. Trotzdem hatte ich diesen Willen und dieses Ziel und ich glaube, das hast du auch. Das ist enorm hilfreich. Du willst es, und dann wirst du es schaffen. Aber es braucht Zeit. Es braucht Geduld. Es ist ein ständiges Ausprobieren, wie dieses „Glücklichsein“ funktionieren könnte. Ein Austarieren zwischen Bewahren von Altem und Ausprobieren von Neuem. Trial and error.
    So habe ich es zumindest rückblickend gemacht. Knapp eineinhalb Jahre nach dem Tod meines Partners hatte ich dann das erste Mal das Gefühl, angekommen zu sein in meinem neuen Leben und das Gefühl von Glück und Zufriedenheit.

    Also hab bitte Geduld mit dir. Sei nachsichtig mit dir und verlange nicht, dass du so funktionierst und alles im Griff hast, wie du es vielleicht von dir gewohnt bist. Und gib nicht auf, sondern nimm diese kleinen Genussmomente, von denen du ja selbst sagst, dass es sie gibt, und versuche sie auszubauen. Und glaube weiter daran, dass du wieder glücklich werden kannst. Aus gut unterrichteter Quelle weiß ich, dass das funktionieren kann ;-)

    Du wirst deinen Weg finden, da bin ich mir sicher!

    Alles Liebe von
    RehTse



Beitrag von Clelia (177 Beiträge) am Freitag, 21.Mai.2021, 15:12.

  Re: Kontrollverlust ( + Irvin u. Marilyn Yalom !!!!)

    Ich danke Euch allen sehr, ich habe jeden Beitrag mittlerweile mehrfach gelesen und bin sehr dankbar für die vielen Varianten von "so ging`s/geht`s mir auch",für die Erzählungen der eigenen Umgangsweisen damit und für die vielfältigen Ermutigungen! Danke Euch Allen!!!

    Und - das besonders auch zu Dir gesagt, RehTse -: es braucht sich wirklich niemand Gedanken zu machen, ob ein Kommentar übergriffig wirken könnte auf mich - zumindest nicht, wenn er mit soviel deutlichem Wohlwollen kombiniert ist, wie in diesem Fall.Es hilft ja, eine andere mögliche Perspektive einzunehmen! Wenn eine Einschätzung zu mir nicht stimmen würde, würd ich das einfach sagen. Und Du hast es haargenau getroffen, RehTse...: eine Macherin, die nicht fassen kann, wie sehr ihr alles aus den Händen gleitet...
    Ich habe nicht erwartet, dass Trauer "schnell in den Griff zu kriegen ist", das nicht. Aber ich erkenne mich(!) nicht wieder, wenig scheint übrig von mir, meiner seelischen Stärke, von meiner inneren "Unabhängigkeit" ganz zu schweigen.Plötzlich habe ich Mühe, zunehmende Ängste in den Griff zu kriegen - ich erspare Euch die vielen, vielen Beispiele dazu,die aber mir klar gemacht haben:ich muß auf meine seelische und auch physische Gesundheit aufpassen - und das erschreckt mich schon sehr, deshalb hatte ich um Eure Kommentare gebeten.
    Mich hat getröstet, das Euch das nicht fremd ist!
    Und ich habe in den letzten Tagen in jeder freien Minute und tief berührt von Irvin D. Yalom und Marilyn Yalom das kürzliche auch auf Deutsch erschienene Buch "Unzertrennlich - über den Tod und das Leben < gelesen. Irvin Yalom ist ein amerikanischer, sehr bekannter Psychoanaltiker, der im Juni 90 Jahre alt wird. Er und seine Frau haben das genannte Buch nach ihrer Krebsdiagnose noch gemeinsam begonnen - er hat es nach ihrem Tod alleine zu Ende geschrieben. Es ist zum Einen eine berührende Würdigung ihrer gemeinsamen, jahrzehntelangen Lebens- und Liebesgeschichte - dazu auch ein klarer Bericht darüber, was es heißt alt und gebrechlich zu werden... schwer zu erkranken und dem Tod entgegensehen zu müssen. Aber was mich umgehauen hat, war der letzte von Irvin Yalom dann allein geschriebene Teil, übertitelt mit > LEBEN ALS EIGENSTÄNDIGER, ALLEINSTEHENDER ERWACHSENER <, in der er seine Verzweiflung schildert, die zunehmende "Taubheit", seine Einsamkeit und Sehnsucht und wie weit er sich entfernt fühle von dem Psychoanalytiker, der ein Leben lang damit verbracht habe, seine Patienten darin zu unterstützen, durch ihre Trauer zu gehen und neuen Lebensmut zu finden... Auch bei diesem Mann "sackt und sackt" die grausame Realtität des Todes seiner Frau immer mehr und tiefer und er erkennt sich kaum wieder: >( ...)ich bin seit über sechzig Jahren rund um die Uhr Studierender, Beobachter und Heiler des menschlichen Geistes gewesen, und es fällt mir schwer, meine eigene Irrationalität zu akzeptieren (...) Einem Teil meines Selbst zu begegnen, das hartnäckig an dem Glauben festhält, das Marilyn noch am Leben ist, ist ebenso frappierend wie erschütternd. Ich hatte immer nur Hohn für irrationales Denken übrig, für all die mystischen Vorstellungen über Himmel und Hölle und was nach dem Tod passiert.(...) <
    Und doch beendet er das gemeinsame Buchprojekt, Nabokov zitierend, mit dem Satz > (... ) "Die Wiege schaukelt über einem Abgrund, und der platte Menschenverstand sagt uns, dass unser Leben nur ein kurzer Lichtspalt zwischen zwei Ewigkeiten des Dunkels ist." Dieses Bild lässt einen taumeln und beruhigt einen zugeleich. Ich lehne mich zurück auf meinen Stuhl, schließe meine Augen und finden Trost.<
    Aus letzterem spricht widerum eine Altersweisheit, von der ich weit entfernt bin!

    Mich tröstet einstweilen die Erkenntnis der tiefen Menschlichkeit, die in all den Schattierungen unserer Trauer um unsere Toten liegt und darin ist meine "Persönlichkeitsauflösung", der mitunter notvolle Kontrollverlust durchaus ein wenig geborgen. Und vielleicht werde ich mich immer wieder mal bei Euch "alten Hasen" rückversichern müssen, dass der Weg dennoch weitergeht - mit der Zeit. >Sei was du bist. Gib was Du hast < ist ein Wegweiser, an den ich mich halten kann - vielleicht sogar ohne Orientierung und Kontrolle.
    Von Herzen danke!!! Ich bin dankbar für dieses Forum und dankbar für die Kontakte zu Euch. Clelia

Beitrag von everest (644 Beiträge) am Donnerstag, 20.Mai.2021, 12:06.

  Re: Kontrollverlust

    Hallo Clelia,

    zunächst mal: Ich denke, jeder trauernde Mensch kennt diese Verwerfungen, die der Tod eines geliebten Menschen mit sich bringt - sicherlich in den verschiedensten Ausprägungen. Es ist ein Up und Down und gerade die Downs lassen unsere Zuversicht sinken bzw. verschwinden, diese Facetten gehören zur Trauer. Und ja, es liegen noch schwere Monate/Jahre vor Dir mit Ups und Downs!

    Aber ich kann Dir versichern, dass es besser wird und Du stabiler wirst im positiven Sinn, auch wenn Du es Dir nicht vorstellen kannst.

    Von daher kann ich all Deine Fragen mit Ja beantworten.

    Was mir geholfen hat bzw. wie ich dahin gekommen bin?
    Im Grunde genommen war es das Wissen, dass tausende Menschen nach dem Tod eines geliebten Menschen in ihr normales Leben zurück gefunden haben. Das hat mir die Zuversicht gegeben, dass ich es auch schaffen kann. Warum gerade ich soll ich es dann nicht auch schaffen, zumal ich auch schon andere Krisen überwunden habe. Für mich war es immer wichtig, diese Downs anzunehmen, zu akzeptieren und zu reflektieren, ebenso aber auch die guten Phasen, aus denen ich neue Kraft schöpfen konnte. Im Prinzip sind sie die zweite Seite der Medaille. Geholfen hat mir dabei auch psychologische Hilfe.

    Auch Du wirst Deine Kraft und Zuversicht wiederfinden, wenn es auch ein längerer Weg sein kann – die Trauer braucht ihre Zeit.

    Ich wünsche es Dir von Herzen!

    everest

Beitrag von Holzkopf (810 Beiträge) am Donnerstag, 20.Mai.2021, 14:10.

  Re: Kontrollverlust

    Liebe Clelia,
    da scheinst Du ja ein Thema angerissen zu haben, das wohl viele betraf und betrifft, innerhalb von 24 Stunden 7 gehaltvolle Antworten!
    Vieles ist schon geschrieben worden, was ich ähnlich sehe.
    Ich reihe 'mal meine Punkte ohne große Übergänge, was mir zu Deiner Anmerkung einfällt:
    Kontrollverlust: Kontrolle worüber? Wenn Du Dich selbst meinst, dann meinst Du wahrscheinlich(?) das Leben außerhalb Deiner Arbeit. Wenn du Deine Gefühle meinst: Ich habe hier schon oft gelesen, dass Trauernde Angst hatten, wenn sie sich der Trauer "unkontrolliert" hingeben, könnten sie davon weggespült werden, vielleicht bis zu einem Zusammenbruch.
    Diese Angst hatte ich zwar nicht, aber ich habe dennoch Zäsuren gesetzt: Ich habe anfangs viel geweint, aber auch viel nachgedacht und gelesen, erst nach vielen Monaten war ich hier im Forum aktiv. Die Zäsuren sahen so aus, dass ich ganz bewusst immer wieder Ablenkung gesucht habe, um wieder zu Kräften zu kommen. Hausarbeit, Gartenarbeit, Spazieren etc. Ich habe auch meine Gedanken aufgeschrieben, und als ich das Forum hier richtig zu nutzen angefangen habe, war es sehr hilfreich. Täglich hier zu lesen und zu schreiben, zu sehen, wie geht es anderen (nämlich oft ähnlich) und vor allem auch meine eigenen Gedanken zu ordnen, indem ich immer wieder mich hier ausgetauscht habe.
    Das heißt also, ich habe in der Zeit neben der Arbeit meiner Trauer viel Raum gegeben.
    Da komme ich nun zu einem weiteren Aspekt des Kontrollverlusts. Zur Kontrolle, die wir nicht haben, weil sie nicht in unserer Macht liegt. Zur Kontrolle über den Tod.
    Vier Monate nach dem Tod meines Mannes hatte ich ein Gespräch mit einem Mann, dessen Frau sich lange Zeit vorher das Leben genommen hatte. Der meinte, das sei die schwierigste Aufgabe, aber doch die Hauptaufgabe, anzuerkennen, anzunehmen, dass wir diese Macht nicht haben.
    Ich persönlich glaube nicht an einen Plan, der das Leben der Menschen vorgibt. Ich nehme den Tod als das Schicksal meines Mannes an, und dadurch auch als das meine und das unserer Kinder.

    Nun noch zur Frage nach der Zufriedenheit im Leben.
    Ich glaube, ich nehme die Aufgaben, die sich mir stellen, einigermaßen ohne große Fragen an. Ohne das groß zu überlegen, war es meine Aufgabe, meiner Trauer Ausdruck zu geben und das Leben irgendwie zu händeln. Ich habe mir keine Gedanken gemacht, wie wird es in 2 oder 3 Jahren aussehen.
    Ich habe aber nach ein paar Jahren (oh, ich weiß nicht mehr genau, wann, gucke aber jetzt nicht nach) hier die Frage gestellt, wie man zu einem zufriedenen Leben gelangen kann. Mich hat vor allem interessiert, wie dies ohne eine neue Partnerschaft geschehen kann, denn ich hatte schon von manchen ForistInnen gelesen, dass sie wieder ein zufriedenes Leben führen, nachdem oder weil sie eine neue Partnerschaft eingegangen waren.
    Konkrete Antworten habe ich keine erhalten. Ich habe für mich jedoch den Schluss gezogen, dass es wichtig sei und für mich auch ist, dass man mit sich selbst ins Reine kommt. Dass man das Leben so annimmt, wie es jetzt ist.
    Das von Dir angesprochene Gefühl, "das Leben sei im Grunde vorbei", stimmt nur in dem Sinne, dass das irdische Leben mit Deinem Mann vorbei ist. Wenn Du mit dieser Bemerkung meinst, dass es das Gefühl ist, das Leben als solches ist vorbei, und nun kommt nichts mehr, dann kann ich nur sagen, dass ich ein solches Gefühl auch kenne, wahrscheinlich kennen das die meisten von uns. Das ist in der ersten Zeit, und 10 Monate sind, wie das schon viele hier geschrieben haben, noch keine lange Zeit, wahrscheinlich "ganz normal."
    Ich glaube auch, dass Dir da nur Geduld helfen kann, auch wenn Dir das so schwer fällt. Das ist ja auch ganz subjektiv, ob man ein zufriedenes, oder ein glückliches Leben anstrebt, sogar den Willen dazu bekundet. Das tue ich z.B. für mich nicht, das entspricht nicht meinem Naturell.
    Ich sehe es aber auch so, wie hier schon geschrieben wurde, einzelne glückliche oder zufriedene Momente wahrzunehmen und auch im Rahmen des Möglichen zu genießen, ist sicherlich ein richtiges Vorgehen. Die kannst Du sammeln, vielleicht sogar aufschreiben und in traurigen Momenten nachlesen.
    Und noch etwas: Neben dem schrecklichen Erlebnis des Todes des Liebsten durfte ich in diesen sieben Jahren bis heute schöne Dinge erleben, vor allem in den letzten beiden Jahren, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Also, von wegen "das war's."

    Die Aussage derjenigen, die zu meinen Anfangszeiten schon "die alten Hasen" waren, dass das Leben zwar nicht wie vorher, aber auch schön, wird, nicht nur werden kann, habe ich zwar "irgendwie" geglaubt, aber ich wusste nicht, wie sie sich verwirklichen sollten. Der Glaube daran (im Hinterkopf) hat mich durchgetragen.
    Das wünsche ich Dir auch! Dass Du die Kraft, die Du (laut Deiner Posts hier) für andere hast, auch Dir selbst zukommen lassen kannst.
    Herzlichen Gruß
    Anke


    *** editiert von Holzkopf am Donnerstag, 20.05.2021, 18:08 ***

Beitrag von Nafets (703 Beiträge) am Freitag, 21.Mai.2021, 11:52.

  Re: Kontrollverlust

    Ich habe Eure Beiträge sehr aufmerksam gelesen und mich in manchen Aussagen, vor allem denjenigen von Esther, sehr weitgehend (aber auch selbstkritisch) wiedergefunden.

    Im heutigen Rückblick würde ich sagen: Ich habe mir selbst ab dem Moment der Krebsdiagnose zu viel zugemutet, vielleicht zu wenig und dann hinterher auch zu spät Hilfe unter guten Freunden und psychologisch sehr erfahrenen Beratern gesucht.

    Anfänglich waren der Überblick und die Kontrolle noch da; aber um mich herum verlor ich bereits vertraute Menschen, die das (von dem ich [fachkundig unterstützt] bereits wusste, dass es hochwahrscheinlich so kommen wird) nicht glauben mochten. In dieser Phase wuchs innerlich schon ein starkes Einsamkeitsgefühl. Und dann kam irgendwann der Moment, in dem es mir den Boden unter den Füßen wegzog. Ich war zu anspruchsvoll und hatte mich überfordert - konnte dadurch auch anschließend in einer neuen Partnerschaft schwierige Momente, von denen ich heute wüsste, wie man sie am Ende gut lösen kann, leider nicht durchhalten. Ein nochmaliger bitterer "Verlust" ... weil ich zu schnell viel zu viel auf einmal wollte.

    Zusammen mit anderen großen Veränderungen hatte ich dann plötzlich keine Ziele mehr ...

    Es ist sehr viel passiert in den letzten Jahren ... Das Gefühl, alles im Griff zu haben, kam bis heute nicht mehr wirklich zurück. ICH musste mich damit auch selbst verändern, anders an die Dinge herangehen, nicht mehr alles so vorherbestimmt regeln wollen, ganz neu betrachten und gewichten, mehr nur von Tag zu Tag leben, auch lernen, mit dem mir zuvor (fast) unbekannten Faktor "Angst" umzugehen u.v.A.m.

    Jeder geht für sich einen anderen Weg. Aus heutiger Sicht kann ich nur ganz persönlich sagen, ich würde nicht mehr so viel gleichzeitig ganz neu ordnen und völlig neu starten wollen. Ich würde mehr darauf achten, dass zumindest übergangsweise noch ein mir vertrauter räumlicher Bezug und Ordnungsrahmen bleibt. In heutiger Rückschau würde ich es behutsamer und vorsichtiger angehen, denke ich zumindest. Aber manchmal spielen einem auch die ganz persönlichen Charaktereigenschaften einen Streich ... ;-) Das Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten hat sehr gelitten, und die nötige "Kraft" ist geringer geworden.

    Mit sich selbst dann wieder "ins Reine zu kommen", sich so anzunehmen wie man nun dasteht - womöglich der wichtigste Faktor überhaupt. Je mehr das gelingt, kommt irgenwann auch das "Vertrauen" zurück, dass Vieles wieder gut werden kann.

Beitrag von Jufrika (10 Beiträge) am Freitag, 21.Mai.2021, 13:54.

  Re: Kontrollverlust

    Liebe Clelia,
    mir geht es gerade sehr ähnlich. Mein Mann ist vor knapp 8 Monaten verstorben. Ich funktioniere bei der Arbeit ganz wunderbar, am Liebsten würde ich 7 Tage die Woche arbeiten und anschließend noch 1000 Dinge tun. Jeder sagt, du bist eine starke Frau und das würde ich gerne selbst glauben. Jetzt vor den Feiertagen bin ich wieder in ein tiefes Loch gefallen, alles ist irgendwie so sinnlos. Die Einsamkeit ist nicht auszuhalten. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass das nochmal anders wird.
    Liebe Grüße
    Judith

Beitrag von Steve (3 Beiträge) am Freitag, 21.Mai.2021, 21:31.

  Re: Kontrollverlust

    Hallo Clelia,

    "dadrunter" erkenne ich mich nicht wieder und fühle mich zunehmend wie eine schlechte Schauspielerin ohne Text. - Ein treffendes Bild.

    Für mich fühlt es sich an wie "Schwimmen mit Wanderstiefeln an den Füßen".

    Vielleich klingt es banal, aber ich finde, eine gute Umschreibung für den eigenene Zustand zu finden ist auch schon ein Schritt nach vorne. Es hilft einem, sich bei der gefürchteten Frage "Wie geht`s denn so inzwischen" nicht in langen Umschreibungen zu verlieren, die unweigerlich dazu führen, einem selbst wieder alle Trauer vor Augen zu führen, sondern die Befindlichkeit kurz, aber ehrlich und überzeugend zu beschreiben. So sind es dann solch kleine Erfolge im Umgang mit der Situation, die einen über der Wasseroberfläche halten. Und, so schwer das zu begreifen ist, alles andere heilt die Zeit. Für mích (meine Eva ist vor drei Monaten an Krebs gestorben) augenblicklich völlig unvorstellbar, dass das wirklich passiert, aber so viele (leider) in meinem Umfeld mußten in den letzten Jahren denselben Weg gehen und berichten letztlich über die gleiche Erfahrung. Wird das Leben nocheinmal so glücklich wie es war? (Wir waren sehr sehr glücklich). Ich weiß es nicht, ich kann es fast nicht glauben, aber ich schaue denen ins Gesicht, die das alles erlebt haben und sehe: Sie haben wieder in die Spur gefunden. Das Leben ist wohl einfach zäher, als wir es uns in unserer aktuellen Situation vorstellen können. Wäre es nicht so, gäbe es wohl kaum die Hälfte der Menschen auf der Welt. Man rufe sich den befreiten KZ Häftling vor Augen, der danach ein erfülltes Leben lebt, mit Narben an Körper und Seele, aber vielen ist es trotzdem gelungen.
    Es ist tatsächlich die Zeit, die so vieles heilt, kaum vorstellbar, aber wohl wahr.

    Vorerst müßen wir wohl eher funktionieren denn genießen, vielleicht sind wir das dem verlorenen Glück einfach erst einmal schuldig.

    Und auf das Funktionieren darfst Du ohne Scham stolz sein. Solange man zu seiner Trauer steht, ist Stärke nichts, dessen man sich schämen sollte.

    Herzlichst

    Stefan



Beitrag von Holzkopf (810 Beiträge) am Samstag, 22.Mai.2021, 15:02.

  Re: Kontrollverlust

    Hallo Stefan,
    ich finde es sehr schön, dass Du nach kleinen Erfolgen schaust, das kann den vor Dir liegenden Weg sicherlich erleichtern.
    In der Vorstellung, dass die Zeit heilt, muss ich Dir etwas widersprechen: Ich denke, dass die Zeitläufte nur dann heilsam sein können, wenn man sie nicht einfach so verstreichen lässt, sondern sich aktiv um seine Trauer kümmert. Sich mit dem Verlust, mit der gemeinsamen Vergangenheit, mit der Zukunft ohne die verstorbene Person, auseinandersetzt.
    Diese Vorgänge im Inneren und auch Unbewussten kann man nach meiner Erfahrung nicht forcieren. Irgendwann stellt man (so war es bei mir) dann fest, dass z.B. die Gedanken darüber, dass man vielleicht noch mehr hätte tun können für die verstorbene Person, sich wandeln in friedlichere Gedanken etc.
    Dir alles Gute auf Deinem Weg
    Anke

    *** editiert von Holzkopf am Samstag, 22.05.2021, 15:03 ***

Beitrag von Nafets (703 Beiträge) am Samstag, 22.Mai.2021, 16:23.

  Re: Kontrollverlust

    Liebe Anke,

    mit „zeitlichem Abstand" bewerte ich manche Dinge anders, blicke dann oft aus einer neuen Perspektive auf Geschehenes, formuliere Texte und Gedanken neu, empfinde teilweise auch differenzierter u.v.a.m. ...

    Also führt bei mir „Distanz" häufig zu Veränderung im Denken und Fühlen, und bewirkt damit je nach Perspektive und Ereignis dann auch in gewisser Weise positiv „Heilendes" ...

    Vielleicht sind gerade deshalb die Phasen, in denen man die Zeit einfach so verstreichen lässt (ohne großes Nachdenken und aktiv steuerndes Gestalten), am Ende noch sehr viel wichtiger (?). Ich empfinde es jedenfalls so - wenn ich zu viel nachdenke, bewege ich mich häufig irgendwann im Kreis. Für mich gibt es ein ähnliches Spannungsfeld zwischen Arbeit und Urlaub - je weiter ich mich (äußerlich und innerlich) während meines Urlaubes von meiner Alltagswelt entfernen konnte, desto wertvoller und wertschöpfender ist es sodann für die Zeit danach ...

    Damit spielt gewissermaßen die Bereitschaft eine Rolle, zur innerlichen Rekonvaleszenz zeitweilig loszulassen, sich vorübergehend sehr entspannt und relativ gedankenlos anderen erfreulichen Dingen zuzuwenden und damit zur Schonung der eigenen Seele zeitweilig auf „Kontrolle" und aktive Lebensgestaltung zu verzichten ... ... Mir hat das jedenfalls in meinem Leben viel geholfen - dass es auch Phasen und Ereignisse gab, die mich von Überforderungssituationen und allzu starker Kontrollsucht vorübergehend ganz weggeholt haben ...

    „Die Zeit heilt manche Wunde" - diesen Satz würde ich also für mich persönlich unterschreiben, genau wie allerdings die umgekehrte Aussage: Es gibt keinerlei Garantie dafür, dass es wirklich immer so kommt ... und schon gar nicht verhindert allein die "Zeit", dass man zwischendurch auch mal wieder in ein Loch fällt ...

    Ganz herzl. Gruß
    Stephan

    *** editiert von Nafets am Samstag, 22.05.2021, 16:23 ***

Beitrag von Holzkopf (810 Beiträge) am Samstag, 22.Mai.2021, 17:33.

  Re: Kontrollverlust

    Lieber Stephan/Nafets,
    ich werde Dir auch noch antworten, aber mit dieser Antwort von heute, 15:02, hatte ich Stefan/Steve gemeint.
    Aber jetzt "muss" ich mich um ein Ereignis kümmern, das ich Gottseidank wieder genießen kann: Die auf den Abstieg sehr spannenden Berichte zum letzten Tag der 1. Fußballbundesliga.
    Klingt jetzt total profan und nicht zum Thema passend, aber so ist eben das Leben, und nach 7 Jahren habe ich wieder Herz und Kopf dafür (schon seit 2 Jahren wieder richtig leidenschaftlich, nachdem ich wieder den guten Kontakt zu meinem 3. Sohn habe!)
    Also, ich antworte noch!
    LG
    Anke

Beitrag von Holzkopf (810 Beiträge) am Sonntag, 23.Mai.2021, 09:12.

  Re: Kontrollverlust

    Lieber Stephan/Nafets,
    ich antworte Dir lieber privat.
    Herzlichen Gruß
    Anke

    *** editiert von Holzkopf am Sonntag, 23.05.2021, 10:44 ***

Beitrag von blackeyes (1629 Beiträge) am Sonntag, 23.Mai.2021, 12:34.

  Re: Kontrollverlust

    Liebe Clelia,

    du hast jetzt viele qualifizierte Antworten zu deiner Frage bekommen. Mit qualifiziert meine ich in diesem Fall, dass sie von Menschen kamen, die dieses Tal der Tränen bereits durchschritten haben oder doch so gut wie. Und sie drücken mal mit mehr, mal mit weniger Worten alle dasselbe aus: Man muss sie mitnehmen bei diesem Hürden- oder Hindernislauf, die ganzen Ecken und Kanten und Stolpersteine der Trauer.
    Irgendwann - dieses Irgendwann kommt auch für dich - zeigt die Trauer ein freundlicheres Gesicht und du bist von Frieden und guten Erinnerungen umgeben. Irgendwann schaust du zurück auf diesen Abschnitt des Lebens und auf dein Leben davor und sagst dir: Das war mein Schicksal; ich habe es angenommen, weil ich überleben wollte. So sehe ich das auf jeden Fall für mich.

    Und hier noch, weil ein anderer Thread "You never walk alone" benannt wurde, wahrscheinlich aber n i c h t speziell dieser Song gemeint war, ein kleiner musikalischer Aufheller, der mich und meine Familie jahrelang jeden Donnerstagabend im TV begleitet hat. Und natürlich musste ich dann genau diese Scheibe selbst besitzen ;). Das ist jetzt schon annähernd dreißig Jahre her...

    Ich wünsche dir und hoffe für dich, dass du solche Menschen hast, es müssen nicht viele sein, aber solche, die diesen Weg mit dir gehen und da sind, wenn du sie brauchst.

    https://youtu.be/61oxHTBMX10

    Alles Liebe
    blackeyes

Beitrag von Hila (2 Beiträge) am Sonntag, 23.Mai.2021, 16:11.

  Re: Kontrollverlust

    Kontrolle

    Hallo ihr Lieben,

    seit meiner ‚Mitgliedschaft‘ bin ich eher die Lesende, die, die von euren wertvollen, gehaltvollen, tröstenden Beiträgen profitiert, sich wiederfindet und sich ein Stück weitertragen läßt. Ich traue mich oftmals nicht eigene Zeilen zu verfassen, weil ich denke…. ich habe noch nichts zur Lösung beizutragen und will keine weiteren ‚Fässer‘ aufmachen, gar die Trauer der anderen vergrößern oder vielleicht sogar meine Untiefen vollends preisgeben und dadurch erst recht zementieren.
    Inspiriert von den vielen Antworten auf Clelias Fragen, wage ich mich heute aus meinem ‚Versteck‘. Ich habe den ganzen bisherigen Chat gleich mehrfach gelesen und weiß jetzt einmal mehr, es ist noch normal unnormal zu sein, nach neuneinhalb Monaten.

    Ich bin nur weit davon entfernt in dem mir vorliegenden Schauspiel irgendeine Rolle zu übernehmen. Ich hatte an diesem Theater früher eine wichtige Rolle, mich als Akteur gefühlt, gerne gespielt mal besser mal schlechter, aber niemals war meine Rolle an der Seite von … in Gefahr. Plötzlich wurde sie ersatzlos und unwiederbringlich von ‚oben‘ gestrichen. Das Bewusstsein, dass es meine Traumrolle war, habe ich erst jetzt realisiert. Wie um alles in der Welt konnte ich annehmen, dass Schauspieler/Akteur die Kontrolle über dieses Leben zu haben/ über den Tod???? (meine leider schon geteerten Gedankenspiral-Straßen zeugen davon)
    In dem neuen Stück sehe ich mich nicht, will ich nicht hier sein oder bleiben. Ich bin wohl noch Teil des Ensembles aber ich erkenne mich nicht als Akteur, verheddere mich vielmehr bei der Betrachtung der anderen Schauspieler im Bühnenvorhang, die mutig und mit Improvisationstalent ihre Rollen ausfüllen. Ich würde gerne in einer Komödie mitspielen und nicht ungefragt Teil eines Dramas sein, das keiner sehen will, schon gar nicht in Corona. Die ganze Nummer ist viel zu groß für mich.

    Im Moment hilft es gelegentlich, wenn ich mich an meinem eigenen one-Woman-Stück probiere, die Rolle einnehme, von der ich denke, mein Mann würde sie für mich wünschen. Ich bin noch nicht ganz festgelegt, aber auf jeden Fall werde ich den Schauplatz vom Theater in die Natur wechseln, die Wanderschuhe vor dem Baden ausziehen und eine seichte Stelle ohne Strudel und Untiefen finden "müssen". Die noch lähmende Angst vor dem Experiment könnte weichen, wenn ich mir außerdem vorstellen, dass er mich beobachtet und sich über meine ersten Erfolge freut.
    traurig aber dennoch hoffnungsvoll .... Hila


Beitrag von Clelia (177 Beiträge) am Montag, 24.Mai.2021, 00:28.

  Re: Kontrollverlust

    Hila, es könnte doch auch etwas zwischen Komödie und Drame geben fürs Erste, dann wär die Hürde nicht so unreißbar. Vielleicht ein Roadmovie??

    Und: schön dass Du hier schreibst!! Die Fässer sind ja längst offen und ich für mich empfinde es als ungeheuer wertvoll zu lesen... darüber nachzudenken...zu schreiben... Und Stück für Stück entsteht so für uns Alle hier, die wir lesen und schreiben, ein gemeinsamer Weg durch diese verdammte Trauerzeit. Und dazu braucht es viele Stimmen! Und wir sollen und können ja nichts lösen damit für Andere,wie auch! Aber jede Stimme bedeutet Verbundenheit und macht die Einsamkeit etwas lichter.Und das ist viel wert. Ganz herzlich, Clelia

    *** editiert von Clelia am Dienstag, 25.05.2021, 09:35 ***


  Kein "Zuhause" mehr ,,,   Nafets 23.7.21, 13:12
  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,   xenibasx 26.7.21, 16:13
  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,   Sammy2009 26.7.21, 20:38
  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,   xenibasx 27.7.21, 16:55
  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,   Andyana87 29.7.21, 22:29
  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,   Nafets 9.8.21, 00:33
  Re: Kein    Sansibar 1.9.21, 11:26
  Re: Kein    conny2 1.9.21, 19:03
  Re: Kein    blackeyes 1.9.21, 21:22
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Nafets 1.9.21, 23:40
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Sansibar 2.9.21, 19:36
  Re: Kein "Zuhause" mehr   everest 3.9.21, 09:21
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Jasmin2 2.9.21, 20:53
  Re: Kein "Zuhause" mehr   annaresi 2.9.21, 22:52
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Nafets 3.9.21, 00:03
  Re: Kein    blackeyes 3.9.21, 08:54
  Re: Kein "Zuhause" mehr   verysad 5.9.21, 12:51
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Nafets 8.9.21, 16:57
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Sansibar 8.9.21, 22:09
  Re: Kein "Zuhause" mehr   conny2 10.9.21, 19:53
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Sansibar 12.9.21, 13:38
  Re: Kein "Zuhause" mehr   conny2 12.9.21, 14:18
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Nafets 8.9.21, 22:17
  Re: Kein    conny2 2.9.21, 10:07
  seltsames Unbeteiligtsein...   Aufbruch 8.7.21, 16:32
  Re: seltsames Unbeteiligtsein...   utel55 13.7.21, 15:59
  Re: seltsames Unbeteiligtsein...   Clelia 13.7.21, 22:02
  Re: seltsames Unbeteiligtsein...   yvba71 13.7.21, 23:10
  Trauer nach zwei Jahren   Anna60 23.6.21, 13:06
  Re: Trauer nach zwei Jahren   Holzkopf 23.6.21, 16:34
  Nette Begegnung an der Kasse   Holzkopf 5.6.21, 18:26
  Re: Nette Begegnung an der Kasse   Bleu 7.6.21, 11:52
  Re: Nette Begegnung an der Kasse   Bleu 9.6.21, 13:27
  Re: Nette Begegnung an der Kasse   Clelia 18.6.21, 11:40
  Re: Nette Begegnung an der Kasse   Suliz 16.6.21, 06:30
  Keine Lust mehr auf kochen   helidor 31.5.21, 18:54
  Re: Keine Lust mehr auf kochen   Bleu 31.5.21, 20:19
  Re: Keine Lust mehr auf kochen   Jufrika 31.5.21, 20:57
  Re: Keine Lust mehr auf kochen   helidor 1.6.21, 17:54
  Gründe für das Überleben   Bleu 23.5.21, 18:54
  Re: Gründe für das Überleben   conny2 4.8.21, 14:25
  Re: Gründe für das Überleben   conny2 7.8.21, 20:53
  Re: Gründe für das Überleben   conny2 8.8.21, 17:21
  Re: Gründe für das Überleben   conny2 6.8.21, 15:55
  You never walk alone   Steve 22.5.21, 22:48
  Re: You never walk alone   Holzkopf 23.5.21, 08:58
  Re: You never walk alone   everest 23.5.21, 09:39
  Re: You never walk alone   Steve 23.5.21, 10:30
  Re: You never walk alone   Sansibar 23.5.21, 10:31
  Re: You never walk alone   Sammy2009 23.5.21, 11:42
  Re: You never walk alone   RehTse 23.5.21, 16:18
  Re: You never walk alone   Jufrika 23.5.21, 20:15
  Re: You never walk alone   annaresi 23.5.21, 22:24
  Gründe für das Überleben   Bleu 22.5.21, 16:54
  Re: Gründe für das Überleben   RehTse 23.5.21, 16:31
  Re: Gründe für das Überleben   Bleu 26.5.21, 17:58
  Kontrollverlust   Clelia 19.5.21, 10:21
  Re: Kontrollverlust   Aufbruch 19.5.21, 16:07
  Re: Kontrollverlust   Jasmin2 19.5.21, 19:05
  Re: Kontrollverlust   blackeyes 19.5.21, 20:39
  Re: Kontrollverlust   annaresi 19.5.21, 22:28
  Re: Kontrollverlust   conny2 19.5.21, 22:31
  Re: Kontrollverlust   RehTse 20.5.21, 09:50
  Re: Kontrollverlust   everest 20.5.21, 12:06
  Re: Kontrollverlust   Holzkopf 20.5.21, 14:10
  Re: Kontrollverlust   Nafets 21.5.21, 11:52
  Re: Kontrollverlust   Jufrika 21.5.21, 13:54
  Re: Kontrollverlust   Steve 21.5.21, 21:31
  Re: Kontrollverlust   Holzkopf 22.5.21, 15:02
  Re: Kontrollverlust   Nafets 22.5.21, 16:23
  Re: Kontrollverlust   Holzkopf 22.5.21, 17:33
  Re: Kontrollverlust   Holzkopf 23.5.21, 09:12
  Re: Kontrollverlust   blackeyes 23.5.21, 12:34
  Re: Kontrollverlust   Hila 23.5.21, 16:11
  Re: Kontrollverlust   Clelia 24.5.21, 00:28
  Wieder allein   Cindy313 18.5.21, 11:37
  Re: Wieder allein   sidecar 26.5.21, 01:37
  Re: Wieder allein   Jasmin2 26.5.21, 19:44
  Vom Wert der Dinge III   conny2 29.3.21, 20:25
  Re: Vom Wert der Dinge III   Sammy2009 29.3.21, 21:41
  Re: Vom Wert der Dinge III   Nafets 29.3.21, 23:44
  Re: Vom Wert der Dinge III   RehTse 30.3.21, 08:49
  Re: Vom Wert der Dinge III   Holzkopf 16.4.21, 14:30
  Re: Vom Wert der Dinge III   Clelia 16.4.21, 19:08
  Re: Vom Wert der Dinge III   lilawitwe 16.4.21, 20:18
  Re: Vom Wert der Dinge III   maks2708 17.4.21, 14:57
  Re: Vom Wert der Dinge III   Holzkopf 17.4.21, 18:05
  Re: Vom Wert der Dinge III   lilawitwe 17.4.21, 21:27
  Re: Vom Wert der Dinge III   elefanti 19.4.21, 02:44
  Re: Vom Wert der Dinge III   Billie 19.4.21, 23:02
  Re: Vom Wert der Dinge III   RoZo 17.5.21, 15:09
  Re: Vom Wert der Dinge III   conny2 18.4.21, 17:34
  Re: Vom Wert der Dinge III   Holzkopf 18.4.21, 18:11
  ....verdammt lang her......   Gabriell 17.3.21, 06:58
  Re: ....verdammt lang her......   Gabriell 17.3.21, 07:04
  Wo stehe ich?   Sammy2009 12.1.21, 15:47
  Re: Wo stehe ich?   Jasmin2 13.1.21, 12:12
  Re: Wo stehe ich?   saitam 19.1.21, 22:38
  Herbsttag   conny2 25.10.20, 14:04
  Re: Herbsttag   blackeyes 26.10.20, 09:03
  6 Jahre und DANKE   Stippi 12.10.20, 17:51
  Re: 6 Jahre und DANKE   Jasmin2 13.10.20, 18:32
  20 Jahre-die Zeit verrinnt......   morbus 23.9.20, 13:54
  Wie?   Sammy2009 23.9.20, 05:26
  Re: Wie?   blackeyes 23.9.20, 16:54
  Re: Wie?   Clelia 23.9.20, 18:53
  Re: Wie?   MoaM 26.9.20, 05:42
  Re: Wie?   Clelia 26.9.20, 09:09
  Re: Wie?   MoaM 26.9.20, 20:06
  Re: Wie?   Clelia 26.9.20, 21:03
  Re: Wie?   MoaM 28.9.20, 17:49
  Re: Wie?   Heike18 28.9.20, 18:17
  Re: Wie?   Heike18 28.9.20, 18:30
  Re: Wie?   Clelia 29.9.20, 09:12
  Re: Wie?   Clelia 29.9.20, 16:22
  Re: Wie?   RehTse 30.9.20, 09:01
  Re: Wie?   Heike18 30.9.20, 09:39
  "Vermeidung von Paaren"   Sandra0406 14.9.20, 16:38
  Re: "Vermeidung von Paaren"   Clelia 14.9.20, 20:05
  Re: "Vermeidung von Paaren"   Sandra0406 15.9.20, 19:27
  Re: "Vermeidung von Paaren"   Heike18 16.9.20, 08:24
  Re: "Vermeidung von Paaren"   Pumbaline 21.9.20, 19:53
  Re: "Vermeidung von Paaren"   Gaby 22.10.20, 15:55
  Re: "Vermeidung von Paaren"   wombel69 22.10.20, 21:59
  Re:    Mora 26.10.20, 11:43
  Geburtstag meiner Tochter   Stippi 5.8.20, 20:43
  Re: Geburtstag meiner Tochter   hora 14.8.20, 10:33
  Nachdenklich   Andy58 22.7.20, 10:45
  Re: Nachdenklich   Heike18 22.7.20, 23:14
  Re: Nachdenklich   hora 3.8.20, 14:03
  Re: Nachdenklich   Pumbaline 6.8.20, 20:17
  Wasserstandsmeldung   Sammy2009 15.7.20, 04:54
  Ich hab's geschafft........   morbus 7.7.20, 11:34
  Re: Ich hab's geschafft........   hora 14.7.20, 13:45
  Bereicherung   Holzkopf 25.6.20, 17:42
  Re: Bereicherung   Pumbaline 25.6.20, 19:41
  Re: Bereicherung   Pumbaline 25.6.20, 19:59
  Re: Bereicherung   conny2 25.6.20, 20:49
  Re: Bereicherung   Pumbaline 25.6.20, 22:27
  Re: Bereicherung   conny2 26.6.20, 07:45
  Re: Bereicherung   Holzkopf 26.6.20, 08:06
  Re: Bereicherung   Pumbaline 26.6.20, 22:02
  Re: Bereicherung   Holzkopf 27.6.20, 10:34
  Re: Bereicherung   lilawitwe 28.6.20, 09:55
  Re: Bereicherung   Nafets 28.6.20, 13:48
  Re: Bereicherung   hora 30.6.20, 10:32
  Re: Bereicherung   Sansibar 3.7.20, 21:47
  Re: Bereicherung   Sammy2009 4.7.20, 10:37
  Re: Bereicherung   conny2 5.7.20, 11:44
  Re: Bereicherung   blackeyes 4.7.20, 13:28
  Re: Bereicherung   Nafets 4.7.20, 15:47
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  Haltung verändern   Sammy2009 2.6.20, 00:16
  Re: Haltung verändern   lilawitwe 2.6.20, 08:22
  Re: Haltung verändern   Sammy2009 2.6.20, 09:39
  Telefonseelsorge   Carlchen65 6.5.20, 14:25
  Re: Telefonseelsorge   Sammy2009 6.5.20, 16:54
  Re: Telefonseelsorge   Jasmin2 6.5.20, 19:11
  ich kann grad nicht mehr...   Stippi 3.4.20, 23:50
  Meine neue Familie...   Stippi 23.2.20, 20:01
  Re: Meine neue Familie...   Nafets 27.2.20, 13:26
  Re: Meine neue Familie...   cs65 28.2.20, 17:24
  Danke    Heike18 6.2.20, 16:01
  Ein gutes neues Jahr!   olive52 1.1.20, 09:14
  Re: Ein gutes neues Jahr!   49Karin64 2.1.20, 09:43
  Einsamkeit   hora 8.12.19, 15:58
  Re: Einsamkeit   conny2 8.12.19, 19:30
  Re: Einsamkeit   conny2 9.12.19, 09:23
  Re: Einsamkeit   conny2 9.12.19, 10:29
  Re: Einsamkeit   everest 9.12.19, 14:33
  Re: Einsamkeit   Nafets 9.12.19, 18:14
  Re: Einsamkeit   conny2 10.12.19, 11:20
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  Re: Einsamkeit   Nafets 10.12.19, 15:18
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  Re: Einsamkeit   everest 10.12.19, 16:30
  Re: Einsamkeit   conny2 10.12.19, 17:11
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  Re: Einsamkeit   maks2708 10.12.19, 18:07
  Re: Einsamkeit   conny2 11.12.19, 09:59
  Re: Einsamkeit   Molly8 11.12.19, 16:08
  Re: Einsamkeit   Sansibar 8.12.19, 20:33
  Re: Einsamkeit   Carlchen65 10.12.19, 09:33
  Re: Einsamkeit   Sansibar 10.12.19, 21:38



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