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© 2001 - Robert Scheithe
Neuigkeiten
Beiträge dieser Rubrik werden teilweise auch auf der Facebook-Seite des Vereins veröffentlicht.

15.7.2018
- Aus dem Vorstand


29.5.2018
- MV 2018


21.12.2017
- Zum neuen Jahr


05.12.2017
- Vereins-Workshop 2017


26.11.2017
- Messe Barnstorf


18.9.2017
- Besteuerung Verwitweter


08.2.2017
- Kollekten Jahresprojekt


23.12.2016
- Zum neuen Jahr


23.8.2016
- Newsletter VII


13.4.2016
- MV 2016


25.1.2016
- Vorstandssitzung Jan. 2016


15.11.2015
- Vorstandssitzung Nov. 2015


12.5.2015
- AG Lobbyarbeit


05.5.2015
- MV 2015


04.2.2015
- Dada Peng


24.12.2014
- Zum neuen Jahr


24.11.2014
- Nachruf


18.11.2014
- brigitte.de


04.9.2014
- ING-DiBa Spende


10.6.2014
- Hochzeit


04.6.2014
- ING-DiBa Gewinner


06.5.2014
- Messe Bremen


04.3.2014
- jung verwitwet-Telefon


03.12.2013
- Vorstandssitzung


08.11.2013
- Firmenspende


05.10.2013
- Transparenz


06.9.2013
- ungerechte Besteuerung


27.8.2013
- Trauerwochenende


09.8.2013
- Nachruf


09.7.2013
- Engagementpreis 2013


30.1.2013
- verwitwet.de und jung verwitwet e.V.


22.1.2013
- 10 Jahre in Essen


02.12.2010
- Kölner Weihnachtsmarkt


15.10.2010
- Nachruf


24.5.2010
- Pfingstfreizeit 2010


05.2.2010
- Silvester 2009


28.10.2009
- Nachruf


28.5.2009
- verwitwet.de sagt danke


12.3.2009
- Nachruf


08.3.2009
- Nachruf


02.2.2009
- Newsletter I/2009


26.1.2009
- Ortsgruppe Essen


28.10.2008
- Newsletter II-2008


18.12.2007
- Bad Hersfelder Ortsgruppe


08.8.2007
- Spende für verwitwet.de


07.8.2007
- Kölner Gruppe


26.5.2007
- Nachruf


09.4.2007
- Ortsgruppe Bad Hersfeld


14.10.2006
- Selbsthilfe in Hamburg


05.10.2006
- Trauerbegleiter


21.9.2006
- Ortsgruppe Ulm/Neu-Ulm


19.9.2006
- Ehrenamtstag in Ratingen


14.5.2006
- Ortsgruppe Ulm/Neu-Ulm


09.3.2006
- Pfingsten 2006


19.1.2006
- Silvesterfreizeit 2005/2006


04.1.2006
- Bad Hersfelder Ortsgruppen


20.12.2005
- verwitwet.de trauert


12.11.2005
- Vorstellung Badner Gruppe


09.11.2005
- 1. Treffen im Raum Marl


08.11.2005
- Ortsgruppe Köln


18.10.2005
- Pfälzertreff


10.10.2005
- Mainfrankenmesse


02.8.2005
- Wohlfühl-Wochenende


07.6.2005
- Südtreffen 2005


04.5.2005
- Workshop 2005


28.4.2005
- Südtreffen V


25.1.2005
- Nachruf


19.12.2004
- Begegnungs-Wochenende


13.12.2004
- Weißenhorn-Illertissen


02.10.2004
- Danksagung


05.9.2004
- Weißenhorn-Illertissen


25.7.2004
- Bad Hersfeld


25.7.2004
- Ortsgruppe Freising


09.7.2004
- Spendenaufruf


23.4.2004
- Badner Gruppe


14.4.2004
- Badner Gruppe


10.4.2004
- Ortsgruppe Hannover


15.2.2004
- Nachruf


10.2.2004
- Wintertreff in Eching


22.12.2003
- Feuerteufel


19.12.2003
- Ortsgruppe Oberhausen


10.12.2003
- Badner Gruppe


23.11.2003
- Ortsgruppe Hamm


02.11.2003
- Ortsgruppe Köln


15.10.2003
- Ortsgruppe Oberhausen


18.9.2003
- Ortsgruppe Oberhausen


11.9.2003
- Weißenhorn-Illertissen


09.8.2003
- Sommertreffen Eching


31.7.2003
- Ortsgruppe Hamm


26.7.2003
- Ortsgruppe Frankfurt


16.7.2003
- Badner Gruppe


18.6.2003
- Ortsgruppe Köln


11.6.2003
- 3. Südtreffen


10.6.2003
- Ortsgruppe Oberhausen


13.5.2003
- Weißenhorn-Illertissen


29.4.2003
- Weißenhorn-Illertissen


28.4.2003
- Ortsgruppe Essen


28.4.2003
- SHG Hamm


28.4.2003
- SHG Oberhausen


08.4.2003
- SHG Detmold


23.3.2003
- SHG 'Lebenswege'


23.3.2003
- SHG Marburg


23.3.2003
- SHG Bremer Land


21.3.2003
- Ortsgruppe Hamm


18.3.2003
- Ortsgruppe Frankfurt


16.3.2003
- SHG Dortmund


17.2.2003
- Badner Gruppe


17.2.2003
- Regionalgruppe Hamm


15.2.2003
- Weißenhorn-Illertissen


11.2.2003
- Ortsgruppe Oberhausen


30.1.2003
- Wintertreffen


27.1.2003
- Badner Gruppe


26.1.2003
- SHG 'Lebenswege'


26.1.2003
- SHG Heide


21.1.2003
- SHG Dortmund


15.1.2003
- Weißenhorn-Illertissen


13.1.2003
- Ortsgruppe Oberhausen


10.1.2003
- Ortsgruppe Köln


02.1.2003
- Badner Gruppe


05.12.2002
- Ortsgruppe Köln


03.12.2002
- Mitgliedsbeiträge II


29.11.2002
- Sternschnuppen


24.11.2002
- Mitgliedsbeiträge


19.11.2002
- Badner Gruppe


12.11.2002
- Ortsgruppe Köln


23.10.2002
- SHG Dortmund


29.9.2002
- startsocial2002


25.9.2002
- Grillfest 2002


25.9.2002
- 2. Südtreffen


12.9.2002
- Ortsgruppe Köln


11.7.2002
- Ortsgruppe Köln


06.6.2002
- Ortsgruppe Köln


21.5.2002
- Einladung zur Mitgliedervers.


11.5.2002
- Ortsgruppe Köln


25.4.2002
- Regionalgruppe Hamm


13.4.2002
- Ab sofort e.V.


07.4.2002
- Ortsgruppe Köln


04.3.2002
- Ortsgruppe Köln


17.2.2002
- Ortsgruppe Köln


29.1.2002
- Ich bin kein Single


09.1.2002
- Ortsgruppe Köln


18.11.2001
- Fotos online


17.11.2001
- Einleitung



2. Newsletter 2008



Liebes Mitglied der Community von verwitwet.de,

es ist wieder an der Zeit für aktuelle Informationen rund um die Homepage verwitwet.de und den Verein verwitwet.de e.V.

Für diese Ausgabe des Newsletters haben sich andere aus den Reihen der Community Mühe gemacht, vielen Dank für die uns vorliegenden Gastbeiträge.

Um den Rahmen überschaubar zu halten und das Interesse am Lesen hoch, haben wir entschieden, dass in diesem Newsletter alle zu Wort kommen, die uns Beiträge lieferten, wir gedulden uns mit dem Schreiben bis zu einer nächsten Ausgabe.


Und los gehts, unter der Überschrift Neues von der Homepage verwitwet.de eine Ankündigung von Oliver zum Serverumzug:

verwitwet.de zieht um

Der Server (Internetcomputer) von verwitwet.de wird mit seinem Alter von über 5 Jahren demnächst in Rente geschickt. Daher wird verwitwet.de in den nächsten Tagen auf einen neuen, modernen und somit auch schnelleren Server umziehen. Die umfangreichen Vorbereitungen dazu sind bereits kurz vor dem Abschluss. Sie waren deshalb so umfangreich, da mit dem neuen Server auch eine neue Softwareversion als Basis für verwitwet.de zum Einsatz kommt. Dadurch wird verwitwet.de praktisch kernsaniert. Äußerlich ändert sich für die Besucher und Communitymitglieder (fast) nichts. Optisch und von den Funktionen her bleibt alles wie gewohnt. Unter der äußeren Hülle wird aber komplett alles ausgewechselt. Zu vergleichen ist das in etwa mit dem Austausch eines Motors und Einbau moderner Technik in einen Oldtimer. Wie bei dem alten Auto, wird auch die Homepage dadurch schneller und stabiler sein - aber es wird trotzdem noch der schöne, alte, lieb gewonnene Oldtimer sein.

Seit Mitte September werde ich von einem Programmierer bei den Anpassungsarbeiten unterstützt, der mir auch zukünftig bei Erweiterungen und gegebenenfalls bei meiner urlaubs- oder krankheitsbedingten Abwesenheit den Communiymitgliedern mit technischem Support zur Verfügung steht.

Wenn die letzten Tests reibungslos verlaufen, werden wir in der Nacht vom kommenden Donnerstag auf Freitag (30./31.10.2008) voraussichtlich den Serverumzugs von verwitwet.de durchführen. Dann wird verwitwet.de für einige Stunden nicht erreichbar sein. Genaue Informationen werde ich vorher noch im Forum bekannt geben.



Aus Karlsruhe erreichten uns die Vorstellungen zweier Gruppen, die wir Euch hier zu der Rubrik Selbsthilfegruppen zugänglich machen:


Die „Selbsthilfegruppe jung verwitweter Mütter und Väter“ sowie die Gruppe „KiT´s – Kinder in Trauer“ am Hauptfriedhof Karlsruhe

Im Jahr 2001 initiierte Frau Kieferle-Stotz das „Trauer-Cafe“ in der Karlsruher Waldstadt, dessen offener, geleiteter Gesprächskreis bald Zulauf von überwiegend älteren verwitweten Menschen fand. Schon in dieser Zeit wurde mehrfach der Wunsch nach einem ähnlichen Angebot für jüngere Erwachsene geäußert. 2005 entstand dann die „Selbsthilfegruppe jung verwitweter Mütter und Väter“. Der gemeinsame Wunsch, auch den trauernden Kindern, die bis dahin lediglich in Einzelbegleitung Unterstützung bekamen, eine Gruppe ähnlich Betroffener anzubieten, stieß bei der Amtsleitung des Hauptfriedhofes auf offene Ohren: So konnte zur Gründung der o.g. Selbsthilfegruppe auch eine Kindertrauergruppe beginnen, an der Kinder ab 7 Jahren nach dem Tod eines Elternteils teilnehmen konnten. Auch den Kindern tut es gut mit ihrer Trauer nicht alleine da zu stehen. Die Kinder können ihre Trauer in diesem Rahmen miteinander ausleben und dadurch zulassen. Hierbei werden sie von einer ausgebildeten Trauerbegleiterin und einer Mitarbeiterin begleitet.

Um die Öffentlichkeit für das Thema „Kindertrauer“ zu sensibilisieren, entstand im Rahmen dieser Gruppenstunden die Bilder für die Ausstellung „Einblicke – Kinder zeigen ihre Trauer“.

Im Jahr 2008 spaltete sich ein Teil der SHG nach längerer Zugehörigkeit ab, um sich als Ortsgruppe Karlsruhe von „verwitwet.de“ eine neue Ausrichtung und Struktur zu geben. Andere sind in der Gruppe am Hauptfriedhof geblieben, viele neue TeilnehmerInnen sind hinzugekommen, mit und auch ohne Kinder. Sowohl die SHG der Erwachsenen als auch die KiT’s- - Gruppen am Hauptfriedhof sind ganzjährig offen und aufnahmebereit und treffen sich in regelmäßigen Abständen einmal im Monat. Die KiT’s-Gruppen stehen allen Kindern offen, die eine nahe stehende Bezugsperson (nicht nur Elternteil) verloren haben.
Ab Oktober wird es ein neues Projekt für trauernde Jugendliche ab 14 Jahren geben.

Nähere Informationen erhalten Sie bei
Barbara Kieferle-Stotz, Dipl.Sozialpädagogin, Trauerbegleiterin und Fachberaterin Krisenintervention und Notfallnachsorge

www.friedhof-karlsruhe.de
Telefon: 0721-663 89 65


Die angesprochene Ortsgruppe Karlsruhe von verwitwet.de stellt sich hier vor:


Vorstellung der Karlsruher Ortsgruppe

Unsere Gruppe entstand aus der Selbsthilfegruppe „Jungverwitweter“ des Karlsruher Hauptfriedhofs. Wir treffen uns einmal im Monat (momentan zweiter Mittwoch im Monat) abends zum Stammtisch. Die Teilnehmerzahl (von 6-14) als auch das Alter (von 30 bis 55) ist sehr unterschiedlich– es ist uns jeder willkommen, es gibt kein „zu alt“ oder „zu jung“. Wir treffen uns in unterschiedlichen Lokalen beim Italiener angefangen bis zum Chinesen (aber immer im Raum Karlsruhe ). Der Ort des nächsten Stammtischs wird von uns gemeinsam beim Stammtisch vereinbart, so dass jeder mal kurze Wege hat …
Dabei geht es uns nicht hauptsächlich um das monatliche Treffen, sondern wir wollen als Gruppe auch mal gemeinsam (oder als Teilgruppe) etwas unternehmen – Kinoabend wie auch Unternehmungen mit Kindern. Der Stammtisch soll nur die Plattform bilden, sich kennen zu lernen und dann hieraus die Kontakte in der Form zu intensivieren, welche einem am angenehmsten ist.

Im Sommer fand ein Grillfest in Zaisenhausen (Nähe von Bretten) statt, an dem auch Einzelne der Stuttgarter und der Wieslocher Gruppe dabei waren. Für nächstes Jahr haben wir zusammen mit ein paar „Stuttgartern“ geplant, ein gemeinsames großes Grillfest für die um Karlsruhe-Stuttgart umliegenden Ortsgruppen zu machen.
Schaut beim Stammtisch mal vorbei - Ihr seid alle herzlich willkommen.
Infos erhaltet ihr entweder über die Terminliste bei den Veranstaltungen in verwitwet.de oder durch persönliche Einladung per „Rundmail“, wenn ihr mir eure E-Mail-Adresse zukommen lasst.
Bis bald vielleicht
Annegret (Ylvi) und Sabine (Stupfy)


Fotos vom Grillfest findet ihr hier: Fotogalerie


Wer an der diesjährigen Mitgliederversammlung teilnahm, erinnert sich bestimmt an den Beschluss der Versammlung zur Zusammenarbeit mit Holger Wittenberg, einem Fundraiser aus Hamburg. Wir haben ihn für diesen Newsletter gebeten, seine Gedanken zur Arbeit für und mit verwitwet.de e.V. für uns zusammenzufassen:


„Mittelverwendung und Mittelbeschaffung für die Vereinsarbeit von verwitwet.de e.V. (Fundraising)“


Fundraising ist nicht eine Methode, die man im letzten Moment einsetzt, wenn das Portemonnaie schon vollständig leer ist - so nach dem Motto: „und dann spannte Sternentaler sein kleines weißes Hemdchen auf und die Sterne fielen vom Himmel und waren aus purem Gold.“ Oder: „Vorne füttert man den Esel mit gutem Stroh, und sogleich kommen hinten Golddukaten heraus“. Nein, sondern Fundraising ist langfristiges strategisch durchgeplantes Sozialmarketing.

Und Marketing zielt darauf ab, Kunden zu behalten sowie neue Kunden zu gewinnen - oder besser in diesem Fall, SpenderInnen, FörderInnen und SponsorInnen - und auch Ehrenamtliche - zu halten und zu gewinnen und langfristig an die Organisation zu binden.

Die erste Devise lautet deshalb:
Fundraising is friendraising
Und gutes Fundraising erobert die Herzen der Menschen! Man muss sich auf die Freundschaftsarbeit konzentrieren. Der Spender steht im Mittelpunkt, nicht die Spende. Das ist ein Paradigmenwechsel. Früher stand die Spende im Vordergrund, und die Organisationen wollten immer mehr Geld haben. Der Spender aber möchte durchaus etwas tun. Man muss herausfinden, welche Träume er hat. Um aber Beziehungen aufbauen zu können, muss man viel, sehr viel über den Spender/ die Spenderin wissen.

Mittelbeschaffung / Fundraising ist eine langfristig und dauerhaft angelegte Aufgabe. Und es erfordert einen langen Atem.
Kolumbus hat uns angeblich schon vorgemacht, wie gutes Fundraising aussieht: Er musste sich die Absagen zweier Könige und sieben Absagen der Königin Isabella abholen, bis er beim achten Mal Gehör fand und die Unterstützung für seine Reise nach „Indien“ bekam. Er benötigte zur Geldakquise mehr als acht Jahre – seine Reise dauerte weniger als drei Monate.
Aber, das ist Fundraising. Fundraising is asking, asking and asking again! Und dabei richtig und effektiv.

Fundraising bedeutet auch das Erstellen einer Kommunikationsstrategie für die Beschaffung von Mitteln. Dieses Erstellen eines Marketingkonzeptes sowie einer daraus abgeleiteten Strategie unterscheidet das professionelle Fundraising vom zwar engagierten, aber oft aktionistischen Spendensammeln.

Als erstes benötigt man also ein schlüssiges Konzept, denn, wer nicht weiß, wo er hin will, muss sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt. Also eine klare Zielformulierung ist vonnöten.
Konkret: Will vw.de beim derzeitigen Status des Geschäftsbereichs verbleiben? Will (sollte) vw.de woanders hin? In welcher Zeit? Für welche eventuell neuen Ziele braucht man welche Mittel? Wobei „Mittel“ nicht nur finanziell verstanden werden müssen. Für die Erreichung bestimmter Ziele können gleichwohl menschliche Ressourcen erforderlich sein. Sind sie in ausreichendem Maß vorhanden oder lassen sie sich mobilisieren?

Und am Anfang steht - wie zu Beginn jeden Konzeptes – die Analyse.

Es gilt herauszuarbeiten, was ist das Besondere an dieser Organisation. Welches Alleinstellungsmerkmal hat sie, d.h., was unterscheidet sie z.B. von anderen ähnlichen Organisationen. Was ist das Besondere, das Spezifische? Weiter geht es mit der Frage nach den Zielgruppen der Kommunikation – intern wie auch extern. Wer interessiert sich oder wer könnte sich eigentlich für verwitwet.de interessieren? Welche Gruppen sind vw.de wie verbunden, welchen Grad der Identifikation haben sie?
Wer könnte ein Interesse an vw.de haben, oder bei wem kann man es wecken? Bei welchen Menschen, Gruppen, Institutionen könnte man eine höhere Affinität zur Thematik von vw.de vermuten?

Die Wahrscheinlichkeit, dass mit einer gut durchdachten Analyse und Planung, Mittel in akzeptabler Höhe eingespielt werden und Spender langfristig gebunden werden können, ist höher, als wenn nur aus dem Bauch heraus spontan gehandelt wird.
Und was das Fundraising-Budget angeht, so muss doch eigentlich klar sein, dass Geld nur eingespielt werden kann, wenn auch Geld investiert wird. Wenn man die Portokasse für Briefmarken nicht hat, wie will man dann Spender auf sich aufmerksam machen? Wenn man nicht das Geld für Werbemittel hat und z.B. nur auf buntem Papier schlechte Kopien verteilt, ja, dann kommuniziert man doch nach außen, dass es einem so schlecht geht als Organisation, dass der Spender doch nur die Finger davon lassen kann. Das ist etwas, was Non-Profit Organisationen, die wenig Geld haben, und die glauben, nicht investieren zu können oder zu wollen, immer wieder vergessen, und was sie von der Wirtschaft lernen können.
Denn schon Henry Ford sagte:
"Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso gut die Uhr anhalten, um Zeit zu sparen."

Anschließend erfolgt die Planung:
Was , d.h welche Maßnahmen, will man mit welchen Mitteln in welcher Zeit, das schließt die genauen Zeitpunkte einschließlich des zeitlichen Vorlaufes mit ein, mit wem, d.h. wer ist für welche Aufgabe zuständig, mit welchem Budget erreichen.
Wobei das mit der Zeit so eine Sache ist. Kein ernsthafter Fundraiser wird Zusagen machen können, in der und der Zeit wirbt er die und die Summe ein. Das kann niemand voraussagen. Da spielen sowohl beim Spender als auch beim Sponsor beispielsweise die wirtschaftliche Gesamtlage des Staates, das kollektive Herumjammern (d.h wie bei der gefühlten Temperatur auch die gefühlte Wirtschaftsschwäche etc.) ebenso eine Rolle, wie die weltweiten Börsenkurse.

Auf die Planung folgt dann die Umsetzung der geplanten Aktivitäten.
Umsetzung meint hier - etwa bei einer Mailing-Aktion, also bei dem weitläufigen Verschicken von Werbebriefen - den Prozess von der Textformulierung über die Fotoauswahl bis zur Produktion und Versendung. (Nur zur Information: Wenn bei einer Mailing-Aktion 0,1 –1,5% Responseraten eingespielt werden, so ist das im Bereich des Normalen bei so genannten kalten Adressen und nicht etwa ein Riesenflopp. Bei warmen Adressen liegt die Responserate bei den meisten Organisationen zwischen 5 und 10%.) Das zeigt noch einmal sehr deutlich: Fundraising ist nicht die Möglichkeit zur schnellen Mark, aber die Möglichkeit langfristig und gesicherter an Mittel zur Unterstützung der eigenen Arbeit heranzukommen.

Nach der Umsetzung folgt das Controlling. Dazu gehören nicht nur das Verbuchen von Zahlungseingängen, sondern ebenso das unmittelbare Zusenden der Spendenquittungen und ein Dankschreiben. Das heißt, dass am Tag nach Spendeneingang bereits das Dankschreiben im Idealfall rausgehen sollte, zumindest aber, dass Einnahme und Danksagung noch in der gleichen Woche erfolgen sollten. Wobei es verschiedene Verfahrensweisen gibt, abhängig von der Höhe einer Spende und der Person.

Im Controlling werden auch die Auswertungen von Aktionen vorgenommen, sonst kommt es oft zu solchen Aussagen: den Weihnachtsbasar haben wir schon immer so gemacht und das war immer gut - ohne eine Effektivitätskontrolle der Einnahmen im Verhältnis zum Aufwand.

Abschließend erfolgt ein systematischer Evaluationsprozess. Hier wird alles noch einmal beleuchtet. Gutes und weniger Gutes von einander geschieden und Konsequenzen zur Verbesserung gezogen.
Controlling und Evaluation sollte aber nicht nur für das Fundraising gelten, sondern ebenso für die gesamte Arbeit.
Diese verschiedenen Prozessphasen müssen nicht alle unbedingt hintereinander laufen, sondern können auch parallel laufen. Nur, sie sollten alle wirklich vorkommen. In der Praxis vieler Non Profit-Organisationen ist gerade der Bereich von Controlling ebenso unterrepräsentiert, wie die Evaluation. Wenn eine Veranstaltung vorbei ist, dann wird sofort das Nächste angegangen ohne eine wirkliche Auswertung des Gewesenen zu machen.

Anmerkungen zum Sponsoring-Bereich:
Dieser Begriff wird gern für alles gebraucht, was einem einfällt, wenn man überlegt, irgendwie an Fördermittel heranzukommen. - und häufig wird er falsch gebraucht!
Sponsoring ist – im Gegensatz zur Spende – ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Sowohl der Gesponserte hat etwas davon, als auch der Sponsor. Und der hat mehr als nur das Gefühl etwas Gutes getan zu haben. Er hat z.B. einen Image-Gewinn bei seiner Kundschaft „Oh, der tut ja wirklich etwas Gutes, das gefällt mir, da kauf ich ein“, er hat einen direkten finanziellen Vorteil, denn er kann seine gesamten Ausgaben als Werbemittel (Betriebsausgaben) absetzen.
Sie verhandeln dennoch auf gleicher Augenhöhe (nicht als Bittsteller), denn Sie haben etwas zu bieten: Ihre Visionen, Ihre Werte, Ihre gute praktische Arbeit und Ihre Erfolge für die Menschen. Und diese gleiche Position ist beim Sponsoring erforderlich. Jede der Vertragsparteien muss einen Nutzen vom Sponsoring haben - die einen das Geld, die anderen einen werbewirksamen Auftritt oder sonst einen Vorteil.
Das ist ein wichtiger Ausgangspunkt, wenn eine Non-Profit-Organisation (NPO) Sponsoring-Partner sucht. Im Vorfeld muss überlegt werden: Was hat der andere davon mich zu unterstützen, und was kann ich bieten? Den Benefit für den Sponsor muss die NPO, sprich vw.de, erarbeiten und ihn davon überzeugen.
Sponsor und Gesponserter müssen zueinander passen. Werte und Wertvorstellungen müssen zueinander passen, aber auch der Nutzen für beide. Nur eine kleine Erwähnung des Sponsors auf einem selbst kopierten Zettel reicht als Werbung nicht aus.
Z.B. eine Pressekonferenz, bei der der Hauptsponsor der Öffentlichkeit vorgestellt wird, ist regional schon attraktiv, denn es erspart dem Sponsor eine große Anzeige in der Wochenendeausgabe der Zeitung.
Ich will das hier nicht weiter ausführen, aber man sieht, da stecken im Vorfeld jede Menge Überlegungen und Planungen drin, die mit der Aussage „Da suchen wir uns eben einen Sponsor“ nicht eingefangen werden können.

Und ein Letztes möchte ich ausführen: die Ethikfrage im Fundraising.
Fundraising, das den Menschen, den es gewinnen will, in den Mittelpunkt des Geschehens stellt, verpflichtet sich, niemanden „über den Tisch zu ziehen“, indem moralischer Druck aufgebaut wird. Es geht um partnerschaftliche Zusammenarbeit! Es verpflichtet sich, die Gelder wahrheitsgemäß und sorgsam zu verwalten und nur für den angegebenen Zweck zu verwenden. Die Verwaltungskosten auf ein verträgliches Maß zu reduzieren (max. um 30% - 35%) und, das ist das Wesentliche: Transparenz und Offenheit bei allem Finanzgebaren walten zu lassen.
Zu Transparenz und Offenheit gehört ebenso das Reporting. Das heißt, der Spender erfährt regelmäßig (z.B. nach Ablauf eines Geschäftsjahres oder nach einer besonderen Aktion), was mit seiner Spende erreicht werden konnte.
Das alles ist für ein ethisch einwandfreies Fundraising unbedingt erforderlich.


Soweit der zweite Newsletter aus 2008, wie Ihr lesen konntet, macht es durchaus Sinn Beiträge an die Redaktion zu schicken, da wir sie dann gerne in den Newsletter aufnehmen.

Wir freuen uns auf Rückfragen, Diskussion, Anregungen und Kritiken, Ihr erreicht uns über die Postfächer oder unter newsletter(at)verwitwet.de:

Anja (Olivia), Britta (Pict), Susanne (kroki) und Wolfgang (Papa).
Habts alle so gut wie möglich,

Euer Redaktionsteam von verwitwet.de


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