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Beitrag von Nafets (708 Beiträge) am Mittwoch, 1.September.2021, 23:40.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    Liebe Sansibar,

    Du hast heute u.a. geschrieben: „Man wird total auf sich zurückgeworfen und muss sich mit sich selbst auseinandersetzen und da können Sachen zum Vorschein kommen, die in der Zweisamkeit nicht bemerkt oder verdrängt wurden“.

    Dieser Post von heute hat mir noch einmal meine eigene Lage sehr deutlich vor Augen gehalten: Ich lebe, seit ich mich hier angemeldet habe, in den letzten Jahren ein Leben, dass ich so eigentlich nicht „will“, und doch „muss“. Und mit „Müssen“, aber nicht „Wollen“, konnte ich mich von klein auf mein ganzes bisheriges Leben lang noch nie arrangieren. Ich habe mich dann aber in den Jahren 2011 ff beruflich und privat auf Dinge eingelassen, von denen mir eine Vorahnung sagte, dass sie vielleicht – objektiv betrachtet – so nicht gehen, und doch habe ich es so entschieden und „gewollt“ ….

    Da arbeitet immer noch sehr viel in mir, auch an Zweifeln und im Festhalten an dem, was – weil seinerzeit so gewollt – ja auch einmal sehr vertraut, und doch auf ganz andere Weise vielleicht letzthin „chancenlos“ war …

    Aber was macht man dann damit ? Kann man sich wirklich so sehr verändern und mit dem "Müssen" gut Freund werden – die alten „Baustellen“ einfach zuschütten und ganz neu starten ?

    Vor einigen Jahren habe ich noch viel über das "Loslassen" und "Annehmen" geschrieben. Heute bin ich klüger und weiß - noch ist es mir genau das nicht endgültig gelungen.

    „Resigniert aufgeben“ - eine Sache, die mir vor dem Tod von Christina höchst zuwider war. Und doch geht in mir inzwischen die Kraft zur Neige ... Ja, vielleicht steckt tatsächlich die größte „Baustelle“ tief innen in einem selbst … Sich selbst "loszulassen", wie man früher einmal war, und anzunehmen, wie man jetzt lebt und sich fühlt. Vielleicht die größte Herausforderung im Leben überhaupt ...

    Herzl. Gruß
    Stephan






    *** editiert von Nafets am Mittwoch, 01.09.2021, 23:56 ***

Dein Beitrag:

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Beitrag von Nafets (708 Beiträge) am Freitag, 23.Juli.2021, 13:12.

  Kein "Zuhause" mehr ,,,

    In diesen Tagen ist es 8 Jahre her, dass ich – wenn auch in weitgehender Mitverantwortung – durch familiären Streit mein „Zuhause“ verlor, mich mit wenigen Kleidungsstücken zunächst bei meinen Eltern einquartierte und praktisch ganz neu von vorne begann.

    Für mich erreichte das damals eine Dimension des „Unvorstellbaren“ und „Unbegreifbaren“ – es gab plötzlich kein Fundament mehr. Und so vollständig „begreifbar“ ist es für mich im Grunde bis heute nie geworden.

    Damals habe ich über die Frage des körperlichen „Zuhauses“ und seine Bedeutung hier in diesen Foren viel geschrieben, und traf dabei auf recht unterschiedliche Resonanz …

    Das „Zuhause“ als ein geschützter (Rückzugs)Raum – hat für viele eine enorm große Bedeutung. Durch die Unwetterkatastrophe an Ahr und Erft hervorgerufen (ein guter Freund ist in Erftstadt-Blessem ganz schwer persönlich getroffen), kommt plötzlich alles das in mir wieder hoch, sind viele eigene Erinnerungsbilder wieder vor Augen; aus meinem persönlichen Katastrophenjahr 2013.*

    Aber so ist das und wird das wohl immer bleiben. Es genügt manchmal ein kleiner Piks oder Trigger, und man fällt vorübergehend wieder in ein Trauerloch …

    Es geschieht inzwischen bei weitem nicht mehr ganz so häufig, und man hat ja inzwischen auch an Erfahrung gewonnen, dass und wie es anschließend wieder sehr viel besser geht. Aber dennoch können solche seltenen Momente ganz schön heftig ausfallen und sich auch über einige Tage hinziehen. Und wenn ich dann beispw. solche „unfassbaren“ Bilder wie derzeit im Fernsehen sehe, kullern hin und wieder bei mir auch einige Tränen … Existenzielle Fragen belasten mich immer noch sehr; und da schlägt dann manchmal auch das Schicksal anderer auf mein Gefühlsleben unmittelbar durch.


    *[Klarstellend gesagt: Ich konnte später viele persönlich Gegenstände noch abholen u. sicherstellen; meine damalige Betroffenheit war also objektiv betrachtet letzthin wirklich harmlos gegenüber den Schicksalen der aktuell durch das Unwetter betroffenen Menschen. Umso stärker leide und fühle ich aber jetzt mit ihnen]

Beitrag von xenibasx (5 Beiträge) am Montag, 26.Juli.2021, 16:13.

  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,

    Hallo Stephan,

    ein "Zuhause" ist sehr wichtig.
    Aber es geht nicht nur um das Haus oder die Wohnung.
    Es ist genau wie du es beschreibst. Corona und solche Katastrophen, wie gerade eingetreten zeigen, dass ich alleine bin. Partner machten für mich ein "Zuhause" aus.

    Nachhause kommen und keiner ist da.

    Zusammen kochen oder auch für den Partner kochen, abends auf der Terrasse sitzen und reden....oder miteinander schweigen...
    Unternehmungen am Wochenende, gemeinsam im Garten oder am Haus arbeiten. Alleine habe ich keine Lust. (natürlich mache ich was notwendig ist).
    Die Wochen sind durch meinen Beruf ausgefüllt, die Wochenenden sind schlimm und werden leider immer schlimmer.
    Durch die, während der Coronazeit notwendigen Kontaktbeschränkungen sind viele Kontakte eingeschlafen. Es sind viele Paare in meinem Bekanntenkreis, Einladungen beginnen durchaus schon mal mit, "mein Mann ist nicht da, magst du vorbeikommen?"
    Meine Kinder leben in ihrer eigenen Familienwelt.
    Ich könnte, fahrradfahren, wandern, stricken, lesen, bummeln, ich könnte, wenn ich wollte.

    Ich würde gern mein Leben für mich zufriedenstellend gestalten, aber es gelingt mir nicht.




Beitrag von Sammy2009 (584 Beiträge) am Montag, 26.Juli.2021, 20:38.

  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,

    Ich würde gerne mein Leben für mich zufriedenstellend gestalten, aber es gelingt mir nicht.

    *
    Liebe xenibasx,
    lass Dir Zeit und versuche, das Leben Stück für Stück an Dich heranzulassen.
    Probiere Dinge aus, die Du noch nie gemacht hast, die Du aber schon immer mal tun wolltest.

    Es ging mir ähnlich wie Dir und ich hab dann überlegt, was ich schon immer mal tun wollte.
    Da habe ich mit dem Bogenschießen begonnen und ich habe mir eine Westerngitarre gekauft und Gitarrenunterricht genommen...

    Wenn erst mal der Anfang gemacht ist, kommt Bewegung in den Stillstand.
    Auch hat mir die 6-wöchige Reha sehr gut getan...

    Höre in Dich rein, dort liegt der Schlüssel.
    Viel Mut und Geduld wünsche ich Dir.


Beitrag von xenibasx (5 Beiträge) am Dienstag, 27.Juli.2021, 16:55.

  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,

    Liebe*r Sammy,

    das stimmt wohl, es klapt dann eine Zeitlang.

    Dann verkümel ich mich wieder und dann fehlt mir der Mut. Der Mut ist es, der Mut allein etwas zu unternehmen. Die Gedanken zu überwinden, ich trau mich nicht weil...

    Immer wieder neue Anläufe das Schneckenhaus zu verlassen. Geduld gehört leider nicht zu meine Stärken.

    Danke dir Sammy



Beitrag von Andyana87 (20 Beiträge) am Donnerstag, 29.Juli.2021, 22:29.

  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,

    Ja die Auseinandersetzung mit dem Begriff "Zuhause" kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Sich zu Hause fühlen, bedeutet für jeden wohl etwas anderes.

    Mein Zuhause war und ist mein verstorbener Mann und mit ihm, ging das Gefühl des Zuhause seins. Für unsere zwei kleinen Kinder möchte ich versuchen ein ZuhauseGefühl wieder zu erschaffen. Auch ihnen ist schon mit ihrem Papa so viel genommen worden. Und in ihren Kinderaugen ist Zuhause natürlich ein Ort (Haus oder Wohnung)

    Doch es ist jeden Tag wieder schwer, aufs Neue den Gedanken Zuhause sein aufzugreifen und nun allein füllen zu müssen.

Beitrag von Nafets (708 Beiträge) am Montag, 9.August.2021, 00:33.

  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,

    Liebe xebibasx, liebe Andyana87,

    ja ich verstehe das sehr gut, das mit dem "inneren" Zuhause, mit dem, was plötzlich an Gemeinsamkeit und Geborgenheit fehlt ... .

    Aber für mich kam damals alles zusammen: "innerlich" noch nicht wieder richtig angekommen und doch mittendrin auch "äußerlich" schon alles weg. Es gab dann Momente ohne jedweden "Anker" - ein gewisses Gefühl des Bodenlosen. Erst wenn man es so allumfassend in dieser Totale erlebt und erlitten hat, kann man es wohl vollständig nachempfinden ...

    Ich habe kürzlich einmal ein Interview mit Sky du Mont gesehen, in dem er über seine "Trennung" sprach, und wie schwer es selbst ihm fiel, dass die gesamte "Familie" plötzlich weg ist und man selbst in eine neue Umgebung zieht. Das alles beschäftigt mich nach Jahren immer noch sehr - weil es in den Jahren 2013 f doch sehr "fundamental" gewesen ist und in allem Verlustempfinden für mich dann letztlich ein paar Umdrehungen zu viel ... ... Das macht es nicht ganz leicht, sich doch noch einmal neu "heimisch" und völlig geborgen zu fühlen ... Dann fehlt auch äußerlich, so empfinde ich es ganz persönlich für mich, ein sehr wichtiges Stück früherer gemeinsamer Zeit ...



    *** editiert von Nafets am Montag, 09.08.2021, 00:35 ***

Beitrag von Sansibar (197 Beiträge) am Mittwoch, 1.September.2021, 11:26.

  Re: Kein

    Es dauert nach meinem Empfinden lange, bis man sich wieder ein neues Leben aufgebaut hat in dem man sich wohl- und geborgen fühlt.

    In einem anderen Forum las ich folgenden Beitrag einer verwitweten Frau:

    +++Vermissen kann man aus vielen Gründen, die auf den ersten Blick nicht gleich zu erkennen sind.
    Sehr oft tut nicht so sehr die verlorene Liebe weh, sondern der Verlust von Gewohnheiten und des (Paar-)Bekanntenkreises, die Erkenntnis der eigenen Unselbständigkeit und Kontaktschwäche, die Realität zu Lasten überhöhter Erinnerungen oder Erwartungen, die verschlechterte finanzielle Lage, Entscheidungen selbst bzw. alleine treffen zu müssen, Wahrheiten, die sich erst nach dem Tod herausstellen, ...
    Es ist halt ein neues Leben.+++

    Man wird total auf sich zurück geworfen und muss sich mit sich selbst auseinandersetzen und da können Sachen zum Vorschein kommen, die in der Zweisamkeit nicht bemerkt oder verdrängt wurden. Ich stimme der Frau zu. Ein neues Haus ist nicht an einem Tag erbaut und nicht alles hängt mit dem direkten Verlust zusammen, sondern es tun sich neue (alte?) Baustellen auf.

    Klar ist aber auch, das als Chance zu begreifen.

    Weiterhin alles Gute auf dem Weg in ein anderes Leben!

    Sansibar, die ebenfalls noch" im Bau steckt" und schon manches Mal eine gerade fertig gestellte Wand wieder einreißen musste. :)

    Nachtrag: Ich stelle aber auch fest, was ich richtig gut kann und im Laufe der Jahre und Zweisamkeit irgendwie abhanden gekommen ist.






    *** editiert von Sansibar am Mittwoch, 01.09.2021, 11:32 ***

Beitrag von conny2 (1644 Beiträge) am Mittwoch, 1.September.2021, 19:03.

  Re: Kein

    Ich denke, dass es zwar lange dauern kann, bis man sich wieder ein neues Leben aufgebaut hat, in dem man sich wohl- und geborgen fühlt. Das muss aber nicht so sein. Ich habe in den letzten Monaten zwei ältere Damen erlebt, beide über 80, die beide ihren Ehemann verloren haben und damit nach meinem Eindruck sehr gut zurecht kommen. Beide haben eine schöne Wohnung, ein gutes Auskommen und Angehörige und Freund*innen, die mit ihnen kommunizieren. Selbstverständlich fehlt Ihnen ihr Partner, aber nicht so, dass man ihnen die Trauer anmerkt, obwohl sie beide fraglos zu tieferen Empfindungen fähig sind. Ich schließe daraus, dass es jenseits einer gewissen Altersgrenze und wenn die Umstände danach sind, nicht notwendigerweise lange dauern muss, bis man sich wieder ein neues Leben aufgebaut hat. Man lebt einfach weiter wie bisher, nur eben allein, und tritt in die Phase seiner Lebenserinnerungen ein, ohne sich groß Gedanken um ein neues Leben zu machen, wohlwissend, dass man in diesem Alter sein Leben gehabt hat. Was noch kommt, sind gewissermaßen die Zugaben, wie im Konzert, die schön sein können oder auch nicht, meistens aber kurz, insbesondere wenn einen der alten Körper zwickt. Aber eigentlich alles ganz normal. Denn dass wir eines Tages ohne Partnerin/Partner dastehen, wird schon vorher geübt, ohne dass man sich dessen immer bewusst ist. Aber man weiß natürlich, dass Partner*innen selten gleichzeitig sterben, sodass man immer einmal daran gedacht haben wird, wie es denn werden könnte, wenn man der Übriggebliebene ist. Wenn es dann soweit ist, hat man die Situation gedanklich vorher schon hin und wieder durchgespielt und geht damit um. Freilich kann es auch ganz anders kommen, z.B. so wie bei mir selbst. Ich war, als meine Frau starb, auch schon über 70 und habe gleichwohl getrauert wie ein Hund, wie man so sagt, und tue es noch. Aber, es ist richtig, dass man auch als sogenannter Langtrauernder seine veränderte Situation irgendwann als normal empfinden kann, wenn auch vielleicht nur in dem Sinne, dass tatsächlich jede Misere irgendwann zum normalen Alltag wird. Wie man diesen neuen Alltag erlebt und gestaltet, ist wohl bei jeder Witwe und bei jedem Witwer anders und hängt ganz von ihren/seinen persönlichen Umständen ab, sodass sich allgemeingültige Aussagen darüber m.E. kaum treffen lassen. Für mich selbst kann ich nur sagen: Schön ist er nicht, mein Alltag, und kann er auch nicht werden, schlicht, weil meine Frau an allen Ecken und Enden fehlt. Und wenn ich eine Situation erlebe, die objektiv schön sein könnte, stellt sich sofort der Gedanke ein, dass sie es tatsächlich nicht ist, eben, weil meine Frau fehlt und sie nur schön wäre, wenn sie dabei wäre. Zwar denke ich oft, dass sie, obschon sie gestorben ist, gleichwohl bei mir ist, aber das ist situativ und nicht immer so. Manchmal ist es objektiv schön aber gleichzeitig auch nicht, weil ich meine Frau nicht einmal mental spüre. Dann kann ich nur einfach gar nichts empfinden und sehe mich quasi wie unbeteiligt neben mir selber stehen. Das gehört zwar so zu meinem „neuen“ Leben, wird von mir aber keineswegs als Chance begriffen, sondern als ein gegenüber früher veränderter, unwillkommener Zustand, mit dem ich umgehen muss. Das gelingt zwar mit zunehmender Dauer besser; aber „schön“ ist das nicht.

    So viel aus der Sicht eines alten Mannes, der den Verlust seiner Frau gewiss anders erlebt, als ein noch junger Mensch, der vielleicht mit minderjährigen Kindern gesegnet ist und hoffen kann, noch viele Jahre zu leben. Wäre ich in dieser Situation, dessen bin ich mir sicher, stünde ich dem Leben ganz anders und wahrscheinlich auch freundlicher gegenüber, als es der Fall ist. Doch ich will nicht jammern: Es ist wie es ist, und ich gehe damit um.


    *** editiert von conny2 am Mittwoch, 01.09.2021, 19:08 ***

Beitrag von blackeyes (1646 Beiträge) am Mittwoch, 1.September.2021, 21:22.

  Re: Kein

    Ich sehe in dem Beitrag der verwitweten Frau keine grundlegend neue Erkenntnis.
    • Vermissen kann man aus vielen Gründen, die auf den ersten Blick nicht gleich zu erkennen sind.
    Sehr oft tut nicht so sehr die verlorene Liebe weh, sondern der Verlust von Gewohnheiten und des (Paar-)Bekanntenkreises, die Erkenntnis der eigenen Unselbständigkeit und Kontaktschwäche, die Realität zu Lasten überhöhter Erinnerungen oder Erwartungen, die verschlechterte finanzielle Lage, Entscheidungen selbst bzw. alleine treffen zu müssen, Wahrheiten, die sich erst nach dem Tod herausstellen, …Es ist halt ein neues Leben. •
    Es ist eine Bestätigung all dessen, was viele erleben.
    Man arrangiert sich mit dem Leben ohne Partner. Wer bisher unselbstständig und kontaktarm war, wir es bleiben oder muss an diesen Eigenschaften arbeiten. Genau so wenig erschließt sich mir die Vorstellung, in dem „neuen Leben “ eine Chance zu sehen, wenn man so wie ich zum Zeitpunkt des Todes meines Mannes der Siebzig näher war als der Sechzig und der Wunsch nach Änderungen oder Neuerungen überhaupt nicht vorhanden war.
    Also: Es ist wie es ist - das Leben muss gelebt werden, denn ein Dach über dem Kopf und finanzielle Absicherung ist nicht gleichzusetzen mit Geborgenheit, wie sie einem die Nähe eines Menschen, mit dem man Zeit seines Lebens zusammen war, vermitteln kann.


Beitrag von Nafets (708 Beiträge) am Mittwoch, 1.September.2021, 23:40.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    Liebe Sansibar,

    Du hast heute u.a. geschrieben: „Man wird total auf sich zurückgeworfen und muss sich mit sich selbst auseinandersetzen und da können Sachen zum Vorschein kommen, die in der Zweisamkeit nicht bemerkt oder verdrängt wurden“.

    Dieser Post von heute hat mir noch einmal meine eigene Lage sehr deutlich vor Augen gehalten: Ich lebe, seit ich mich hier angemeldet habe, in den letzten Jahren ein Leben, dass ich so eigentlich nicht „will“, und doch „muss“. Und mit „Müssen“, aber nicht „Wollen“, konnte ich mich von klein auf mein ganzes bisheriges Leben lang noch nie arrangieren. Ich habe mich dann aber in den Jahren 2011 ff beruflich und privat auf Dinge eingelassen, von denen mir eine Vorahnung sagte, dass sie vielleicht – objektiv betrachtet – so nicht gehen, und doch habe ich es so entschieden und „gewollt“ ….

    Da arbeitet immer noch sehr viel in mir, auch an Zweifeln und im Festhalten an dem, was – weil seinerzeit so gewollt – ja auch einmal sehr vertraut, und doch auf ganz andere Weise vielleicht letzthin „chancenlos“ war …

    Aber was macht man dann damit ? Kann man sich wirklich so sehr verändern und mit dem "Müssen" gut Freund werden – die alten „Baustellen“ einfach zuschütten und ganz neu starten ?

    Vor einigen Jahren habe ich noch viel über das "Loslassen" und "Annehmen" geschrieben. Heute bin ich klüger und weiß - noch ist es mir genau das nicht endgültig gelungen.

    „Resigniert aufgeben“ - eine Sache, die mir vor dem Tod von Christina höchst zuwider war. Und doch geht in mir inzwischen die Kraft zur Neige ... Ja, vielleicht steckt tatsächlich die größte „Baustelle“ tief innen in einem selbst … Sich selbst "loszulassen", wie man früher einmal war, und anzunehmen, wie man jetzt lebt und sich fühlt. Vielleicht die größte Herausforderung im Leben überhaupt ...

    Herzl. Gruß
    Stephan






    *** editiert von Nafets am Mittwoch, 01.09.2021, 23:56 ***

Beitrag von Sansibar (197 Beiträge) am Donnerstag, 2.September.2021, 19:36.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    @Nafets
    Ich finde, man kann gut Freund werden, muss es allerdings auch zulassen.
    Zuschütten - naja, das Wort finde ich etwas schwierig, aber ich finde schon, dass man abschließen kann und darf und vllt auch sollte, um wirklich neu beginnen zu können.
    Ich finde, du hast dir die Antwort in deinem letzten Satz schon selbst gegeben.
    Sei der, der du jetzt bist und nicht der, der du mal warst.
    Ich habe das lange Zeit ganz ähnlich empfunden. Es war, als wenn ich immer zu zweit unterwegs war. Das fand ich sehr, sehr mühselig.
    Sansibar




Beitrag von everest (644 Beiträge) am Freitag, 3.September.2021, 09:21.

  Re: Kein "Zuhause" mehr


Beitrag von Jasmin2 (1624 Beiträge) am Donnerstag, 2.September.2021, 20:53.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    Hey Stephan,
    Dazu fällt mir spontan ein Spruch von Eugen Roth ein:
    "Ein Mensch erhofft sich fromm und still,
    dass er einst das kriegt, was er will.
    Bis er dann doch dem Wahn erliegt
    Und endlich das will, was er kriegt."

    Natürlich sehr lapidar, aber es ist schon etwas dran, dass es oft unnötig Kraft kostet an Dingen festhalten zu wollen, die nicht zu halten sind. Akzeptanz dessen, was ist oder eben nicht mehr ist, heißt nicht es gut finden. Es kann aber neue Türen öffnen.

    Liebe Grüße


Beitrag von annaresi (199 Beiträge) am Donnerstag, 2.September.2021, 22:52.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    Ihr Lieben,
    Vieles kann ich sehr nachempfinden.
    In meinem Herzen schwingt noch ein anderes Gefühl mit: In diesem neuen Leben, dass zunächst nur geführt werden muss, d.h. von vielen Zwängen wie Versorgung der Kinder, Beruf ohne realistische Option der Veränderung...soll jetzt alles irgendwie "gut" werden. Ich leide darunter, dass das an vielen Stellen nicht gelingt. Ich will mich nicht mit faulen Kompromissen abfinden. Es ist so eine ganz starke Sehnsucht nach Harmonie und Frieden. Enttäuschungen, Misserfolge, Konflikte...gehen mir sehr nah. Das kommt irgendwie von der Zerstörung des Lebens, von der Verlusterfahrung, denke ich.
    Annaresi

Beitrag von Nafets (708 Beiträge) am Freitag, 3.September.2021, 00:03.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    Ihr Lieben,

    ich schreib' Euch zu Euren tollen Beiträgen von heute, die viele wichtige Aussagen tätigen, noch ein anderes Mal. Aber stattdessen zwdurch, weil es auch ins Thema passt, schnell was Aktuelles:

    Um mich von beruflichem Stress zu entlasten, habe ich früher des Öfteren entweder selbst Musik gemacht (sozusagen am Klavier in der Improvisation meinen Gefühlen freien Lauf gelassen) oder auf dem Wohnzimmerteppich liegend Musik gehört, mal klassisch, mal modern, und dabei oft den vollen Klang und Hall genossen, also laut ;-). Und so zählten natürlich auch häufig Hits von ABBA dazu.

    Soeben in mein anderes Zuhause der neuen Jahre gekommen, begegnen mir heuta Abend im Internet zwei brandeneue ABBA-Songs - sehr melodisch und toll anzuhören - und plötzlich kullern ganz viele Tränen.

    Wie gesagt: Manchmal genügt ein kleiner Piks oder Trigger ...

Beitrag von blackeyes (1646 Beiträge) am Freitag, 3.September.2021, 08:54.

  Re: Kein

    Lieber Stephan, liebe annaresi,

    zu Stephan: Ich war jetzt nie so d e r ABBA-Fan vor dem Herrn, aber ja, sie waren erfolgreich und ihre Titel waren wohl durchweg alle Ohrwürmer. Ich bewundere die Gruppe, dass sie noch einmal so richtig durchstartet - in Übereinstimmung. Im Prinzip könnte uns das sagen: Es ist nie zu spät, zu was auch immer.

    Zu annaresi: Nein, es wird nicht alles irgendwie gut und es ist auch nicht "anders schön" geworden. Ich z.B. will und kann unser gemeinsames Leben nicht mal so hinter mir lassen. Es bgeleitet mich in meinen Erinnerungen, immer, und das ist gut so. Ich bin mir nicht sicher, ob ich empfindsamer gegenüber Enttäuschungen und negativen Erlebnissen geworden bin, nein, nur schneller zornig, besonders was das Verhalten meiner Mitmenschen manchmal angeht. Ich arbeite daran...

    Für alle: Hier habe ich neulich beim Stöbern etwas gefunden; ob es hier passt und gefällt, steht auf einem anderen Blatt, weil es ganz gewiss nicht jedermanns Sache ist, aber interessant ist es allemal *** (es war eine falsche Verlinkung - sorry - hier ist die richtige) *** :
    https://youtu.be/Dzwo0c6vX1k

    *** editiert von blackeyes am Sonntag, 05.09.2021, 15:54 ***

Beitrag von verysad (113 Beiträge) am Sonntag, 5.September.2021, 12:51.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    Hallo blackeyes, wollte dich nur bei deinen Gefühlen "unterstützen" . Du bist da nicht alleine, mir geht es genauso. Es wird nicht alles irgendwie irgendwann wieder gut und das neue mir aufgezwungene Leben ist nicht " anders schön", es ist eigentlich fast überhaupt nicht schön, abgesehen von ein paar wenigen Augenblicken, wenn ich zum Beispiel laut Musik höre und mich "treiben" lassen kann. Ich kann eben das gemeinsame Leben nicht einfach mal so eben vergessen oder wegschieben. Das geht nicht, zumindest bei mir ist das so. Und die Gedanken an dieses gemeinsame nun aber verlorene Leben treibt mir noch immer ab und an die Tränen in die Augen.
    Und das nach drei Jahren, und das wird auch höchstwahrscheinlich nicht mehr vergehen. Gut, es mag sein, wenn ich in 10 Jahren noch lebe, dass es dann so weit sich verändert hat, dass ich es vielleicht mit Befriedigung sehen kann es überhaupt erlebt zu haben. Im Moment bin ich von diesem Zustand aber weit weit weg.
    Und natürlich ist die Einsamkeit und das Alleinsein nicht gerade dafür prädestiniert diesen Zustand positiv zu beeinflussen.

Beitrag von Nafets (708 Beiträge) am Mittwoch, 8.September.2021, 16:57.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    Noch einmal kurz zurück – mit der am 03.09.2021 versprochenen Antwort:

    Über all‘ die letzten Jahre wurde mir aus vielen Kontakten bewusst, dass der „Verlust“ durch den Tod einerseits und die „Verarbeitung“ des parallel damit verbunden Gewesenen ganz verschiedene Ebenen berühren kann. Bei dem/der einen stehen alle, auch die nächsten Verwandten und Freunde, noch enger zusammen, ist der Lebensunterhalt gesichert und im Drumherum vieles nach wie vor wohl geordnet. Bei anderen fällt infolgedessen auch diese bisherige Umgebungswelt total in sich zusammen; früher enge familiäre oder freundschaftliche Verbindungen zerbrechen; Umzug, Jobverlust und viele andere Veränderungen/Erschwernisse müssen bewältigt werden.

    Annaresi, wenn Du schreibst, dass das neue Leben von vielen Zwängen (privaten wie beruflichen besonderen Belastungen) begleitet sein kann, und sich doch parallel die Erwartung damit verbinden mag, es werde irgendwie wieder „gut“, sich dann aber die äußeren (vielleicht auch inneren) Umstände dem in den Weg stellen, wird es in der Tat außerordentlich schwer. Keine unbefriedigenden „Kompromisse“ eingehen, … … das kann ich sooo gut nachempfinden.

    * Es ist so eine ganz starke Sehnsucht nach Harmonie und Frieden. Enttäuschungen, Misserfolge, Konflikte...gehen mir sehr nah. Das kommt irgendwie von der Zerstörung des Lebens, von der Verlusterfahrung, denke ich * hast Du geschrieben. Ja, auf der Suche nach „Harmonie“ und „Frieden“ – war ich wohl mein bisheriges Leben lang; und es hat – nach nicht immer leichten Zeiten – viele Jahrzehnte wirklich sehr v i e l davon gegeben. Vielleicht war ich dadurch arg verwöhnt (?). Dann ist plötzlich alles zerbrochen, auch der tiefere familiäre Zusammenhalt mit meinen Kindern. Der Grad der Zerstörung war einfach zu gewaltig – auch nach inzw. 8 Jahren immer noch „unfassbar“. Ich bin extrem dünnhäutig geworden, leicht erregbar, auch schnell durch kleinste traurige Nachrichten, die eigentlich wildfremde Menschen in ihrem Schicksal betreffen, nah am Wasser … … und wohl trotz aller Begleitung auch einsam.

    Ich bin auf dem Rückzug von „früher“ – meide zunehmend die Berührung mit damaligen Zuständen, Orten und Menschen. Gestern habe ich mich verabschiedet – aus einem wichtigen Vorstandsamt, das ich in unserem Bürgerverein 18 Jahre ausgeübt habe, verabschiedet aus einem Ortsteil, in dem ich nun schon seit 8 Jahren nicht mehr wohne, aber zuvor 35 Jahre gelebt habe – wie ich damals dachte bis an mein Lebensende. Ich bin dort schon „weg“, aber woanders noch nicht „angekommen“, wo und wie ich eigentlich einmal sein wollte … bei dem, der ich einmal war, in einer Harmonie auch mit meinen Kindern, wie ich sie mit stets so sehr gewünscht und erträumt habe, bei einem eigenen friedfertigen ICH, das doch durch so heftige Konflikte ging u.v.a.m. Ich habe viele Anläufe zu einer tiefergehenden „Befriedung" unternommen; darin auch kluge Unterstützer gefunden – aber es gab dennoch in den letzten Jahren in mancherlei Hinsicht extrem bittere Rückschläge, in denen plötzlich wieder eine bodenlose Enttäuschung die Oberhand gewann, hier und da viell. auch Verzweiflung.

    Also fühlt es sich an manchen Tagen immer noch so ähnlich wie „Treibsand“ unter den Füßen“ an – meine innere Ruhe und Ausgeglichenheit fehlen mir sehr. Die über den Tod von Christina hinausgehenden „Wunden" werden an manchen Stellen vielleicht nie heilen können.

    Da ist also immer noch ein großer „Hohlraum“ – mal gefühlt ganz „leer“, mal „hochexplosiv“, mal „perspektiv“- oder „kraftlos“, mal „verzweifelt“ – aber auch voller „Sehnsucht“ nach einem anderen, leichteren und schöneren Weg … … und einem Ankommen zuhause bei mir selbst …






    *** editiert von Nafets am Mittwoch, 08.09.2021, 17:32 ***

Beitrag von Sansibar (197 Beiträge) am Mittwoch, 8.September.2021, 22:09.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    *....wo und wie ich eigentlich einmal sein wollte … bei dem, der ich einmal war..*

    Vllt magst du es gar nicht lesen Stephan, aber das wird wahrscheinlich nichts mehr. Dazu ist viel zu viel passiert.
    Auch für deine Kinder ist viel passiert und ich meine mich zu erinnern, dass sie schon länger flügge sind.Wer weiss, vllt wirst du bald als Großvater gebraucht.
    Das Familienleben, wie es einmal war, ist endgültig vorbei. So ist es auch bei mir.
    Es gibt eine Lösung. Abschied nehmen und sich sein ganz eigenes Nest bauen. Heute mit anderen Vorzeichen. Du stehst jetzt im Mittelpunkt.



    James E.Miller: Winter Grief, Summer Grace
    Sie werden nie wieder der Mensch sein, der Sie einmal waren.
    Sie haben etwas verloren, aber durch diesen Verlust auch etwas gewonnen.
    Sie werden Sie selbst sein - und Sie werden mehr als Sie selbst sein. Manche Menschen beschreiben
    diesen Prozess als Transformation, andere bezeichnen ihn als Auferstehung.
    Aber ganz gleich, welche Worte Sie auch benutzen, ist das Ergebnis doch dasselbe. Etwas Neues ist geschehen. Es wird etwas geboren, das ganz neu und ganz ihr Eigenes ist. Etwas Unerwartetes wird geboren sein.

    Sansibar












Beitrag von conny2 (1644 Beiträge) am Freitag, 10.September.2021, 19:53.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    Ich weiß nicht, was ich von solchen Sprüchen halten soll, weil sie richtig und nicht richtig zugleich sind, in jedem Fall aber apodiktisch und mir daher nicht sympathisch. Gewiss bin ich nach dem Tod meiner Frau nicht mehr der Mensch, der ich vorher war. Aber ich bin gleichwohl immer noch ich, schwer gebeutelt, aber kein anderer. Mir hat ein Satz unseres Mitforisten Sehtest sehr gut gefallen, der einmal schrieb: „War vor deinem Weggang jeder von uns zwei, so bin ich heute nur noch halb.“ Das gilt auch für mich. Vor ihrem Tod dachten und lebten wir beide immer auch an und mit dem anderen. Jetzt, wo ich allein bin, bin ich nicht einmal der, der ich war, bevor wir uns fanden. Und was könnte ich dadurch gewonnen haben, dass sie nicht mehr da ist? Da fällt mir nicht viel ein, außer, dass es meine Sinne dafür geschärft hat, wie trostlos es ohne sie ist. Transformation und/oder gar Auferstehung? Tut mir Leid, damit kann ich nicht dienen. Was an meinem Leben neu ist, ist nicht gut. Aber ich will kein Spielverderber sein. Also warte ich darauf, dass etwas Neues und ganz mein Eigenes geboren wird. Aber es ist wie das Warten auf Godot.


Beitrag von Sansibar (197 Beiträge) am Sonntag, 12.September.2021, 13:38.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    Ach Conny, für wen solltest du der Spielverderber sein? Wenn überhaupt, dann nur dein eigener.
    Jeder nach seinem Gutdünken. ;)

    Herzliche Grüße
    Sansibar

Beitrag von conny2 (1644 Beiträge) am Sonntag, 12.September.2021, 14:18.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    Liebe Sansibar,

    ich dachte beim Spielverderben weniger an mich selbst als an viele amerikanische Schriftsteller*innen, die sich nach jedem Schicksalsschlag scheinbar wie der Phönix aus der Asche heben können. Dieses Spiel ist mir verleidet, aber ich will es auch niemandem verderben.

    Freundliche Grüße
    conny2


Beitrag von Nafets (708 Beiträge) am Mittwoch, 8.September.2021, 22:17.

  Re: Kein "Zuhause" mehr

    Liebe Sansibar,

    kürzlich hast Du geschrieben: *Es war, als wenn ich immer zu zweit unterwegs war. Das fand ich sehr, sehr mühselig.*

    Ich habe es vor längerer Zeit einmal ähnlich formuliert: Und jetzt schaut er wieder auf sich und denkt, was macht "der" denn da gerade ... ...

    Ja, bei mir liegt es viell. auch an meiner (zu) strengen Kindheitserziehung. Ich bin irgendwann vor mehr als 40 Jahren "aufgebrochen" in ein ganz anderes Leben - und das war dann unglaublich reichhaltig und schön. "Angekommen" an einem Punkt, wo ich dachte, es könne und werde immer so bleiben. Nun wieder "rückwärts" zu gehen, zurück in ursprüngliche Muster, innen drin wie außen drauf, war bis zum Tod von Christina stets ein "no go". Jetzt ist sozusagen der charakterliche Notstandsfall eingetreten ... ...

    Ich glaube, die Kindheit und frühe Jugend prägen einen sehr viel stärker als man denkt, und es gibt dann in einem drin Entwicklungen, Wünsche und Lebensträume, die man später nicht mehr sehr grundlegend verändern kann ... leider. Jedenfalls nicht ohne ein Stück "Selbstaufgabe" ...





    *** editiert von Nafets am Mittwoch, 08.09.2021, 22:21 ***

Beitrag von conny2 (1644 Beiträge) am Donnerstag, 2.September.2021, 10:07.

  Re: Kein

    "Also: Es ist wie es ist - das Leben muss gelebt werden, denn ein Dach über dem Kopf und finanzielle Absicherung ist nicht gleichzusetzen mit Geborgenheit, wie sie einem die Nähe eines Menschen, mit dem man Zeit seines Lebens zusammen war, vermitteln kann."
    *
    So sehe ich das auch. Mich jedenfalls schmerzt die zwar nicht verlorene aber von hoher Hand veränderte Liebe zu meiner Frau weit mehr, als alles andere. Und Trauer ist für mich der nach wie vor schmerzliche Prozess, der von der Liebe zu dem lebenden Menschen an meiner Seite hinführt zu der Liebe zu einem (nur noch) in meinen Gedanken lebenden Menschen.



  Alle Jahre wieder    Wmomo 6.10.21, 21:25
  Re: Alle Jahre wieder    Jasmin2 7.10.21, 14:21
  Re: Alle Jahre wieder    Sansibar 7.10.21, 17:12
  Re: Alle Jahre wieder    Wmomo 8.10.21, 17:08
  Kein "Zuhause" mehr ,,,   Nafets 23.7.21, 13:12
  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,   xenibasx 26.7.21, 16:13
  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,   Sammy2009 26.7.21, 20:38
  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,   xenibasx 27.7.21, 16:55
  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,   Andyana87 29.7.21, 22:29
  Re: Kein "Zuhause" mehr ,,,   Nafets 9.8.21, 00:33
  Re: Kein    Sansibar 1.9.21, 11:26
  Re: Kein    conny2 1.9.21, 19:03
  Re: Kein    blackeyes 1.9.21, 21:22
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Nafets 1.9.21, 23:40
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Sansibar 2.9.21, 19:36
  Re: Kein "Zuhause" mehr   everest 3.9.21, 09:21
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Jasmin2 2.9.21, 20:53
  Re: Kein "Zuhause" mehr   annaresi 2.9.21, 22:52
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Nafets 3.9.21, 00:03
  Re: Kein    blackeyes 3.9.21, 08:54
  Re: Kein "Zuhause" mehr   verysad 5.9.21, 12:51
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Nafets 8.9.21, 16:57
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Sansibar 8.9.21, 22:09
  Re: Kein "Zuhause" mehr   conny2 10.9.21, 19:53
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Sansibar 12.9.21, 13:38
  Re: Kein "Zuhause" mehr   conny2 12.9.21, 14:18
  Re: Kein "Zuhause" mehr   Nafets 8.9.21, 22:17
  Re: Kein    conny2 2.9.21, 10:07
  seltsames Unbeteiligtsein...   Aufbruch 8.7.21, 16:32
  Re: seltsames Unbeteiligtsein...   utel55 13.7.21, 15:59
  Re: seltsames Unbeteiligtsein...   Clelia 13.7.21, 22:02
  Re: seltsames Unbeteiligtsein...   yvba71 13.7.21, 23:10
  Trauer nach zwei Jahren   Anna60 23.6.21, 13:06
  Re: Trauer nach zwei Jahren   Holzkopf 23.6.21, 16:34
  Nette Begegnung an der Kasse   Holzkopf 5.6.21, 18:26
  Re: Nette Begegnung an der Kasse   Bleu 7.6.21, 11:52
  Re: Nette Begegnung an der Kasse   Bleu 9.6.21, 13:27
  Re: Nette Begegnung an der Kasse   Clelia 18.6.21, 11:40
  Re: Nette Begegnung an der Kasse   Suliz 16.6.21, 06:30
  Keine Lust mehr auf kochen   helidor 31.5.21, 18:54
  Re: Keine Lust mehr auf kochen   Bleu 31.5.21, 20:19
  Re: Keine Lust mehr auf kochen   Jufrika 31.5.21, 20:57
  Re: Keine Lust mehr auf kochen   helidor 1.6.21, 17:54
  Gründe für das Überleben   Bleu 23.5.21, 18:54
  Re: Gründe für das Überleben   conny2 4.8.21, 14:25
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  Re: Gründe für das Überleben   conny2 8.8.21, 17:21
  Re: Gründe für das Überleben   conny2 6.8.21, 15:55
  You never walk alone   Steve 22.5.21, 22:48
  Re: You never walk alone   Holzkopf 23.5.21, 08:58
  Re: You never walk alone   everest 23.5.21, 09:39
  Re: You never walk alone   Steve 23.5.21, 10:30
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  Re: You never walk alone   Sammy2009 23.5.21, 11:42
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  Re: You never walk alone   Jufrika 23.5.21, 20:15
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  Gründe für das Überleben   Bleu 22.5.21, 16:54
  Re: Gründe für das Überleben   RehTse 23.5.21, 16:31
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  Kontrollverlust   Clelia 19.5.21, 10:21
  Re: Kontrollverlust   Aufbruch 19.5.21, 16:07
  Re: Kontrollverlust   Jasmin2 19.5.21, 19:05
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  ....verdammt lang her......   Gabriell 17.3.21, 06:58
  Re: ....verdammt lang her......   Gabriell 17.3.21, 07:04
  Wo stehe ich?   Sammy2009 12.1.21, 15:47
  Re: Wo stehe ich?   Jasmin2 13.1.21, 12:12
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  6 Jahre und DANKE   Stippi 12.10.20, 17:51
  Re: 6 Jahre und DANKE   Jasmin2 13.10.20, 18:32
  20 Jahre-die Zeit verrinnt......   morbus 23.9.20, 13:54
  Wie?   Sammy2009 23.9.20, 05:26
  Re: Wie?   blackeyes 23.9.20, 16:54
  Re: Wie?   Clelia 23.9.20, 18:53
  Re: Wie?   MoaM 26.9.20, 05:42
  Re: Wie?   Clelia 26.9.20, 09:09
  Re: Wie?   MoaM 26.9.20, 20:06
  Re: Wie?   Clelia 26.9.20, 21:03
  Re: Wie?   MoaM 28.9.20, 17:49
  Re: Wie?   Heike18 28.9.20, 18:17
  Re: Wie?   Heike18 28.9.20, 18:30
  Re: Wie?   Clelia 29.9.20, 09:12
  Re: Wie?   Clelia 29.9.20, 16:22
  Re: Wie?   RehTse 30.9.20, 09:01
  Re: Wie?   Heike18 30.9.20, 09:39
  "Vermeidung von Paaren"   Sandra0406 14.9.20, 16:38
  Re: "Vermeidung von Paaren"   Clelia 14.9.20, 20:05
  Re: "Vermeidung von Paaren"   Sandra0406 15.9.20, 19:27
  Re: "Vermeidung von Paaren"   Heike18 16.9.20, 08:24
  Re: "Vermeidung von Paaren"   Pumbaline 21.9.20, 19:53
  Re: "Vermeidung von Paaren"   Gaby 22.10.20, 15:55
  Re: "Vermeidung von Paaren"   wombel69 22.10.20, 21:59
  Re:    Mora 26.10.20, 11:43
  Geburtstag meiner Tochter   Stippi 5.8.20, 20:43
  Re: Geburtstag meiner Tochter   hora 14.8.20, 10:33
  Nachdenklich   Andy58 22.7.20, 10:45
  Re: Nachdenklich   Heike18 22.7.20, 23:14
  Re: Nachdenklich   hora 3.8.20, 14:03
  Re: Nachdenklich   Pumbaline 6.8.20, 20:17
  Wasserstandsmeldung   Sammy2009 15.7.20, 04:54
  Ich hab's geschafft........   morbus 7.7.20, 11:34
  Re: Ich hab's geschafft........   hora 14.7.20, 13:45
  Bereicherung   Holzkopf 25.6.20, 17:42
  Re: Bereicherung   Pumbaline 25.6.20, 19:41
  Re: Bereicherung   Pumbaline 25.6.20, 19:59
  Re: Bereicherung   conny2 25.6.20, 20:49
  Re: Bereicherung   Pumbaline 25.6.20, 22:27
  Re: Bereicherung   conny2 26.6.20, 07:45
  Re: Bereicherung   Holzkopf 26.6.20, 08:06
  Re: Bereicherung   Pumbaline 26.6.20, 22:02
  Re: Bereicherung   Holzkopf 27.6.20, 10:34
  Re: Bereicherung   lilawitwe 28.6.20, 09:55
  Re: Bereicherung   Nafets 28.6.20, 13:48
  Re: Bereicherung   hora 30.6.20, 10:32
  Re: Bereicherung   Sansibar 3.7.20, 21:47
  Re: Bereicherung   Sammy2009 4.7.20, 10:37
  Re: Bereicherung   conny2 5.7.20, 11:44
  Re: Bereicherung   blackeyes 4.7.20, 13:28
  Re: Bereicherung   Nafets 4.7.20, 15:47
  Re: Bereicherung   Sammy2009 5.7.20, 11:57
  Re: Bereicherung   conny2 5.7.20, 10:48
  Re: Bereicherung   blackeyes 5.7.20, 13:53
  Re: Bereicherung   Holzkopf 5.7.20, 18:05
  Re: Bereicherung   blackeyes 5.7.20, 19:35
  Re: Bereicherung   Holzkopf 5.7.20, 21:04
  Haltung verändern   Sammy2009 2.6.20, 00:16
  Re: Haltung verändern   lilawitwe 2.6.20, 08:22
  Re: Haltung verändern   Sammy2009 2.6.20, 09:39
  Telefonseelsorge   Carlchen65 6.5.20, 14:25
  Re: Telefonseelsorge   Sammy2009 6.5.20, 16:54
  Re: Telefonseelsorge   Jasmin2 6.5.20, 19:11
  ich kann grad nicht mehr...   Stippi 3.4.20, 23:50
  Meine neue Familie...   Stippi 23.2.20, 20:01
  Re: Meine neue Familie...   Nafets 27.2.20, 13:26
  Re: Meine neue Familie...   cs65 28.2.20, 17:24
  Danke    Heike18 6.2.20, 16:01
  Ein gutes neues Jahr!   olive52 1.1.20, 09:14
  Re: Ein gutes neues Jahr!   49Karin64 2.1.20, 09:43
  Einsamkeit   hora 8.12.19, 15:58
  Re: Einsamkeit   conny2 8.12.19, 19:30
  Re: Einsamkeit   conny2 9.12.19, 09:23
  Re: Einsamkeit   conny2 9.12.19, 10:29
  Re: Einsamkeit   everest 9.12.19, 14:33
  Re: Einsamkeit   Nafets 9.12.19, 18:14
  Re: Einsamkeit   conny2 10.12.19, 11:20
  Re: Einsamkeit   blackeyes 10.12.19, 14:06
  Re: Einsamkeit   Nafets 10.12.19, 15:18
  Re: Einsamkeit   blackeyes 11.12.19, 11:12
  Re: Einsamkeit   everest 10.12.19, 16:30
  Re: Einsamkeit   conny2 10.12.19, 17:11
  Re: Einsamkeit   everest 10.12.19, 17:28
  Re: Einsamkeit   conny2 11.12.19, 09:57
  Re: Einsamkeit   maks2708 10.12.19, 18:07
  Re: Einsamkeit   conny2 11.12.19, 09:59
  Re: Einsamkeit   Molly8 11.12.19, 16:08
  Re: Einsamkeit   Sansibar 8.12.19, 20:33
  Re: Einsamkeit   Carlchen65 10.12.19, 09:33
  Re: Einsamkeit   Sansibar 10.12.19, 21:38



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